Autor Thema: Poetiks, Poem und Gedichte , Literatur der Romantik  (Gelesen 1538 mal)

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Offline Julie4Vegan

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Poetiks, Poem und Gedichte , Literatur der Romantik
« am: 15. Januar 2017, 13:56 Uhr »
Hallo meine lieben Grasbeisserle,  :grasbeisserle:
hier möchte ich passend zu meinem Studium gerne etwas über Literatur posten, sowohl über die Dichter als auch Gedichte an sich.
Besonders schwierig für mich ist es, alte englische Gedichte zu übersetzen, das werde ich aber dennoch versuchen, weil ich das für mein Studium nunmal brauche, wer Beiträge findet die zum Thema passen oder Hilfe und Verbesserungsvorschläge hat, darf hier gerne etwas dazu posten.
Wer es nicht mag, muss es einfach nicht beachten. Wer lust hat seinen Horizont auch kulturell zu erweitern, ist gerne willkommen.

Neulich, habe ich in meiner Romantik-Vorlesung etwas über Lord Byron gelernt, aber den hebe ich mir noch für später auf.  :snickergirl: In den Vorlesungen hört man häufig von dem skandalösen Leben der Künstler, meint ihr es gehört dazu, soll geistreiche Worte und Emotionen auszudrücken, weil man exzessiv lebt ?


Es passt sogar irgendwie noch zum Thema Grasbeisser, weil es ein Gedicht ist welches von Mutter Natur handelt

Hier habe ich mir mal die Mühe gemacht, die erste Strophe des Gedichts ''on fame'' 1884
von John Keats zu übersetzen.
Lebte 31. Oktober 1795 - 23. Februar 1821

ON FAME
,, Fame, like a wayward girl, will still be coy
To those who woo her with too slavish knees,
But makes surrender to some thoughtless boy,
And dotes the more upon a heart at ease;
She is a Gipsey,—will not speak to those
Who have not learnt to be content without her;
A Jilt, whose ear was never whisper’d close,
Who thinks they scandal her who talk about her;
A very Gipsey is she, Nilus-born,
Sister-in-law to jealous Potiphar;
Ye love-sick Bards! repay her scorn for scorn;
Ye Artists lovelorn! madmen that ye are!
Make your best bow to her and bid adieu,
Then, if she likes it, she will follow you.''

Übersetzt von mir
,, Auf Ruhm´´
Ruhm, wie ein widerspenstigen Mädchen, wird noch verschämt
Für Diejenigen, welche sie umwerben mit knechtend knien,
Jedoch gibt sie Hingabe an einen gedankenlose Junge,
Und liebt abgöttisch mehr um ein Herz mit Leichtigkeit;
Sie ist eine Reisende, wird nicht mit denen sprechen,
welche nicht gelernt haben, ohne sie zufrieden zu sein;
Einen Laufpass, dessen Ohr nie nahe geflüstert wurde,
wer denkt, sie zu verrufen, der über sie spricht;
Eine wirkliche Reisende ist sie, Heiligen-entsprungene,
Schwester-im-Recht zur eifersüchtigen Leibwächterin;
Ihr Liebes-kranken Geschichtenerzähler! Vergeltet ihre Verachtung für Hohn;
Ihr Künstler, liebestolle! Wahnsinnige, die ihr seid!
Macht euren besten Bogen um sie und bietet adieu,
Dann, wenn sie es mag, wird sie dir folgen. ''
« Letzte Änderung: 15. Januar 2017, 14:10 Uhr von Julie4Vegan »


Wirklich reich ist, wer mehr Träume in seiner Seele hat, als die Realität zerstören kann.

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Offline Julie4Vegan

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Re: Poetiks, Poem und Gedichte , Literatur der Romantik
« Antwort #1 am: 15. Januar 2017, 15:02 Uhr »
Teil 2  von John Keats ,, On Fame''

,, “You cannot eat your cake and have it too.”—Proverb.
 
HOW fever’d is the man, who cannot look   
  Upon his mortal days with temperate blood,   
Who vexes all the leaves of his life’s book,   
  And robs his fair name of its maidenhood;   
It is as if the rose should pluck herself,          
  On the ripe plum finger its misty bloom,   
As if a Naiad, like a meddling elf,   
  Should darken her pure grot with muddy gloom:   
But the rose leaves herself upon the briar,   
  For winds to kiss and grateful bees to feed,          
And the ripe plum still wears its dim attire,   
  The undisturbed lake has crystal space;   
  Why then should man, teasing the world for grace,   
  Spoil his salvation for a fierce miscreed?''

