Autor Thema: Vegetarier und Veganer: Verschiedene Wege, verschiedene Geschichten  (Gelesen 1275 mal)

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Offline Freddy

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Hallo meine Lieben,

ich denke, jeder hat seine eigene Lebensgeschichte zu erzählen, wie er letzten Endes zum oder Vegetarier Veganer geworden ist. Falls Ihr Interesse habt, Eure Geschichte zu teilen, so habt Ihr nun die Gelegenheit dazu!

Meine Fragen an die Veganer:

was waren eure Beweggründe sich dem Veganismus anzuschließen? Was waren eure ersten Schritte?

Seit Ihr zunächst mit dem Vegetarismus eingestiegen oder habt Ihr euch direkt dazu entschieden Veganer zu werden?

Was waren eure Beweggründe sich für den Veganismus und nicht für den Vegetarismus zu entscheiden?

Laut verschiedenen Studien wurde berichtet, dass man genauestens achten muss, welche Lebensmittel man zu sich nimmt um kein Vitamin B12, Eisen- oder Kalziummangel zu bekommen.

Wie habt Ihr euch erkundigt? Nimmt Ihr Vitaminpräparate?


Meine Fragen an die Vegetarier:

was waren eure Beweggründe sich dem Vegetarismus anzuschließen?

Habt Ihr euch auch Gedanken gemacht komplett auf tierische Produkte zu verzichten, bzw., sich dem Veganismus anzuschließen?

Wenn nein, warum nicht?

Wenn ja, was waren eure Gründe sich gegen den Veganismus zu entscheiden?




Ich freue mich, Eure Geschichten zu hören! :)

Liebe Grüße,

Freddy


Student von der Saxion University of Applied Science

Offline kleine1002

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Re: Vegetarier und Veganer: Verschiedene Wege, verschiedene Geschichten
« Antwort #1 am: 22. Januar 2016, 16:40 Uhr »
Für den Fall, dass hier zu wenige Leute schreiben, helfen vielleicht manchmal die Vorstellungssthreads der Leute, siehe "Empfangshalle und Vorstellungen".

Vielen Dank von


Offline Sweta

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Re: Vegetarier und Veganer: Verschiedene Wege, verschiedene Geschichten
« Antwort #2 am: 22. Januar 2016, 20:35 Uhr »
Beweggründe: Umgang mit den Tieren, Mitgefühl, Abneigung ein Lebewesen zu essen, dass genauso Schmerzen fühlt wie ich

erste Schritte:vegan gekocht :D mich zwei drei Wochen von Reis/Nudel-Gemüse-Pfanne ernährt bis ich genug Infos über vegane Lebensmittel hatte und wusste ich muss nicht verhungern

Entscheidung: ich habe mich direkt dem vegansein zugewandt. Natürlich hat es ein paar Monate gedauert bis ich komplett vegan gegessen habe

Vegan statt Vegetarisch: Die Frage wird jeder Veganer gleich beantworten. Für die Milchproduktion werden Kühe länger und teils qualvoller gehalten, ihnen wird ihr Baby direkt nach der Geburt weggenommen. Wie sehr dies schmerzt können wohl nur Mütter richtig nachvollziehen. Geflügel in der Eierproduktion ist wohl am ärmsten von allen dran, egal ob Käfig-, Boden-, Land- oder Bio-Haltung. Männliche "Legehännen"-Kücken werden geschreddert, weil sie logischerweise keine Eier legen können und nicht genug Fleisch ansetzen für die Fleischproduktion. 

Vitamine:  Vitamine sind der größte Schwindel, wenn es um Veganer geht. Wenn sich fleischverzehrende Menschen untersuchen ließen, würde man bei ihnen öfter Eisen, Kalzium oder Magnesium Mangel feststellen. Fakt ist in den meisten Fällen haben vegan lebende Menschen weniger Probleme damit, weil sie sich bewusster und gesünder ernähren. Mein Problem liegt im zu niedrigen Eisen, den hatte ich aber schon immer, noch bevor ich überhaupt wusste, dass es so was wie vegan gibt. Dagegen wird viel getrocknete Petersilie gegessen. B12 nehme ich hier und da als Tablette. Aber auch da braucht kein "Omni" dies als Argument zu benutzen. Die meisten Fleischesser leiden auch an B12 Mangel bzw. supplementieren ohne es zuwissen, denn: Da die Kuh heutzutage nicht mehr das Gras von der Wiese frisst, sondern Getreide in ihrem Stall bekommt, wird direkt ihrem Futter künstliches B12 zugesetzt. ... Nun ja, jetzt schweife ich ab :D ab und zu veganes B12 Präparat das wars. Infos stehen im internet, man muss nur aufpassen wem man da glaubt und wem nicht.
Ich kann vielleicht nicht die Welt retten, aber ich bin lieber ein Teil der Lösung, als ein Teil des Problems!

