Autor Thema: Always look on the bright side of life...  (Gelesen 956 mal)

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Offline OwenJackson

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Always look on the bright side of life...
« am: 28. Januar 2014, 19:20 Uhr »
... nach diesem Text des gleichnamigen Songs von Monthy Python, lebe ich derzeit.

Am besten stelle ich mich erst einmal vor, vielleicht kennt mich bereits jemand. In der veganen Forumszene bin ich bereits so etwas wie ein altes Eisen und fiel öfters (leider nicht immer positiv) auf. Immer wieder tummelte ich mich auf div. Foren herum.Wer mich noch nicht kennt.
Ich bin quasi eine Art chaotischer, etwas nerdiger, veganer Rocker. Meine größten Hobbies sind passend dazu Musik (vor allem die der 50er und 60er), Filme und Videospiele. Mittlerweile bin ich 32 und blicke ein wenig traurig in meine Vergangenheit. Ich habe viel versäumt, viele Fehler gemacht, für manche schäme ich mich sehr und würd ich mein früheres Ich jetzt begegnen, würd ichs wohl wie ein alter Mann belehren. ^^

Dennoch bin ich, ironischerweise, unfassbar optimistisch. Ich weiß nicht woran das liegt. Vielleicht daran, dass ich mittlerweile an das zen-buddhistische Prinzip glaube, dass alles alles beeinflusst. Sprich, wenn ich was tue, hat es immer einen Einfluss. Welcher das ist, lässt sich nie ganz vorhersagen, aber ich glaube daran, dass ich mit guten Taten am besten dafür sorge, dass die Konsequenzen die ich selbst erfahre in positiver Auswirkung überwiegen werden. Und selbst wenn nicht, ist es positiv für andere Menschen oder Tiere, und das gibt mir seelische Zufriedenheit.

Als Buddhist würde ich mich aber nicht bezeichnen, da ich nicht an die Wiedergeburt glaube, auch sonst nicht an gottgleiche Wesen glaube (und Gott übrigens für einen Tyrann halte, den die Leute nur anbeten, weil sie Angst vor seinem Zorn haben... ist natürlich kein voller Ernst, aber so würd ich Gott beurteilen, wenn er existieren würde *augen roll*) und ich, als ich mich ein wenig mit dem Chan/Zen-Buddhismus beschäftigte, erfuhr, dass die dortige Meditation aus dem Nichtwissen besteht, während ich allerdings glaube die Erleuchtung dadurch finden zu können, besonders viel zu wissen.
Zumal ich übrigens glaube, dass jeder überzeugte Veganer erleuchtet ist, da Veganismus für mich die Erleuchtung ist.

Was noch? Ich bin wie gesagt ein ziemlicher Chaot und auch ein Freigeist. Nicht selten vergleichen mich Freunde und Familie mit Sheldon Cooper (Big Bang Theory), wenn auch viel freundlicher. Doch wie er bin ich gelegentlich zerstreut, habe einige besondere Macken. Ein mathematisches Genie bin ich allerdings nicht, mein Talent liegt viel mehr in der Kreativität die in meinen Kopf ständig große Traumwelten erschafft. Ja, ich bin in der Tat eine Art Tagträumer, bin allerdings stolz darauf und auch wenn es mir in meiner Schulzeit und während meiner Ausbildung ein paar Probleme einbrachte halte ich diese Eigenschaft in meinem Leben nun für unverzichtbar.

So sehr ich mich auch ändern kann, habe ich doch auch meine sturen Seiten. Trotz meiner Schwerhörigkeit weigere ich mich ein Hörgerät zu tragen (ich kann die Dinger nicht leiden und komme auch so zurecht). Meine größten Schwächen? Das ist vermutlich mein Wunsch nach Abwechslung. Es fällt mir schwer mich lange Zeit einer Sache zu widmen. Ein zweistündiger Film ist meistens kein großes Problem, ein Buch ist für mich allerdings schon ein großes Problem, ich bin wohl das Gegenteil einer Leseratte und fand bisher deshalb noch nicht die Motivation ein Buch einmal komplett zu lesen.

