Autor Thema: Buch-Tipp: Am 12. Tag  (Gelesen 1393 mal)

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Offline kleine1002

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Buch-Tipp: Am 12. Tag
« am: 08. Januar 2014, 11:40 Uhr »
Gestern bin ich in der Bahnzeitschrift auf eine interessante Buchvorstellung gestoßen:
 http://www.amazon.de/Am-zw%C3%B6lften-Tag-Denglers-siebter/dp/3462045474/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1389176855&sr=8-1&keywords=Am+12.+Tag

Keine Ahnung, ob das Buch wirklich gut ist oder ob auch was zum Veganismus drin vorkommt, aber abgesehen davon, dass ich Krimis immer besonders interessant finde, wenn sie auch Bereiche meiner persönlichen Interessen behandeln, denke ich, dass es ein guter Weg ist, das Thema Fleischindustrie zu behandeln. Ich kann jetzt noch nicht beurteilen, wie konkret und ausführlich das dort passiert, aber möglicherweise ist so ein Buch mal ein anderes Geschenk für Omnis, was vielleicht motivierter in die Hand genommen wird als direkt ein Sachbuch zum Thema.
Ich werde es mir auf jeden Fall kaufen und werde dann mal berichten...


Vielen Dank von


Offline funky

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Re: Buch-Tipp: Am 12. Tag
« Antwort #1 am: 08. Januar 2014, 12:14 Uhr »
Klingt gut, Krimis und Thriller lese ich ja eh seit einigen Jahren ganz gern. :c)

Meat (Joseph D´Lacey) wäre auch empfehlenswert dazu... habe ich bestimmt schonmal empfohlen, keine Ahnung.

Vielen Dank von


Offline kleine1002

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Re: Buch-Tipp: Am 12. Tag
« Antwort #2 am: 05. Februar 2014, 11:10 Uhr »
Sooo, ich habe das Buch gerade zu Ende gelesen.
Zunächst - das ganze ist kein klassischer Krimi à la "Wir haben eine Leiche, wer ist der Mörder" oder "wie stoppen wir den Serienkiller".
Rein literarisch betrachtet vielleicht nicht unbedingt ein Highlight, aber dennoch recht spannend angelegt. Ist man selbst Teil der Veggie-Szene, erkennt  man eine gewisse Strategie im Aufbau, die ich im Ansatz gut finde, aber meiner Meinung nach dann leider doch nicht genügend ausgebaut wird: Die Eltern der Jugendlich sollen z.B. klassische Positionen zum Vegetarismus/Veganismus darstellen. 1. Der ignorante Vater, der selbst auf dem Bauernhof aufgewachsen ist, 2. der Arzt, 3. die Pfarrerin, 4. das türkische, traditionsbewusste Familienoberhaupt. Als "Insider" ist einem klar, worauf der Autor damit hinaus will, aber dies hätte wirklich ausführlicher passieren können. Diese Personen kommen jeweils nur kurz zu Wort. Auch ist die Erklärung, warum die 4 Jugendlichen überhaupt zum Veganismus kamen, meiner Meinung nach etwas platt. Das ist insgesamt eine Schwäche des Buches - vieles bleibt arg an der Oberfläche. Überzeugend finde ich dagegen die Strategie, dass ein fiktiver Fleischmillionär seine Sicht auf die Industrie schildert. Hier werden viele reale Fakten benannt (auch an anderen Stellen). Manche Details waren auch mir neu.
Das Ende der Geschichte, die Geschehnisse am 12. Tag, sind doch dann ein wenig überzogen. Das hoffe ich zumindest ;)
Auch wenn das Buch einige Schwächen aufweist, ist es gut zu lesen und meiner Meinung nach eine gute Möglichkeit Omnis auf das Thema zu stoßen. Ein kurzes Nachwort soll in diesem Zusammenhang wohl vermeiden, dass die Leser die verstörenden Fakten als rein fiktiv abtun. Leider bleibt auch das irgendwie zu platt. Allerdings kann das auch schlichtweg daran liegen, dass man durch einschlägige vegane Literatur an andere Worte gewöhnt ist.
Insgesamt bleibe ich bei meiner Buchempfehlung. Ich werde es bald einem ersten befreundeten Omni leihen. Bin mal auf die Reaktion gespannt. Ich werde berichten.


 

Vielen Dank von