Autor Thema: Religionsdiskurs - Christentum vs. Islam  (Gelesen 6401 mal)

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Ralik

  • Gast
Re: Religionsdiskurs - Christentum vs. Islam
« Antwort #15 am: 05. Januar 2012, 23:00 Uhr »
Mist. Das traue ich mir nicht zu gucken, bin son Weichei. Obwohl ich ja auf das Aramäisch neugierig bin. Soll angeblich zeitgenössisch sein... Aber ob ohne amerikanischen Akzent... grübel...

Fay

  • Gast
Re: Religionsdiskurs - Christentum vs. Islam
« Antwort #16 am: 05. Januar 2012, 23:55 Uhr »
Bin auch ein Überweichei, aber das sollte man schon gesehen haben.^^

Paul

  • Gast
Re: Religionsdiskurs - Christentum vs. Islam
« Antwort #17 am: 06. Januar 2012, 00:18 Uhr »
Zitat
Na ja. Das Judentum "unterlag" im Kampf der Religionen ganz einfach..

so einafch ist es nicht. das judentum ist mit der jüdischen abstammung stark verknüpft, wenn auch nicht absolut. natürlich gab es durch die epochen hinweg eine starke vermischung mit den jeweiligen locals, aber im prinzip ändert das nichts an der tatsache das das judentum per se nicht missionarisch ist, im gegensatz zum islam und dem christentum, diese sind nicht an ethnien gebunden und von anfang an auf expansion ausgerichtet und auch entsprechend ausgestaltet.

Nescius

  • Gast
Re: Religionsdiskurs - Christentum vs. Islam
« Antwort #18 am: 06. Januar 2012, 10:41 Uhr »
Quelle?
Ich bringe es trotzdem mal an: Das Neue Testament. ;)

Ich kann mir allerdings gut vorstellen, dass die Juden Jesus nicht als ihren Messias oder als Revolutionär akzeptieren wollten und ihn so schnell wie möglich los werden wollten.

so einafch ist es nicht. das judentum ist mit der jüdischen abstammung stark verknüpft, wenn auch nicht absolut. natürlich gab es durch die epochen hinweg eine starke vermischung mit den jeweiligen locals, aber im prinzip ändert das nichts an der tatsache das das judentum per se nicht missionarisch ist, im gegensatz zum islam und dem christentum, diese sind nicht an ethnien gebunden und von anfang an auf expansion ausgerichtet und auch entsprechend ausgestaltet.
Die Expansion muss sich nicht auf die Quantität der Gläubigen stützen. Ohne jetzt die Verschwörung vom Finanzjudentum zu spinnen, waren Juden oftmals in gesellschaftlich wichtigen Positionen (Händler, Kaufleute, Unternehmer) zu finden, die es ihnen ermöglichten, entschiedenen Einfluss auf die Gesellschaft zu nehmen.

Offline kleine1002

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Re: Religionsdiskurs - Christentum vs. Islam
« Antwort #19 am: 06. Januar 2012, 11:38 Uhr »
Quelle?
Ich bringe es trotzdem mal an: Das Neue Testament. ;)

Ich kann mir allerdings gut vorstellen, dass die Juden Jesus nicht als ihren Messias oder als Revolutionär akzeptieren wollten und ihn so schnell wie möglich los werden wollten.


Ich hab mich zwar mehr mit dem biblischen als mit dem historischen Jesus befasst, aber meines Wissens nach hat er bei den streng gesetzestreuen Juden für Empörung gesorgt, weil er die Gesetze einfach reformiert, bzw. in deren Augen gebrochen hat. Überhaupt war das Messiasbild wohl ein anderes, als das was Jesus dann wirklich war.  Mit Sündern speisen usw. kam nicht so gut an. Dass er bei der jüdischen Elite nicht beliebt war, ist schon plausibel.
Ich hab hier allerdings auch einen Artikel aus der GEO, wo gemeint wird, dass die Version der Bibel, von wegen Pilatus wäscht seine Hände in Unschuld und die Juden forderten den Tod, wohl eher religionspolitisch gefärbt ist. Die Christen hatten sich zur Zeit der Verfassung des Mk-Evangeliums wohl gerade vom Judentum distanziert und waren eher auf Werbung bei den Römern aus.
Keine Ahnung wie historisch korrekt das nun ist, aber klingt auch nicht unplausibel.



Offline funky

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Re: Religionsdiskurs - Christentum vs. Islam
« Antwort #20 am: 08. Januar 2012, 22:27 Uhr »
Mist. Das traue ich mir nicht zu gucken, bin son Weichei. Obwohl ich ja auf das Aramäisch neugierig bin. Soll angeblich zeitgenössisch sein... Aber ob ohne amerikanischen Akzent... grübel...
Ich war damals schon ziemlich geschockt ob der Brutalität. Als ich dann irgendwann nochmal reingeguckt habe, war es viel weniger wild. Die Ekelgrenze ist irgendwie gesunken.
Erschreckend?
Ich denke nicht, liegt eher daran, dass ich nachträglich ziemlich viel über Filmeffekte etc. gelernt habe und wenn man ein paar Sachen weiß, sieht man das eher technischer.
Die Serie Spartacus ist beispielsweise ähnlich brutal von den Effekten her, aber dort wirkt es eher "cool", weil der Kontext ein ganz anderer ist.

Aber egal,  :backtotopic: ;)

edit: Ich würde also sagen, Wissensvorsprung erzeugt eine rationale, kontrolliertere Immersion.
« Letzte Änderung: 08. Januar 2012, 22:47 Uhr von funky »

Ralik

  • Gast
Re: Religionsdiskurs - Christentum vs. Islam
« Antwort #21 am: 08. Januar 2012, 22:38 Uhr »
Nach Fays und Deinem Kommentar bin ich jetzt motiviert, den Film zu gucken (schlimmstenfalls kann ich immer noch die Augen zumachen ;)).

Und backtotopic hört sich für mich die Theorie, dass zur Zeit der Verfassung des Markus-Evangeliums schon andere politische Strukturen herrschten, denen eine gewisse Ausrichtung geschuldet war, ziemlich plausibel an.

Deckt sich doch auch mit so Quellen wie Flavius Joephus oder Irenäus...

Aber hier mehr:
http://www.mc-rall.de/histjesu.htm