Dazu habe ich das Problem, dass ich eine angefangene Sache, an der ich nach längerer Zeit weiterarbeiten will, immer den Drang empfinde neu anzufangen. Weshalb ich viele lange Videospiele schon oft gespielt, aber die wenigsten auch abgeschlossen, habe. Und auch mein Fantasyroman, den ich schreibe, habe ich oft neu angefangen. Immerhin dort habe ich es mittlerweile geschafft den Drang abzuschalten und der Roman entsteht, wenn auch sehr sehr langsam.
Das finde ich schon sehr schade, da ich Geschichten liebe und gerne die Welt der Bücher entdecken würde.

Eine weitere Schwäche ist meine Fresssucht. Ich bin nur 1,65 m groß, aber 90 kg schwer. Ich brachte es sogar einmal auf 100 kg. Die Sucht fing zu der Zeit an als ich Vegetarier wurde (1998). Aus eingebildetem Liebeskummer fing ich an zu essen, ab dann aß ich immer wenn ich deprimiert war. Und ich war oft deprimiert.

Ich war quasi ein Pudding-Vegetarier der ständig Toast mit massig Käse und Remoulade aß. Als Veganer (seit 2007) besserte es sich ein wenig. Ich kam dank dem Veganismus nicht über die 100 kg. Seit 2012 versuche ich eine Ernährungsumstellung, sie brachte bereits etwas. Immerhin habe ich dauerhaft 10 kg verloren. Aber viel weniger wird es wohl nicht. Mittlerweile liebe ich es zu essen, ich bin wirklich süchtig danach und brauche nicht mal mehr deprimiert zu sein (obwohl es in diesen Phasen dann immer besonders hart wird).

Ich lebe also nicht sehr gesund (obwohl ich übrigens die Finger von allen Drogen und auch Alkohol lasse), nehme aber die Chance immer wahr wenn es mal einen veganen Salat gibt etc. Aber Chips (die ich am liebsten esse), sind für mich eben einfach lecker und ohne Zubereitungszeit.Ich harte weiterhin hart daran, habe mich aber mittlerweile damit abgefunden so zu sein, weshalb ich dem auch nicht nachtrauere. Ich bin sogar glücklich fett statt magersüchtig zu sein.

Mittlerweile scherze ich sogar selbst über mich: "Wie nennt man einen dicken Veganer? Biotonne XD"

Wie ich aussehe? Nunja, selbstverständlich ziemlich übergewichtig. Auch wenns noch geht. Dazu lange braune Haare, wie ein echter Rocker natürlich auch ein Bart (manch einer meint ich sehe ein wenig aus wie Andreas Kümmert, nur etwas schlanker und mit mehr und längerem Haar). Gerne hätte ich massig Tattoos, muss aufgrund von chronischem Geldmangel allerdings darauf verzichten.

Ich trage meistens blaue Jeans oder schwarze Hosen mit T-Shirts. Habe aber wie ein Hippie auch Hang zu bunter Kleidung und schminke mich gerne wie ein Glam-Rocker, was ich allerdings ein wenig eingrenze, da ich ehrlich gesagt eher ein ruhiger, zurückgezogener Kerl bin der nicht gern auffällt, was sich wegen meines auffälligem Äußeren (Übergewicht, langes Haar und aufgrund meiner defekten Hüfte ein etwas holpriger Gang) allerdings als kaum möglich erweist.