Übersetzung
,, "Du kannst deinen Kuchen nicht essen und ihn auch haben." - Sprichwort.
 
 
Wie fieberig ist der Mann, der nicht sehen kann
   Auf seine sterblichen Tage mit gemäßigtem Blut,
Wer quältt alle Blätter seines Lebens Buch,
   Und raubt seinem gerechten Namen seiner Ehre;
Es ist, als ob die Rose sich selber pflücken sollte,
   Auf der reifen Pflaume greift ihre verschleierte Blüte,
Als ob eine Naiad-Wassernymphe, wie ein einmischender Elf,
   sollte verdunkeln ihre reine Grotte mit schmutziger Düsternis:
Doch die Roseblätter selbst auf dem Dornenbusch,
   um Winde zu küssen und dankbare Bienen zu füttern,
Und die reife Pflaume trägt noch ihre dunkle Festtracht,
   Der unberührte See hat Kristallraum;
   Warum sollte der Mensch, der die Welt um Gnade hänselt,
   Verderben seine Rettung für einen heftigen Irrglauben? ''
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Offline Ratatöskr

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Re: Poetiks, Poem und Gedichte , Literatur der Romantik
« Antwort #2 am: 17. Januar 2017, 20:36 Uhr »
Hallo Julie,

ein wunderschönes Thema, danke! Du hast mich auf den Geschmack gebracht, ich werde morgen mal mehr von Keats lesen. Ob Exzentrik zum Künstlerdasein gehört? Vielleicht ist das inzwischen zu sehr ein Klischee geworden, vielleicht haben inzwischen zu viele Menschen versucht, sich durch Exzentrik den Anstrich eines Künstlers zu geben. Ich kann mir jedenfalls durchaus eine/-n Künstler/-in vorstellen, die oder der Kunst einfach nur als eine Arbeit versteht, die zu tun ist, eine Suche nach Ausdruck für das, was ausgedrückt werden will. Das geht auch im stillen Kämmerlein, vielleicht nicht gerade mit dem Regenschirm vor dem Leck im Dach, wie Spitzweg den armen Poeten gemalt hat, aber doch schon mit einem Tablet vor sich und der berüchtigten Angst vor dem weißen Blatt in sich.

Gute Nacht wünsch ich Dir.
Tu, was Du nicht lassen kannst.

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Offline Julie4Vegan

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Re: Poetiks, Poem und Gedichte , Literatur der Romantik
« Antwort #3 am: 17. Januar 2017, 23:13 Uhr »
Zuerst möchte ich sagen dass ich mich freue, dass Interesse an dem Thema gezeigt wird. Die Epoche der Romantik ist so sagenumwoben, mystisch und deshalb für mich sehr interessant. Die Frühromantik, die Hochromantik und die Spätromantik, besonders die Spätromantik (die Viktorianische-Periode) aus der sich auch der heutige ,,STEAMPUNK’’ entwickelte haben es mir wirklich angetan.
Man stelle sich mal vor, als Königin Victoria 1861 ihren Mann verlor, trug sich daraufhin nur noch schwarze Kleidung, bis zu ihrem Tod 1901. Das gesamte Volk tat es ihr gleich, schwarze Kleidung ist ein Markenzeichen für diese Zeit, warum man u.a. auch von  ,,DARK ROMANTICISM’’ spricht.

Ratatöskr, wenn du etwas aus der Romantik Epoche lesen möchtest, schlage ich dir etwas von Lord Byron vor (George Gordon Noel Byron).
Er gehörte zu den 6 größten Epochenreitern der Romantik.
Er war einer dieser Künstler mit allen möglichen Eskapaden, er lief bewaffnet durch Haus rum, drohte seiner schwangeren Frau an, das gemeinsame Kind erwürgen zu wollen, die zeigte sich wenig interessiert an solchen Äußerungen, denn sie waren typisch für ihn.
Seine Ehe zerbrach, die Frauen lagen ihm zu Füßen
Er war zu seiner Zeit unfassbar berühmt ! Nur wegen seiner Kunst ?
Und er war ganz klar der BAD BOY seiner Zeit. Eines seiner größten Werke war ,,Don Juan’’.

Bei Lord Byron wird häufig auch vom Antihelden oder dem ,,byronical hero’’ der einem typischen Helden gar nicht entspricht, gesprochen.
George Gordon Lord Byron (1788-1824)                     

She Walks in Beauty

1
,, She walks in beauty, like the night
Of cloudless climes and starry skies;
And all that’s best of dark and bright
Meet in her aspect and her eyes;
Thus mellowed to that tender light
Which heaven to gaudy day denies.

