Autor Thema: Wasserfussabdruck  (Gelesen 1110 mal)

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Offline #Tüte

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Wasserfussabdruck
« am: 24. April 2014, 17:32 Uhr »
Zitat von: http://www.wwf.de/themen-projekte/fluesse-seen/wasserverbrauch/wasser-fussabdruck/

Neben den privaten Haushalten (5,5 Kubikkilometer) und der Industrie (36,4 Kubikkilometer), hat der Agrar-Sektor (117,6 Kubikkilometer) den mit Abstand größten Anteil am Wasser-Fußabdruck. „Die Landwirtschaft beansprucht über 73 Prozent des jährlichen Wasserbedarfs. Davon wird mehr als die Hälfte aus anderen Ländern importiert“, sagt Martin Geiger, Leiter des Bereichs Süßwasser beim WWF Deutschland.
 Das meiste Wasser führen wir über Agrar-Güter aus Brasilien (5,7 Kubikkilometer), der Elfenbeinküste (4,2) und Frankreich (3,5) ein. Doch Deutschland zapft indirekt auch die Wasserressourcen europäischer Staaten an, die regelmäßig mit Dürren und Trockenheit zu kämpfen haben – wie etwa Türkei (1,9 Kubikkilometer) oder Spanien (1,8).
 Besonders viel virtuelles Wasser wird für die Produktion von Fleisch aufgewandt. Hinter einem Kilogramm Rindfleisch verbergen sich bei intensiver Haltung sage und schreibe 15.500 Liter virtuelles Wasser. Für ein Kilogramm Schweinefleisch hingegen werden „nur“ 4.800 Liter Wasser aufgewendet, für ein Kilogramm Hühnerfleisch 3.900 Liter.


Verglichen mit Angaben anderer Quellen schwanken die Werte zwar stark, aber grob sollte das passen.

Mich würde ja noch interessierieren, da ein großer Teil des Getreideanbaus für die Viehzucht draufgeht, ob das in den Wasserverbrauch der Fleischproduktion hindurchkumuliert wurde oder ob das getrennt betrachtet wird.  Weiß das jemand?


http://deutsche-mitte.de
http://tinyurl.com/xy9313
ส็็็็็็็็็็็็็็็็็็็_(ツ)_ส้้้้้้้้้้้้้้้้
"Leute kaufen Sachen, die sie nicht brauchen, mit Geld, dass sie nicht haben, um Leuten zu imponieren, die sie nicht mögen."

Zu monieren, was Arbeitslose die Steuerzahler kosten, ist, wenn man bedenkt, was uns Kriege & Banken kosten, als würde man einen Moskitostich am Arm beheulen, während Dracula seine Zähne tief am Hals versenkt.

Offline Ebony

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Re: Wasserfussabdruck
« Antwort #1 am: 24. April 2014, 18:23 Uhr »
Wenn von 'virtuellem' Wasserverbrauch die Rede ist, ist das für den Getreideanbau eingesetzter Wasser mit drin. Dieser Anteil ist sogar der größte. Das Wasser, dass die Tiere selbst verbrauchen, beträgt meines Wissens nicht einmal 1,5% des 'virtuellen' Wasserbrauchs für ein kg Fleisch.

Warum der Anteil bei Rindfleisch so hoch liegt, erklärt sich einmal daraus, dass Rinder, obwohl ihre Pansenflora aus allem möglichen organischen Material (z.B. Orangenschalen) Stickstoff für die Proteinsynthese gewinnen kann, prozentual weit mehr Nahrung brauchen um Körpermasse zu bilden, als das Schwein oder gar Geflügel. Dazu kommt auch noch, dass 60% eines Rindes nicht als Nahrung taugen, bei Schwein und Geflügel sind es 'nur' 45% die nicht zum Essen geeignet sind - also (größtenteils) weggeschmissen werden.

Nicht eingerechnet ist, da bin ich mir sehr sicher, was an Wasser mehr verbraucht wird, weil Fleisch anstatt Getreide oder Soja gegessen wird (das war doch deine eigentliche Frage, oder?). Da muss bei mir eine Graphik rumliegen, die genau aufdröselt, was alles in den virtuellen Wasserverbrauch eingerechnet wird. Natürlich ist sie jetzt nicht auffindbar. Wenn sie wieder auftaucht, wird sie, bzw. ihre Aussage nachgereicht.
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Re: Wasserfussabdruck
« Antwort #2 am: 22. Juni 2014, 18:29 Uhr »
Morgen, Montag, 23.6.2014, 22.00 - 22.30, bringt das Bayerisches Fernsehen (BR) in seiner Reihe Faszination Wissen den Beitrag
Virtuelles Wasser - Die versteckte Wasserverschwendung.

Könnte interessant sein.
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Offline Ebony

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Re: Wasserfussabdruck
« Antwort #3 am: 25. Juni 2014, 22:52 Uhr »
Die Sendung lief anscheinend letztes Jahr schon mal:
Virtuelles Wasser - Faszination Wissen - Bayerisches Fernsehen
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