Zum Schluss noch der Grund warum ich mich heute hier melde. Der Grund ist trauriger weise etwas auf das ich stieß, als ich ein wenig herum forschte (ich weiß, eigentlich überflüssig, aber es interessiert mich gelegentlich was für Stars vegan leben etc.). Und was fand ich, ein Antivegan-Forum. Ich versuche allen Menschen gegenüber fair zu sein und bin sogar davon überzeugt dass die meisten Menschen nur tierische Produkte konsumieren, weil sie dazu erzogen wurden und einfach zu suggestiv beeinflusst aufwuchsen und im Erwachsenenalter einfach die Fähigkeit verlieren sich noch in solchen kleinen, aber für die ganze Welt überlebenswichtigen, Dingen zu ändern (Veganismus ist ein wichtiger Schritt zur Rettung unserer Welt). Es schockt mich jedes mal, dass so viele Menschen derart ignorant sind und einerseits z. B. Nazis schlechtreden, aber quasi durch ihren Konsum selbst Völkermord fördern, das aber einfach nicht sehen wollen. Nun fand ich heraus, dass es ein Antivegan-Forum gibt auf dem Veganer gezielt schlechtgeredet werden und es als cool und heldenhaft bezeichnet wird unschuldige Tiere aus reiner Gier zu ermorden. Das kann ich einfach nicht fassen, ich verstehe es nicht. Und noch dazu musste ich sogar herausfinden, dass die sogar schon über mich sprachen (allerdings sind das schon ältere Sachen zu einer Zeit als ich mich kaum beherrschen konnte und schnell ausrastete, durch mein Alter werde ich langsam reifer und auch wenn ich weiterhin gelegentlich etwas hyperventiliere, kriege ich es langsam in Griff. Dass aber meine Wut (die nur entsteht, weil ich alle Menschen und Tiere zutiefst respektiere und unnötige Gewalt nicht akzeptieren kann) als Begründung dafür genutzt wird, dass Veganer schlecht seien und Fleischgenuss schöngeredet wird, trifft mich ziemlich schwer.

Deshalb habe ich mich entschlossen heute mal wieder ein wenig einzugliedern, wieder mitzubekommen was im Internet so abgeht. Auf Streitereien freue ich mich allerdings nicht, ich möchte mich schlicht und einfach passiv beteiligen, mitreden, mitdiskutieren. Aber alles möglichst friedlich, denn letztendlich strebe ich ein möglichst friedliches und gewaltfreies Leben an.

Ich freue mich schon darauf euch alle kennenzulernen und bin gespannt ob man einem Veganer im siebten Jubiläum noch viel beibringen kann (was in meinem Fall aber nicht schwer sein dürfte, ich merke z. B. dass ich ständig, jeden Monat, etwas veganes dazulerne).In dem Sinne erst mal guten Abend... :)



Offline funky

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Re: Always look on the bright side of life...
« Antwort #1 am: 28. Januar 2014, 23:30 Uhr »
Hallo Owen, altes Haus!

Keine Ahnung, ob Du dich an mich erinnerst, aber eine zeitlang warst Du noch im vegetarierforum.com, nachdem ich mich damals dort angemeldet hatte, unter fast dem gleichen Namen, den ich hier habe.  ;)

Ich gehe gern bei Gelegenheit noch auf Deine Vorstellung ein, sie schreit nämlich geradezu danach, dass Du eine Analyse deiner Person magst, Du vermutlich viel die Welt beobachtest, aber selbst gern Feedback möchtest, und das darfst Du auch gern kriegen, aber nicht jetzt.

Ich möchte aber kurz was Grundsätzliches zu AV sagen, weil ich mich frage, warum Du damit direkt anfängst: Es wäre mir lieb, und das kannst Du als freundlich gemeinte administrative Anordnung verstehen, wenn wir das hier nicht extra großartig ausbreiten würden.
Wir wissen vermutlich alle um dessen Existenz, m.E. ist selbige auch nur eine logische Konsequenz des Gegenpol-Prinzips, meinetwegen auch das Yang zum Ying, whatever. Das braucht hier schlicht und ergreifend nicht erörtert zu werden, davon abgesehen, dass AV eh zu einem Großteil aus Veganern besteht, die dort undercover mitlästern. Und über den Rest an Jägern und Fleischbefürwortern braucht man sich auch nicht zu echauffieren. Einfach mit ´nem Schulterzucken abtun und ignorieren. Ich weiß selbst mit am besten, dass es gern mal in den Fingern juckt, seine Energie darauf zu fokussieren, aber es ist einfach unnötig.