2
One shade the more, one ray the less,
Had half impaired the nameless grace
Which waves in every raven tress,
Or softly lightens o’er her face;
Where thoughts serenely sweet express,
How pure, how dear their dwelling-place.
3
And on that cheek, and o’er that brow,
So soft, so calm, yet eloquent,
The smiles that win, the tints that glow,
But tell of days in goodness spent,
A mind at peace with all below,
A heart whose love is innocent!’

Übersetzt


Sie schreitet in Schönheit

,,Sie schreitet in Schönheit, wie die Nacht
bei wolkenlosen Atmosphären
und sternklaren Himmeln;
und alte Vorzüge des Dunklen und Hellen
vereinigen sich in ihrer Erscheinung
und ihren Augen:
so gemildert zu jenem zarten Licht,
dass der Himmel dem grellen Tag verweigert.

2

Ein Schatten mehr, ein Strahl weniger /
hätte die unbeschreibliche Anmut
fast beeinträchtigt,
welche in jeder rabenschwarzen Locke wallt
oder weich über ihr Antlitz leuchtet;
wo heitersüße Gedanken
zum Ausdruck bringen,
wie rein, wie teuer ihre Wohnstatt.

3

Und auf jener Wange und über jene Braue,
so weich, so ruhig, und doch so beredt,
erzählt das Lächeln, das einnimmt,
die Farben, die strahlen,
nur von Tagen, die in Güte verbracht sind,
einem Geist, der im Frieden ist
mit allem [hier] drunten,
einem Herz, dessen Liebe unschuldig ist. ‘’
« Letzte Änderung: 17. Januar 2017, 23:26 Uhr von Julie4Vegan »
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Offline Ratatöskr

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Re: Poetiks, Poem und Gedichte , Literatur der Romantik
« Antwort #4 am: 18. Januar 2017, 10:41 Uhr »
Lord Byron, ja, von dem hab ich gehört. Aber jetzt hab ich erst einmal ein bisschen Keats gelesen. Und als ehemalige treue Dosenöffnerin natürlich gleich mein Lieblingsgedicht gefunden und mich auch an eine Übersetzung gewagt:

Cat! who hast pass'd thy grand climacteric,
How many mice and rats hast in thy days
Destroy'd? - How many tit bits stolen? Gaze
With those bright languid segments green, and prick
Those velvet ears - but pr'ythee do not stick
Thy latent talons in me - and upraise
Thy gentle mew - and tell me all thy frays
Of fish and mice, and rats and tender chick.
Nay, look not down, nor lick thy dainty wrists -
For all the wheezy asthma, - and for all
Thy tail's tip is nick'd off - and though the fists
Of many a maid have given thee many a mail,
Still is that fur as soft as when the lists
In youth thou enter'dst on glass bottled wall.

Katze! Die Du den Zenit des Lebens überschritten,
Wie viele Mäuse, Ratten hast in Deinen guten Tagen Du
Zerstört? – Wie viele Leckereien frech gestohlen? Schau
mit jenen lichten grünen Feldern träge, und spitze
die samtweichen Ohren – doch bitte bohr mir nicht
die verborgenen Krallen in die Haut – und lass hören
Dein freundliches Miau –  erzähl von Deinen Kämpfen
Mit Fischen, Mäusen, Ratten, zarten Hühnchen.
Nein, senk nicht den Kopf, leck nicht die zarten Fußgelenke –
Trotz allen Keuchens, Atemnot – und trotz
Der abgeknickten Spitze Deines Schwanzes – und obwohl
Manch eine Magd Dir übel mitgespielt,
Ist doch Dein Fell noch immer weich, wie einst,
als Du die Schrägen scherbenbestückter Mauern abgelaufen.


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Offline Julie4Vegan

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Re: Poetiks, Poem und Gedichte , Literatur der Romantik
« Antwort #5 am: 21. Januar 2017, 12:24 Uhr »

Still is that fur as soft as when the lists
In youth thou enter'dst on glass bottled wall.

