Autor Thema: Weniger ist mehr...  (Gelesen 431 mal)

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Offline HolgerMaulwurf

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Weniger ist mehr...
« am: 10. Januar 2017, 18:58 Uhr »
Hi zusammen...ich wollte dieses Thema starten. Ich übe mich zur Zeit darin weniger zu konsumieren, weniger digitale Welt (im Privaten) um mich zu haben. Ich habe vor Monaten mein Facebookaccount und auch mein Whatsapp gelöscht. Ich habe kein Smartphone mehr und SMSe jetzt mit einem alten "Handy". Dabei geht es mir recht gut und ich gewinne langsam eine gewisse Ruhe (zurück). Ich zhabe auch angefangen wieder Briefe zu schreiben (ja mit Hand, wer mir einen Brief schreiben möchte, kann mich PN auch gerne nach der Adresse frage).
Seit ca. 1 3/4 Jahr häkle ich und will auch noch viel mehr andere Dinge wieder analog und bewusster machen. Ich benutze zwar noch PC und Internet, tu dies aber weniger und bewusster, aber ich habe auch bemerkt, dass ich auf gewisse Weise das Leben vor dem ganzen Internet/Computerhype (so ca. vor 20 Jahren) vermisse...auch die sich entwickelte High Consume Society (so will ich mal die Gesellschaft heute von "ich kann alles kaufen, wenn ich nur will...alles immer und egal wann") und deren "Dealer" sehe ich zunehmend besorgt zu und ich wende mich von Vielem, was so einem suggeriert wird...ich will nicht mein Leben minimalisieren oder so, aber es fehlt mir heutzutage ein Bezug der Gesellschaft zum RealLife und eine Sucht nach "immer mehr schneller höher weiter billiger"....

Ich wollte hier mal fragen, was ihr so macht, ob ihr da auch weniger macht, weniger konsumiert ("neue Medien", (a)soziale Netzwerke etc) oder ob ihr eher mehr wollt. Ob ihr irgendwelche analoge Hobbies angefangen habt um von dem ganzen Wahnsinn wieder ins reale echt Leben zurückzukommen...

Liebe Grüße

Holger


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Offline Sweta

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Re: Weniger ist mehr...
« Antwort #1 am: 10. Januar 2017, 20:37 Uhr »
Ein sehr schönes Thema hast du eröffnet  :)

Facebook habe ich nun auch schon eine Weile nicht mehr. Und ich muss sagen, vermissen tue ich es null. Erst wenn man sich davon löst merkt man, was für ein Zeitfresser es ist. WhatsApp steht als nächstes auf der Abschussliste. Da fällt es mir aber noch schwer. Früher sagte ich zwar immer, alles was man in 20 Minuten und 150 Whatsapp Nachrichten schreibt, kriegt man schneller mit einem Anruf erledigt. Im Moment ist es jedoch so, dass unsere kleine sobald sie das Telefon bimmeln hört, es sofort haben will. Also ist es gerade einfacher, mal eben schnell ein paar Worte hinter ihrem Rücken zu tippen, als sich das Geschrei anzuhören, weil sie das Telefon nicht haben darf. Vom Smartphone an sich mag ich mich nicht trennen. Zu günstig und natürlich komfortabel ist zB die Nutzung eines Navis darüber. Oder mal eben was googlen von unterwegs aus. Meist ist es nämlich einfacher sich zB auf die Webseite einer Bäckerei zu begeben um herauszufinden was aus deren Sortiment vegan ist, als die Fachkraft hinter der Theke zu fragen.  ::)
Im Moment ist mir der verschwenderische Konsum nicht nur was die Technik angeht zu viel. Ich versuche in jedem Bereich auszumisten. So habe ich vor kurzem unseren Kleiderschrank um ca die Hälfte reduziert. Es gibt jetzt nicht nur für unser Kind nur Baumwolle, vorwiegend bio und auch nur hell, möglichst ungefärbt und ungebleicht, sondern auch für uns.
Im Bad ist bei uns schon alles minimal und selbstgemacht. Sobald die Küche fertig ist, werde ich beim einräumen auch reduzieren. 10 Öle aber benutzt werden eh immer nur die 3 gleichen. Unsere alte 55m² Wohnung war gut gefüllt. Zwei Haushalte und keiner wollte so richtig Ausmisten. Erschreckender Weise sehen die 95m² aktuell nicht besser aus. Es fehlt zwar noch die Garage als Kellerersatz aber es muss trotzdem noch vieles weg, damit ich durchatmen kann. Da können auch schon mal ein paar Flaschen Öl zu viel nerven.  :D
Upcycling ist auch sehr interessant für mich. So bin ich gerade an einem Badezimmerteppich aus aussortieren Shirts dran.