Übrigens klingt das mit deinen Tagträumen für mich eher nach J.D. (Dorian) als nach Sheldon, aber das nur am Rande.  :grinsehase: Ich denke, jeder Nerd (oder Nerd im Geiste) träumt insgeheim davon, wie Sheldon zu sein, oder für so ähnlich gehalten zu werden. So ähnlich wie ein Hipster - in seinem Metier - eben...

Naja, soweit... also Willkommen hier jedenfalls, und keine Sorge, großartige Streitereien gibt es hier (derzeit und/oder nicht mehr) nicht, vielleicht auch, da viele hier doch relativ entspannt vegan sind. Also sowas wie: "Du isst Alpro? Ich hasse Dich, Unterklassen-Nicht-Veganer!!!" ist hier jedenfalls nicht an der Tagesordnung.  ;)

Offline #Tüte

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Re: Always look on the bright side of life...
« Antwort #2 am: 29. Januar 2014, 00:40 Uhr »
Tach O.J.! :)

Das ist doch Mal ein ausgeschmückter und interessanter Einstieg. Jetzt habe ich schon ein richtig umfängliches Biotonnen-Bild von Dir.  :D

Wollte ja vorhin schon schreiben, aber bin erst fertig mit Arbeitskrams.

Schön, dass Du Deine Emotionen mit zunehmenden Alter in den Griff bekommst. Ich schaffe das themenabhängig nur mäßig, trotz fortgeschrittenerem Alter. :)

Zitat
(Veganismus ist ein wichtiger Schritt zur Rettung unserer Welt)
Veganismus ist m.E. nur eine Aufschiebung von dem, was kommen muss. Die Erde wird früher oder später kahlgemacht - mit Veganismus eben später. Deshalb ist das nicht wirklich ein Schritt zur Rettung der Welt sondern "nur" ein Schritt zu einem respektvollen Umgang mit schmerzempfindlichen Miterdenbürgern. Zur Rettung der Welt müssen sich ganz andere Dinge tun: Geburtenrate stabilisieren. Nachhaltige Produktion (wie bspw. cradle2cradle). Krieg als psychische Krankheit anerkennen und Kriegsbefehliger einweisen. Forschungen in Richtung Akkutechnik und regenerative Energie intensivieren. Usw.

Dann noch viel Spaß hier und
<3lich Willkommen!

#Tüte
 
http://deutsche-mitte.de
http://tinyurl.com/xy9313
ส็็็็็็็็็็็็็็็็็็็_(ツ)_ส้้้้้้้้้้้้้้้้
"Leute kaufen Sachen, die sie nicht brauchen, mit Geld, dass sie nicht haben, um Leuten zu imponieren, die sie nicht mögen."

Zu monieren, was Arbeitslose die Steuerzahler kosten, ist, wenn man bedenkt, was uns Kriege & Banken kosten, als würde man einen Moskitostich am Arm beheulen, während Dracula seine Zähne tief am Hals versenkt.

Offline OwenJackson

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Re: Always look on the bright side of life...
« Antwort #3 am: 29. Januar 2014, 09:10 Uhr »
Erstmal danke für die ebenfalls recht ausführlichen Antworten. ^^ Da will ich natürlich kurz etwas Zeit nehmen und drauf eingehen. Also los gehts.

Zitat von: funky
Keine Ahnung, ob Du dich an mich erinnerst, aber eine zeitlang warst Du noch im vegetarierforum.com, nachdem ich mich damals dort angemeldet hatte, unter fast dem gleichen Namen, den ich hier habe.  ;)

Ja, das ist allerdings auch schon wieder ein kleines Weilchen her. Ich muss allerdings sagen, jetzt wo du das erwähnst, erinnere ich mich an dich. funky ist halt ein Name den man sich leicht merken kann. ^^

Zitat
Ich gehe gern bei Gelegenheit noch auf Deine Vorstellung ein, sie schreit nämlich geradezu danach, dass Du eine Analyse deiner Person magst, Du vermutlich viel die Welt beobachtest, aber selbst gern Feedback möchtest, und das darfst Du auch gern kriegen, aber nicht jetzt.