Ich bin nicht sicher ob ich richtig liege, aber ich würde den Satz so verstehen:

,, Ist doch Dein Fell noch immer weich, wie einst,
wenn die Schranken,
der Jugend/ als Junges,
in Glaswände/ Glasflaschen-Wände
einschlugen. ''
« Letzte Änderung: 21. Januar 2017, 12:44 Uhr von Julie4Vegan »
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Re: Poetiks, Poem und Gedichte , Literatur der Romantik
« Antwort #6 am: 21. Januar 2017, 20:29 Uhr »
Danke, dass Du mich dazu bringst, der Sache noch ein bisschen tiefer auf den Grund zu gehen. Insgesamt muss ich mir was darunter vorstellen können, das fällt mir bei Deinem Vorschlag schwer. Aber meiner folgt oberflächlich einem Einfall. Ich habe ein etymologisches Wörterbuch gefunden:

http://www.etymonline.com/index.php?allowed_in_frame=0&search=enter

 "thou enter-dst" würde ich ähnlich wie heute "you entered" als "Du hast betreten" übersetzen (wenn wir das englische Imperfekt durch das im Deutschen gebräuchlichere Perfekt in der abgeschlossenen Vergangenheit verwenden). Wen oder was betreten? Die "lists", Deine "Schranken" dürften richtiger sein als meine "Schrägen", die ich an eine seltene Bedeutung von list als etwas Schiefes gewählt hatte (krängen eines Schiffes). Aber schau mal, was das etymologische Wörterbuch bietet: "This also is the list in archaic lists "place of combat" (late 14c.)" Was würde besser an dieser Stelle passen?! Die Katze hat früher die Plätze betreten, an denen sie mit ihresgleichen heldenhaft gekämpft hat! Und die lagen, das würde ich gern wieder meiner eigenen Interpretation folgen, auf den Mauern, die man früher durch Glasflaschenscherben zusätzlich davor gesichert hat, von Einbrechern überstiegen zu werden. Also

"Ist doch Dein Fell noch immer weich, wie einst, als Du die Kampfplätze auf scherbenbesetzten Mauern betreten hast." Oder vielleicht etwas freier und rhythmischer:

"Ist doch Dein Fell noch immer weich, wie einst,
zu Zeiten Deiner Kämpfe auf den glasbewehrten Mauern."

Das macht Spaß!
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Re: Poetiks, Poem und Gedichte , Literatur der Romantik
« Antwort #7 am: 21. Januar 2017, 21:37 Uhr »
Ratatöskr du wärest sicher eine gute Literatur-Studentin  :D Das lese ich schon.
Und ich gebe dankend zurück, dass du mich dazu bringst mich näher mit englischer Poesie zu beschäftigen, es hilft ungemein, wenn man weiß dass jemand mitliest, dann möchte man sich bei der Übersetzung bemühen. :korrekt:
Danke , auch für den Link mit dem Wörterbuch, sowas hilft mir immer sehr.

Also wie das bei der Übersetzung von Gedichten immer so ist, ist es möglich dass sogar beides richtig ist, ich habe das Wort ,,lists'' auch als Liste, Schranken oder als Plätze gefunden.
Bei Gedichten ist es schwer zu sagen, ob man das Wort nun für bare Müntze nimmt, oder ob der Autor vielleicht zur Interpretation anregen will.
Mit meinem Satz dachte ich an sowas wie, dass die Katze in Jugend noch solch jugendlichen Leitsinn besaß, der durch die Erfahrung des älter werdens, eingeSCHRÄNKT wurde, durchbrochen wie Glaswände.
Dennoch ist der jugendliche Leichtsinn da, durch dass immer noch weiche Fell ausgedrückt.
Aber das ist nun mal nur eine Art der Interpretation.

Durch die ,,Plätze'' die du angesprochen hast und die Glasbestückten Wände (was ich vorher auch nicht wusste :korrekt: )
gefällt mir diese Interpretation doch sehr
 "Ist doch Dein Fell noch immer weich, wie einst, als Du die Kampfplätze auf scherbenbesetzten Mauern betreten hast."

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Re: Poetiks, Poem und Gedichte , Literatur der Romantik
« Antwort #8 am: 22. Januar 2017, 10:16 Uhr »
Danke Julie, jetzt verstehe ich Deine Interpretation besser.

Ich war mal Literatur-Studentin. Germanistik, Magister hieß das damals noch. Und Finnougristik. War unmöglich, nachher damit einen Job zu bekommen. Aber ich bereue es trotzdem nicht: lebenslange Freude an Wörtern, Texten, Sprache. Jetzt tu ich was eher Langweiliges fürs Geldverdienen, hab dabei aber immer noch genügend Gelegenheit, den Bürocomputer auch anders zu nutzen ;). Wünsch Dir trotzdem mehr Erfolg, aber vor allem weiterhin viel Freude.
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Offline Julie4Vegan