RealLife steht auch eigentlich an erster Stelle. Ich mag Besuch. Zusammen quatschen, Film gucken, kochen und und und... Bin auch deshalb immer dran gewesen, dass der KWS nicht einschläft. So schön es auch ist sich hier auszutauschen, ich mag eine gemütliche Runde auf der Couch lieber...
« Letzte Änderung: 10. Januar 2017, 20:45 Uhr von Sweta »
Ich kann vielleicht nicht die Welt retten, aber ich bin lieber ein Teil der Lösung, als ein Teil des Problems!

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Offline Julie4Vegan

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Re: Weniger ist mehr...
« Antwort #2 am: 11. Januar 2017, 11:08 Uhr »
Mir gefällt der Beitrag auch sehr gut, einen Daumen hoch, für Holger  :korrekt:

Ein Thema womit ich mich immer wieder beschäftige ,,less is more´´. Ich habe ein Jahr lang komplett auf Handy und Facebook etc. verzichtet. Leider bin ich durch die Uni nun wieder im mehr dazu gezungen es zu nutzen  ::) aber ich merke die Abstinenz zeigt ihre Wirkung, man hat gelernt darauf zu verzichten und kann es problemlos abschalten.
Was ich im gegenzug mache, ist mich den ,,realen´´ Kontakten mehr zu widmen, weil ich das sozialer finde, als SOCIAL MEDIA.

Auch im Kaufverhalten habe ich mich stark verändert, ich kaufe deutlich weniger und auch deutlich weniger unnötiges Zeug.
Zu dem sortiere ich immer häufiger Dinge aus, ich gebe ab, was ich nicht mehr nutze, auch wenn mir das am schwersten fällt  :snickergirl:

Wirklich reich ist, wer mehr Träume in seiner Seele hat, als die Realität zerstören kann.

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Offline HolgerMaulwurf

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Re: Weniger ist mehr...
« Antwort #3 am: 11. Januar 2017, 19:27 Uhr »
Danke :)

Ich habe seit ca. 1/2 Jahr "nur" noch das Handy und schalte es auch oft aus...ich spare jede Menge Strom und es ist wunderbar ruhig...  :cyclops:

Offline #Tüte

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Re: Weniger ist mehr...
« Antwort #4 am: 11. Januar 2017, 22:27 Uhr »
Ich finde das Thema auch extrem wichtig, heute mehr denn je. Hätte viel dazu zu schreiben, aber z.Z. bleibt mir nur popliges Smartphone getippe, wo manchmal der Text sich verabschiedet, daher wetde ich das sobald lap und tastatur nachholen.
Freue mich jedenfalls, dass dad bei Dir so gut und konsequent klappt. Der Mehrgewinn an Zeit nd Ruhe ist unbezahlbar, denn damit kehrt wieder ein Stück weit Luxus ein!
http://deutsche-mitte.de
http://tinyurl.com/xy9313
ส็็็็็็็็็็็็็็็็็็็_(ツ)_ส้้้้้้้้้้้้้้้้
"Leute kaufen Sachen, die sie nicht brauchen, mit Geld, dass sie nicht haben, um Leuten zu imponieren, die sie nicht mögen."

Zu monieren, was Arbeitslose die Steuerzahler kosten, ist, wenn man bedenkt, was uns Kriege & Banken kosten, als würde man einen Moskitostich am Arm beheulen, während Dracula seine Zähne tief am Hals versenkt.

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Offline funky

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Re: Weniger ist mehr...
« Antwort #5 am: 13. Januar 2017, 16:11 Uhr »
Ausmisten ist cool, haben wir auch gerade hinter uns (wenngleich man kaum sagen kann, dass wir in irgendeiner Form minimalistisch ausgestattet wären mit allen möglichen elektronischen Geräten),
Analoges ist auch cool. Versuche immer mal wieder ein wenig Klavier bzw. Keyboard zu klimpern und die Gitarre auszupacken. Leider nicht motivierend, denn ich kann mich ohne Üben nicht verbessern aber habe keine tollen Anleitungen und keine Lust auf analoge Lehrer und dann verliere ich schnell wieder die Lust dran und habe wieder fast wochenlange Abstinenz. Darum habe ich zufälligerweise heute vormittag angefangen, nach geeigneten APPS zum Lernen zu gucken. Auf dem Tablet.  :kratz: 
Offline-Lesen tue ich halbwegs regelmäßig. Unökonomisch und unökologisch: echte Bücher. Dafür kann man die toll weiterverschenken oder tauschen. Habe im Moment Stephen King in Originalsprache für mich entdeckt. Toller Schreibstil.