Ich würde lügen, wenn ich das verneinen würde.
Die meiste Zeit nutze ich damit die Welt zu beobachten, andere zu beobachten und die Erlebnisse in mich selbst einfließen zu lassen. Dabei kam ich irgendwann zu dem Schluss, dass es keinen Sinn macht sich selbst zu beurteilen, weil man sich selbst gegenüber immer gewisse Vorurteile hat, die einem verwehren ein ehrliches Selbstpotrait zu verfassen. Deshalb interessiert es mich natürlich immer brennend wie mich andere Menschen beurteilen.

Würd mich also sehr freuen.

Zitat
Ich möchte aber kurz was Grundsätzliches zu AV sagen, weil ich mich frage, warum Du damit direkt anfängst: Es wäre mir lieb, und das kannst Du als freundlich gemeinte administrative Anordnung verstehen, wenn wir das hier nicht extra großartig ausbreiten würden.
Wir wissen vermutlich alle um dessen Existenz, m.E. ist selbige auch nur eine logische Konsequenz des Gegenpol-Prinzips, meinetwegen auch das Yang zum Ying, whatever. Das braucht hier schlicht und ergreifend nicht erörtert zu werden, davon abgesehen, dass AV eh zu einem Großteil aus Veganern besteht, die dort undercover mitlästern. Und über den Rest an Jägern und Fleischbefürwortern braucht man sich auch nicht zu echauffieren. Einfach mit ´nem Schulterzucken abtun und ignorieren. Ich weiß selbst mit am besten, dass es gern mal in den Fingern juckt, seine Energie darauf zu fokussieren, aber es ist einfach unnötig.

Selbstverständlich. Ich versuchte es nur am Rande zu erwähnen. Es war der Hauptgrund der mich dazu brachte mich wieder der Forenwelt zu widmen.

Ich werde mich natürlich nicht sonderlich viel damit beschäftigen, dazu gibt es bereits genügend antiveganen Stress in meinem eigenen Umfeld, den ich versuche durch mein gutes Benehmen zu klären (so langsam akzeptiert und respektiert man mich, trotz meinem Veganismus).

Aber danke für die Anordnung, ich verstehe den Zweck selbstverständlich und werde mich daran halten. :)

Zitat
Übrigens klingt das mit deinen Tagträumen für mich eher nach J.D. (Dorian) als nach Sheldon, aber das nur am Rande.  :grinsehase: Ich denke, jeder Nerd (oder Nerd im Geiste) träumt insgeheim davon, wie Sheldon zu sein, oder für so ähnlich gehalten zu werden. So ähnlich wie ein Hipster - in seinem Metier - eben...

Das größte Problem dabei kann sein, dass ich alles um mich herum vergesse. Vor gut elf Jahren war es einmal so schlimm, dass ich während dem Tagträumen mit einer Straßenbahn die Bahn kreuzte und angefahren wurde... Mittlerweile bekomme ich es teils in den Griff, indem ich mich an gefährlichen Orten einfach vollkommen auf die Umwelt konzentriere, was für mich allerdings extrem anstrengend ist, wie ich zugeben muss.

Der Sheldon-Vergleich kommt allerdings nur von anderen. Sie meinen wegen meinem IQ (2001 wars 128, mittlerweile vermutlich höher, meinen alle), meiner enormen Kreativität und meiner durchaus auch großen exzentrischen Seite, wäre ich wie er. Allerdings halte ich Sheldon für ein wenig absurd und würde lieber mit den anderen dreien des Quartetts verglichen werden, gebe ich zu. Seit zwei Jahren gebe ich mich allerdings damit zufrieden mit Sheldon verglichen zu werden. Auch wenn ich doch eigentlich das Gegenteil von ihm bin.