Vielen Dank von


Offline #Tüte

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Re: Vegetarier und Veganer: Verschiedene Wege, verschiedene Geschichten
« Antwort #3 am: 23. Januar 2016, 02:05 Uhr »
Hi Freddy,


das Fass zum Überlaufen brachte bei mir damals die sehr in Mitleidenschaft ziehende Doku "Earthlings".


Anfangs danach noch Milchprodukte inkludierend, schloss ich auch das nach wenigen Wochen aus dem Programm während das Thema immer weiter in mir reifte.


B12 ist das einzige Vitamin, was ich wirklich ernsthaft beachte, was aber anscheinend - wie von Sweta auch erwähnt - ebenso die Nochallesesser prüfen lassen sollten. Ansonsten noch Eisen, aber das mache ich nur so nebenbei, weil unterste Skala, aber der Rest ist alles im Rahmen.


Ansonsten kann ich inzwischen mich mit so einer "Warum Vegan"-Liste


http://www.peta2.de/10gruende


sehr gut anfreunden.


Viel Erfolg und schönen Gruß
#Tüte
http://deutsche-mitte.de
http://tinyurl.com/xy9313
ส็็็็็็็็็็็็็็็็็็็_(ツ)_ส้้้้้้้้้้้้้้้้
"Leute kaufen Sachen, die sie nicht brauchen, mit Geld, dass sie nicht haben, um Leuten zu imponieren, die sie nicht mögen."

Zu monieren, was Arbeitslose die Steuerzahler kosten, ist, wenn man bedenkt, was uns Kriege & Banken kosten, als würde man einen Moskitostich am Arm beheulen, während Dracula seine Zähne tief am Hals versenkt.

Vielen Dank von


Offline kleine1002

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Re: Vegetarier und Veganer: Verschiedene Wege, verschiedene Geschichten
« Antwort #4 am: 23. Januar 2016, 17:48 Uhr »
Die Gründe für den Veganismus sind im Grunde wie oben schon genannt.
Hier Kurzversion meines "Werdegangs":
Generell Tierlieb und Umweltbewusst - auf vegane Lebensweise aufmerksam geworden durch Bekanntschaft - aus Neugier Tofu u.ä. getestet - philosophisch mit dem Thema befasst (Peter Singer) - auf Fleisch verzichtet - auch auf Fisch verzichtet - immer mehr zum Veganismus orientiert - bei 90 % vegan angekommen.

Warum nicht vollständig vegan?
1. Sozialer Aspekt  - bei Einladungen, Feiern usw. oft doch noch kompliziert. Möchte bei diesen Events weder ständige Sonderwurst sein, die sich selbst versorgt, noch auf eine gewisse Lebensqualität verzichten (darunter verstehe ich, in diesen Situationen nicht auf trockene Brötchen angewiesen zu sein). Da ich im Vereinsleben aktiv bin, gibt es diese Gelegenheiten eben überdurchschnittlich häufig im Jahr. Vegetarisch ist in der Regel ohne Probleme und Einbußen drin. Bei Mitbring-Events gehe ich aber mit gutem veganen Beispiel voran.

2. Verfügbarkeit - Angebot an rein veganen Produkten ist in einer Kleinstadt zum Teil doch eingeschränkt. Daher gelegentlicher Konsum unveganer Veggieprodukte (welch Ironie).
Im Restaurant o.ä. gebe ich mich manchmal mit vegetarisch zufrieden. Wenn es allerdings auch das nicht gibt, frage ich direkt nach vegan.


Offline Frank_R

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Re: Vegetarier und Veganer: Verschiedene Wege, verschiedene Geschichten
« Antwort #5 am: 25. Juli 2016, 13:55 Uhr »
Ich kann mich den Vorrednern nur anschließen.

Ansonsten hätte ich eine Frage an die Veganer. Wie vegan lebt ihr? Ich belese mich ja gerade, weil ich mich auch vegan ernähren möchte und bin auf einiges gestoßen, bei dem ich nicht sicher bin, ob ich darauf verzichten werde. So kann ja bereits ein Getränk auf Grund seiner Filtrierung, schon nicht mehr vegan sein, habe ich in diesem Artikel gelesen. Wie handhabt ihr das?
Alles, was gegen die Natur ist, hat auf die Dauer keinen Bestand.