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Re: Poetiks, Poem und Gedichte , Literatur der Romantik
« Antwort #9 am: 22. Januar 2017, 21:37 Uhr »
Toll  :thumbsup: eine Literatur-Studentin   :dancydance: Was besseres kann mir ja nicht passieren.
Ich studiere ja Anglistik im Kernfach, Germanistik Vergleichende Literatur und Kulturwissenschaft ist mein Begleitfach.
Es ist sehr interessant, vorallem Literatur und Kriminalltät ist eine meiner Lieblingsveranstaltungen.
Du hast recht man bekommt einen ganz anderen Bezug zu Wörtern und Texten, ich vorallem auch zu den Epochen und Autoren.
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Offline Ratatöskr

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Re: Poetiks, Poem und Gedichte , Literatur der Romantik
« Antwort #10 am: 23. Januar 2017, 10:59 Uhr »
Eine schöne Fächerkombination! Was macht Ihr in Kulturwissenschaft? Eher weltweiter Kulturvergleich oder auch - wie soll ich das nennen - Mikrokulturen? Ich meine die Unterschiede zwischen Regionen oder auch nur Stadtvierteln.

Und "Literatur und Kriminalität" klingt nach professionellem Krimilesen  ;D . Wobei das "Fräulein von Scuderi" wahrscheinlich immer noch auf der Lektüreliste steht, oder?
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Offline Julie4Vegan

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Re: Poetiks, Poem und Gedichte , Literatur der Romantik
« Antwort #11 am: 23. Januar 2017, 20:22 Uhr »
Mirkrokulturen  :thumbsup:

In ,,Einführung in die Germanistik (historisch&gegenwartssprachlich)'' gehen wir bis in die kleinsten Dörfer.
 ::)
Da die deutsche Sprache, ja so regional abhängig ist. Das ist schon echt ein Ding. Rückverfolgt bis INDOGERMANISCH.

Kriminalität und Literatur ist ein tolles Fach, Kriminalromane sind da das A und O, aber nicht nur das, es ist auch ein großer juristischer Teil mit verbunden, bei dem wir genauer betrachten wie sich die Verbrechensaufklärung seit dem 17. Jahrhundert gewandelt hat. Hat man damals noch Menschen gerädert und gefoltert...nimmt man sie heute ins Kreuzverhör. Natürlich beinhaltet das auch, das Fräulein Scuderie, Holmes und Kollegen...Werke von Schiller, Kleist und Puschkin sind unter anderem mit dabei.
Also nicht nur die Aufklärung von Verbrechen, sondern auch die Ermittlung und die Bestrafung werden genauer besprochen.
Toll war auch, über die Duellierung mehr zu erfahren, oder Verbrechensballaden die der Ursprung der Kriminalromane sind.
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Offline Ratatöskr

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Re: Poetiks, Poem und Gedichte , Literatur der Romantik
« Antwort #12 am: 24. Januar 2017, 10:39 Uhr »
Jetzt hast Du mich an Monsieur Vidocq erinnert, bin ganz versunken in den Wikipedia-Artikel:

https://de.wikipedia.org/wiki/Eug%C3%A8ne_Fran%C3%A7ois_Vidocq

Dessen Leben soll großen Einfluss auf die Figur des aufklärenden Detektivs in der Literatur gehabt haben.

Kennst Du eigentlich "Schwester" Fidelma? Eine irische Anwältin, Königstocher, Nonne aus dem 6. Jahrhundert, erdacht von Peter Tremayne, der sehr solides Hintergrundwissen über die irischen Rechtsgepflogenheiten der Zeit bietet, rüttelt unsere Vorurteile über das ach so finstere Frühmittelalter gehörig durcheinander. Ich mag das, obgleich ich an Stil und Aufbau der Geschichten hin und wieder was zu mäkeln habe.
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Offline Ebony

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Re: Poetiks, Poem und Gedichte , Literatur der Romantik
« Antwort #13 am: 24. Januar 2017, 11:26 Uhr »
Da ich gelernt habe, dass man nicht heimlich lauscht, bekenne ich, dass ich eurer Unterhaltung interessiert folge  :wave:. Ist für mich streckenweise sehr spannend.
Die Welt ist kein Machwerk und die Tiere sind kein Fabrikat zu unserem Gebrauch.
Nicht Erbarmen, sondern Gerechtigkeit ist man den Tieren schuldig.

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Offline Julie4Vegan

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Re: Poetiks, Poem und Gedichte , Literatur der Romantik
« Antwort #14 am: 24. Januar 2017, 11:59 Uhr »
 ;) Sehr höflich von Ihnen, Frau Ebony  :wave:

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