Ich konsumiere gern. Ich gebe gern Geld für gute Sachen und Technik-Spielkram aus. Meine neue Heimkino-Soundanlage würde ich nicht mehr missen wollen, meinen 65" Panasonic-Plasma höchstens irgendwann gegen einen vergleichbar guten OLED austauschen. Computer brauche ich zum Arbeiten und Spielen. Aber das ist ja auch nur die Oberfläche. Dann gibt es ja noch Krams wie die Festplatten zu SSDs aufzurüsten, obwohl es eine alte Drehschleuder ebenfalls tun würde. Genau wie man auch einen älteren Computer benutzen könnte. Oder ein altes Handy eben. Und brauche ich wirklich Powerline-LAN, nur damit der WLAN-Empfang im Wohnzimmer besser wird? Nö. Brauche ich den JBL Charge 3, obwohl man auch die Smartphone-Lautsprecher nehmen könnte? Nö. Aber.

Gleiches gilt für mein Smartphone.

Besonders aktiv bin ich auch nicht in facebook (im Vergleich zu anderen), aber natürlich schlage ich auch gut Zeit damit tot. Ich kann aber auch nichts tun. In der Bahn sitzen und Nachdenken und Reflektieren zum Beispiel. Viele ertragen das Nichtstun ja gar nicht mehr.

Auf WhatsApp zu verzichten ist für mich quasi nicht möglich.
Natürlich kann man diskutieren, ob gerade alte Freundschaften intensiver bestehen bleiben würden, wenn man eher mal telefoniert, als wenn man einen Chat hat, in dem Leute immer mal wieder was schreiben oder Fotos aus ihrem Leben posten, aber wodurch man weniger Briefe schreibt oder eben telefoniert. Zusammenfassung: Ich vermute eher nein. Das ist ein Leben aus einer vergangenen Zeit.

Wir leben in einer anderen Zeit. Wir sind als Kinder gerade noch mit dem Slow-Mo-Leben (durch Wald und Wiese toben, Bücher lesen, Brettspiele spielen, mit der Phantasie spielen...wobei meine kleinen Neffen das alles auch machen aber gleichermaßen magisch von Bildschirmen angezogen werden wie die Motten) zu Jugendlichen geworden und wurden dann von der technischen Entwicklung irgendwie überrollt, etwas, womit die Kinder seit wenigen Jahren von Anfang an aufwachsen. Dadurch stresst sie uns vielleicht. So ähnlich, wie vor 15 Jahren bis jetzt noch die älteren Generationen sich teilweise mit Computerarbeit schwer tun.


Wir denken, wir müssen uns durch strenge Abstinenz entstressen und entschleunigen. Das halte ich aber nicht für notwendig. Denn das stresst möglicherweiser auch wieder, trotz der Entspannung, die man vielleicht erfährt. Man sollte lieber konsequent auch mal das Smartphone weglegen oder stummschalten, wenn man es möchte. Oder das bei Offline-Treffen zur Gewohnheit machen. Neulich ging mal wieder ein Foto durch facebook (!), auf dem alle Smartphones in einem Korb auf dem Tisch des Restaurants liegen. Wer seins zuerst nimmt, muss die Rechung zahlen. ;-)


Und was ist mit Leuten, die wenige Real-Life Freundschaften oder Bekanntschaften haben und über ihr Smartphone wenigstens ein wenig Kontakte pflegen können? Ich persönlich wäre bspw. auch ziemlich einsam, rein schon vom Wohnort her, hätte ich nicht mein Handy und Computer. Na gut, granted, oder eben das Festnetztelefon. Freundschaften schließen oder Bekanntschaften pflegen wäre bei mir nicht leichter ohne Social-Media oder Social-Apps.


Ein Thema, das man ellenlang erörtern könnte. Allein zu meinen aufgeführten paar Punkten könnte ich noch ewig viel schreiben. Für und Wider, Hin und Her. Ja, Jein und Nein. Und so.

Jedenfalls finde ich es gut, sowas zu machen, wenn man meint, dass man es braucht.
Für mich würde das nur temporär funktionieren, aber ein Steinzeitleben wäre nicht mal zur Profilierung was für mich, um mal vom extremsten Szenario auszugehen. Es wäre vielleicht möglich und es wäre vielleicht toll. Aber ich will das nicht.
Vielleicht kommt ja irgendwann die (Zombie-)Apokalypse, die uns diese Entscheidung abnimmt.  :smileee:

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Offline HolgerMaulwurf

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Re: Weniger ist mehr...
« Antwort #6 am: 13. Januar 2017, 16:49 Uhr »
O-Ton meines Therapeuten: "Nichts tun ist NICHT nichts tun"...  :)

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Offline Julie4Vegan

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Re: Weniger ist mehr...
« Antwort #7 am: 15. Januar 2017, 09:55 Uhr »
Viele ertragen das Nichtstun ja gar nicht mehr.


... da gebe ich dir wirklich recht, ich fahre ja nun seit einigen Monaten Bahn und beobachte es immer wieder, wie sehr viele Menschen das nicht mehr können.
Ich sehe Menschen über 30 min. lang, nur über ihr Display scrollen und dabei nicht mal etwas genauer betrachten, nein nur rasantes scrollen   ???  das ist ja weniger schlimm, als diese Menschen, die sofort so bald sie in der bahn sitzen, irgendwen anrufen müssen und dann nur irgend ein Zeug quaseln, direkt auflegen, wieder jemanden anrufen und es geht die ganze Zeit so weiter. Ich sehe das bei gewissen Kandidaten jeden Morgen, während ich dabei einfach nur die Augen zu machen möchte und manchmal die Ohren gleich mit.

Wir leben in einer anderen Zeit.

Das ist wahr, aber nicht immer war es gut, was uns das neue einer Zeitalter brachte. Manchmal haben wir negative Folgen erst spät überhaupt zur Kenntnis genommen. Was bei neuartigen Erfindungen ja auch gar nicht anders sein kann. Daher ich denke ich auch dass man nicht verlernen sollte ohne Schnick Schnack auszukommen. ( Ist nur meine Sicht)

Wer seins zuerst nimmt, muss die Rechung zahlen. ;-)

Das würde ich gewinnen  :thumbsup: Das finde ich auch richtig gut. Denn besonders während meiner Smartphone Abstinenz, bemerkte ich es auch mehr wie andere das Smartphone nutzen. Störend finde ich es dann schon, wenn es bei Unterhaltungen immer wieder ein Smartphone gezügt wird.  ::)  mein Bruder ist da so heldenhaft mit seinen Joke-Videos ... naja, ich brauch es nicht, Denn ich sehe meine Familie jetzt nur noch ganz selten, für ein paar Stunden. Ich will mich mit meinen Eltern unterhalten. Da will ich mir nicht die wertvolle Zeit von irgendwelchen Clips rauben lassen, das nervt   >:(

Und was ist mit Leuten, die wenige Real-Life Freundschaften oder Bekanntschaften haben und über ihr Smartphone wenigstens ein wenig Kontakte pflegen können? Ich persönlich wäre bspw. auch ziemlich einsam, rein schon vom Wohnort her, hätte ich nicht mein Handy und Computer.

Das kann ich nur bestätigen :lolrofl: da in der Gegend ist manches ohne Internet schwierig.
Man könnte sagen, dass Funky und ich so zu sagen Wohnorte getauscht haben    :dancydance:
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Offline Ratatöskr

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Re: Weniger ist mehr...
« Antwort #8 am: 17. Januar 2017, 16:44 Uhr »
Ich habe mir abgewöhnt, etwas "einfach so" zu kaufen. Mit einer Ausnahme: Bücher. Alles andere beschaffe ich mir, wenn es nötig ist, und achte dann auf umweltfreundliche und faire Herstellungsbedingungen, wenn es irgend geht. Auch Geschenke ersetze ich vorzugsweise durch Schenken gemeinsamer Aktionen, wenn "gar nichts" nicht akzeptiert wird. Nur mit dem Handy geht es mir gerade andersherum. Hab vor meinem ersten China-Allein-Urlaub im letzten Jahr die chinesisches Entsprechung zu Whatsapp auf das Handy geladen, Wechat, auf Drängen meiner teilchinesischen Verwandtschaft. Meine Sprachlehrerin bemerkte dazu: Na endlich. Aber ich habe noch nicht festgestellt, dass das dazu führt, dass ich nun ständig an dem Ding hänge.

Ich bin glücklicher, seit ich mir diese Gedanken mache.
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Offline Sweta

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Re: Weniger ist mehr...
« Antwort #9 am: 17. Januar 2017, 20:53 Uhr »
 :D soll mal einer aus meinem Familien-/ Freundeskreis Wagen "nichts schenken" nicht zu akzeptieren... Bei uns bekommen nur die Kinder was und da will ich nun auf schöne selbst gemachte Dinge umsteigen, als unnötig Geld, am besten auch noch für billig Plastik auszugeben...
Eine Schwäche für Bücher muss ich auch zugeben. So eine eigene kleine Bibliothek, hm, herrlicher Gedanke.
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Offline kleine1002

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Re: Weniger ist mehr...
« Antwort #10 am: 20. Januar 2017, 12:17 Uhr »
Schönes Thema, sehr facettenreich.  :korrekt:

Also im Vergleich zu den meisten im meinem Umfeld bin ich eher minimalistisch. Ich finde den Konsum-Wegwerf-Konsum-Terror auch ganz fürchterlich und versuche Dinge so lange wie möglich zu nutzen. Ausgemistet habe ich kürzlich auch. Allerdings ist mir dabei aufgefallen, dass es schon eine anspruchsvolle Gradwanderung ist, zwischen "ich bewahre Dinge auf, damit ich nicht ständig was neues komsumieren muss" und "ich mülle mich mit Zeugs zu und habe unnötig viel". Acu finde ich, dass man sich nicht dem "Ich brauch immer das tollste und neueste Zeug" ergeben muss. Ne Freudin sagte neulich, sie hätte sich für 300 € Joop-Handtücher gekauft. Hm, ich benutze welche, die ich noch von zu Hause mitgenommen habe...
Man kauft schon viele unnütze und vor allem unnötig teure Sachen. Ist mir jetzt wieder bewusst geworden, seit dem ich ein Patenkind in Indien unterstütze, das von 50€ im Monat Essen, Unterkunft und Schule finanzieren kann. 

Mit Upcycling habe ich mich auch schon befasst. In meiner kurzen arbeitslosen Phase habe ich das Falten von alten Büchern zu Kunstwerken für mich entdeckt und schon einige verschenkt. Und ich habe mit dem Nähen begonnen, z.B. aus alten Jeanshosen nen coolen Rock genäht. Macht Spaß, leider fehlt die Zeit.

Auch beim Medienkonsum bin ich vergleichsweise zurückhaltend. Habe eh noch nie verstanden, warum man Internetsüchtig werden kann. Ich benutze es in erster Linie zu nützlichen Zwecken, beruflich oder mal um was zu bestellen, sich zu informieren. Aber nicht zur Unterhaltung (abgesehen von diesem Forum).
Smartphones sind schon praktisch und WhatsApp erleichtert vieles (und das sage ich, die sich lange dagegen gestreubt hat...). Aber wenn ich mir da den Konsum mancher Leute angucke.... da bin ich weit von entfernt...

Übrigens sagt man ja immer, dass die heutigen Jugendlichen "digital natives" sind. Allerdings musste ich eben noch feststellen, dass in der 8. Klasse die wenigsten in der Lage sind, mit einem PC zu arbeiten (sowas simples wie Ordner öffnen oder woanders hinziehen). Ich war mal wieder geschockt, aber das bin ich hier öfter  :lolrofl:

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Offline Ratatöskr

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Re: Weniger ist mehr...
« Antwort #11 am: 20. Januar 2017, 12:34 Uhr »
Falten von alten Büchern zu Kunstwerken? Das musste ich googeln, um es mir vorzustellen zu können: 

http://www.swr.de/buffet/kreativ/buecher-im-3d-effekt-falten/-/id=257204/did=16014022/nid=257204/1i1ngan/

Tolle Idee! Leider geht es mir wie Dir, die Zeit für das Upcycling fehlt, von kleinen Reparaturen und Flicken mal abgesehen.
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Offline HolgerMaulwurf

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Re: Weniger ist mehr...
« Antwort #12 am: 20. Januar 2017, 12:43 Uhr »
Das sieht schon sehr geil aus...
  :)

Offline kleine1002

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Re: Weniger ist mehr...
« Antwort #13 am: 20. Januar 2017, 17:46 Uhr »
Genau

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Offline HolgerMaulwurf

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Re: Weniger ist mehr...
« Antwort #14 am: 20. Januar 2017, 18:19 Uhr »