Ich bin das absolute Chaos.
Er ist die absolute Ordnung.
Wir sind also quasi Ying und Yang. Obwohl. Vielleicht auch zwei Seiten der selben Medaille.  :scratchy:

Allgemein danke für das herzliche Willkommen. Da fühlt man sich ja gleich als würde man dicke umarmt werden.  :smileee:

Zitat
Das ist doch Mal ein ausgeschmückter und interessanter Einstieg. Jetzt habe ich schon ein richtig umfängliches Biotonnen-Bild von Dir.  :D

Bitte. ^^

Zitat
Schön, dass Du Deine Emotionen mit zunehmenden Alter in den Griff bekommst. Ich schaffe das themenabhängig nur mäßig, trotz fortgeschrittenerem Alter. :)

Ich persönlich glaube eine Art Spätentwickler zu sein. Immer wieder machte ich verrückte, teils fast kindische, Dinge, die ich heute nicht mehr nachvollziehen kann. Dazu gehören auch Dinge die ich erst letztes Jahr getan habe.
Aber vielleicht gehört das auch einfach zu meinem chaotischen Ich.
Jedenfalls gebe ich zu schnell sehr aggressiv zu werden, besonders wenn es um Veganismus geht, aber seit ich mir das selbst eingestehe, fällt es mir umso leichter das zu ertragen.

Zitat
Veganismus ist m.E. nur eine Aufschiebung von dem, was kommen muss. Die Erde wird früher oder später kahlgemacht - mit Veganismus eben später. Deshalb ist das nicht wirklich ein Schritt zur Rettung der Welt sondern "nur" ein Schritt zu einem respektvollen Umgang mit schmerzempfindlichen Miterdenbürgern. Zur Rettung der Welt müssen sich ganz andere Dinge tun: Geburtenrate stabilisieren. Nachhaltige Produktion (wie bspw. cradle2cradle). Krieg als psychische Krankheit anerkennen und Kriegsbefehliger einweisen. Forschungen in Richtung Akkutechnik und regenerative Energie intensivieren. Usw.

Selbstverständlich. Jeder Planet stirbt irgendwann, genauso wie jedes Tier und jeder Mensch irgendwann sterben. Aber das Leben ist dennoch kostbar. Ich halte es für unsere Pflicht unser möglichstes zu tun um ein möglichst langes Überleben der Welt zu gewährleisten.
Eines Tages wird das Licht unserer Sonne vergehen, oder wir werden in ein schwarzes Loch gezogen. Oder was auch immer. Aber bis dahin sollten wir Menschen das beste daraus machen. Finde ich.

Warum ich Veganismus für den wichtigsten Schritt halte?

Die Fleisch- und Milchproduktion belastet die Umwelt extrem und verschwendet Unmengen pflanzlicher Nahrung für die die Regenwälder unserer Welt abgeholzt werden. Mittlerweile bin ich davon überzeugt, dass dies das größte Übel ist. Weil (nach den Chan-Buddhismus-Prinzip) dieses Scheusal uns alle betrifft. Die Tiere direkt, die Hungernden direkt, uns indirekt (wegen späterer klimatischen Auswirkungen).

Die Punkte die du erwähnst zählen natürlich auch dazu. Veganismus ist nur ein Schritt, aber für mich der Schritt mit dem wir am meisten erreichen können, umwelttechnisch, tier- und menschenrechtlich sowie auch nahrungstechnisch.

Jedenfalls danke. Auch wenn wir uns vermutlich nicht einig werden, halte ich solche Diskussionen für notwendig, da sie aufzeigen was wir alles noch leisten müssen. Das macht mir Mut weiterzumachen.

LG Christian




Offline kleine1002

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Re: Always look on the bright side of life...
« Antwort #4 am: 29. Januar 2014, 14:00 Uhr »
Hallo OwenJackson,
ich kenne dich noch aus dem Vegetarierforum.com. Darf ich fragen, wieso es dich bei deinem Foren-Comeback ausgerechnet zu uns verschlagen hat und du nicht einfach dort wieder aufgelaufen bist? Wusstest du, dass wir hier "alte Bekannte" sind?
 :wave:

Offline Bänäna

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Re: Always look on the bright side of life...
« Antwort #5 am: 30. Januar 2014, 16:54 Uhr »
Von mir gibt's unbekannterweise auch ein herzliches Willkommen! :wave: