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Autor Thema: Deutsche (Innen)Politik  (Gelesen 16088 mal)

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Offline AlterGeist

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Re: Deutsche (Innen)Politik
« Antwort #15 am: 06. Januar 2012, 20:29 Uhr »
Um Revolutions Beitrag (der mir aus der Seele spricht) eine Dimension hinzuzufügen: Ich habe nicht mitbekommen, dass irgendwann in der ganze Berichterstattung mal die konkrete Frage aufkam, WOFÜR Wulff eigentlich seine "Goodies" bekommen hat - für was war das die Gegenleistung (böse Unterstellung, ich weiß...) ? 

Mag ja sein, dass das thematisiert wurde und ich es verpasst habe ... erinnert sich jemand daran?

@Pauli: "Hierzulande" ist Österreich, korrekt? Bin da immer unsicher ...

Nescius

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Re: Deutsche (Innen)Politik
« Antwort #16 am: 06. Januar 2012, 21:51 Uhr »
Ich sehe einfach keinen Effekt auf politisches Tagesgeschehen gegeben durch das was Wulff getan hat und wie er sich jetzt gibt. Wo siehst du einen Effekt oder einen Einfluss gegeben?
Das Amt des Bundespräsidenten ist ein politisches Amt und damit selbstverständlich wichtig für die Politik. Der BuPrä übernimmt zwar keine politische Funktion im eigentlichen Sinne mehr, sollte aber das moralische Gewissen der Politik sein. Merkel hat sich selbstverständlich nur einen Abnickkasper geholt und keine moralische Instanz.

Relevant ist dieses Thema vor allem medienpolitisch. Was bisher kaum hinterfragt wurde ist die enge Verflechtung von Medien und Politik. So ist es üblich, dass Merkel, Gabriel etc. eine Berichterstattung in der BILD-Zeitung minutiös mit der Chefredaktion abstimmen. Interviews werden grundsätzlich autorisiert, dh. es werden authentische Passagen gestrichen, falls der Politiker im Nachhinein sich falsch dargestellt fühlt - ganz gleich ob die Aussagen so getroffen wurden oder nicht. Der Kuhhandel - (ich gebe Dir Medium als Politiker ein Exklusiv-Interview zum Thema x wenn Du dafür dich um Them Y kümmerst bzw. eine Berichterstattung unterläßt) ist normal.

Auch bei Wulff ist das Praxis, Springer arbeitet so. Das interessante ist der Umkehrschluß aus dieser Debatte - Medienlobbyismus, einfluss von Medien auf Politik. BILD hat definitiv auf einer hohen Ebene unlauteren Einfluss auf Politik und partizipiert in erheblichem Maß aus diesen Kuhhändeln.
Ja. Klare Sache. Ohne die Medien kommt man in der Politik nicht weit. An der Linkspartei sieht man ja z.B., wie systematisch die Opposition unterdrückt oder verunglimpft wird.
Letztlich werden durch die Medien auch Meinungen konstituiert und politische Entscheidungen beeinflusst. Angeblich war eine Mehrheit der Deutschen für Gauck als Buprä, während die tatsächlichen Umfragewerte zwischen Gauck und Wulff nicht mal eine Differenz von 5% hatten. Und die Mehrheit der Deutschen kannte Gauck nicht mal.

Nicht umsonst ging Schröder als "Medienkanzler" in die Geschichtsbücher ein. Anders als durch mediale Unterstützung wäre so ein Unsympath sicherlich nicht Kanzler werden.

Offline AlterGeist

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Re: Deutsche (Innen)Politik
« Antwort #17 am: 06. Januar 2012, 22:00 Uhr »
Das was du jetzt geschrieben hast steht doch im Einklang mit dem was ich zuvor sagte.  ;)

Nescius

  • Gast
Re: Deutsche (Innen)Politik
« Antwort #18 am: 06. Januar 2012, 22:02 Uhr »
Na ja. Für mich ist der BuPrä eben ein politisches Thema. ;)

Paul

  • Gast
Re: Deutsche (Innen)Politik
« Antwort #19 am: 06. Januar 2012, 22:09 Uhr »
Zitat
@Pauli: "Hierzulande" ist Österreich, korrekt? Bin da immer unsicher ...

nein, ich meinte die bä är dä

Nescius

  • Gast
Re: Deutsche (Innen)Politik
« Antwort #20 am: 06. Januar 2012, 23:15 Uhr »
"Die FDP erlebt einen schwarzen Freitag. 12.09 Uhr: Parteichef Philipp Rösler beschwört auf dem Dreikönigstreffen in Stuttgart den Neustart. 12.20 Uhr: Im Saarland platzt die Jamaika-Koalition, weil die Landes-FDP sich zofft. Das Desaster zeigt, dass die Liberalen im Zweifel nicht gebraucht werden." (Weiter)

Paul

  • Gast
Re: Deutsche (Innen)Politik
« Antwort #21 am: 07. Januar 2012, 00:00 Uhr »
auf röslers konto geht die reform der krankenversicherung..  ne wir brauchen die fdp wirklich nicht.

Offline Celsus

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Re: Deutsche (Innen)Politik
« Antwort #22 am: 07. Januar 2012, 09:50 Uhr »
Die Fast Drei Prozent Partei haben wir noch nie gebraucht. Obwohl die Umfragewerte so schlecht wie nie sind, wird sich diese Partei wieder erholen ::).
Zunächst einmal muß sich überhaupt fragen, wieso bei der Bundestagswahl 2009 diese Partei 14,6% erreicht hat.
Für mich persönlich nicht nachvollziehbar, denn für jeden offensichtlich, das die Zeiten der "sozialen Marktwirtschaft"
längst vorbei sind. Dementsprechend merkt jeder normale Arbeiter woher der Wind weht.

Bleibt zu hoffen das sie das nächste mal nicht mehr im Bundestag vertreten sind.
In einer humanen Welt dürfte es selbst dann keine Tierfolterei durch die Wissenschaft mehr geben, wenn es begründete Hoffnungen auf echte Fortschritte durch quälende Tierversuche für die Krebsbekämpfung gäbe. Aber nichteinmal das gibt es.
Prof. Julius Hackethal

Offline #Tüte

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Re: Deutsche (Innen)Politik
« Antwort #23 am: 07. Januar 2012, 10:19 Uhr »
Ich stehe zur
Die Partei
. Wer sie als Spaßpartei verkennt, hat die Motivation dahinter nicht verstanden.  :dontknow:
http://deutsche-mitte.de
http://tinyurl.com/xy9313
ส็็็็็็็็็็็็็็็็็็็_(ツ)_ส้้้้้้้้้้้้้้้้
"Leute kaufen Sachen, die sie nicht brauchen, mit Geld, dass sie nicht haben, um Leuten zu imponieren, die sie nicht mögen."

Zu monieren, was Arbeitslose die Steuerzahler kosten, ist, wenn man bedenkt, was uns Kriege & Banken kosten, als würde man einen Moskitostich am Arm beheulen, während Dracula seine Zähne tief am Hals versenkt.

Nescius

  • Gast
Re: Deutsche (Innen)Politik
« Antwort #24 am: 07. Januar 2012, 11:01 Uhr »
Brauchen wir die FDP noch?

"Wer sich mit den Liberalen schon nicht wegen des Liberalismus anfreunden mag, sollte sie wenigstens als politische Versicherung gegen den Populismus schätzen."

Wenn Liberale = FDP bedeuten soll, dann ist diese Aussage ja wohl der Hohn.

"Ob es im Deutschland des 21. Jahrhunderts noch einen sinnvollen Platz für eine liberale Partei geben kann, das wissen wir nicht genau. Dass die FDP diese Partei nicht ist, das wissen wir allerdings."

Sehe ich auch so. Eine Partei im Sinne des Liberalismus wäre sicherlich zu begrüßen. Aber die FDP ist keine Partei im Sinne des Liberalismus.

Offline Celsus

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Re: Deutsche (Innen)Politik
« Antwort #25 am: 07. Januar 2012, 12:21 Uhr »
Nein die FDP braucht es nicht mehr, denn was eine Partei ausmacht, ist gänzlich verlorengegangen.
Vorbildpolitiker gab es auch in der FDP einmal, man nehme mal Gerhard Baum, um nur einen zu nennen.
Hätten die jetzigen Herren außer Karieredenken etwas von alten Gedanken mitgenommen, sähe schon vieles anders aus.
Der FDP laufe ja sogar die "Altpolitiker" weg. Siehe den Parteiaustritt von Hildegard Hamm Brücher im Jahre 2002 nach über 50 Jahren Mitgliedschaft in dieser Partei.
In einer humanen Welt dürfte es selbst dann keine Tierfolterei durch die Wissenschaft mehr geben, wenn es begründete Hoffnungen auf echte Fortschritte durch quälende Tierversuche für die Krebsbekämpfung gäbe. Aber nichteinmal das gibt es.
Prof. Julius Hackethal

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Re: Deutsche (Innen)Politik
« Antwort #26 am: 07. Januar 2012, 12:26 Uhr »
@Tüte

Zitat
Inhalte überwinden
Genau das haben die Parteien die letzten Jahrzehnte gemacht.
In einer humanen Welt dürfte es selbst dann keine Tierfolterei durch die Wissenschaft mehr geben, wenn es begründete Hoffnungen auf echte Fortschritte durch quälende Tierversuche für die Krebsbekämpfung gäbe. Aber nichteinmal das gibt es.
Prof. Julius Hackethal

Offline #Tüte

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Re: Deutsche (Innen)Politik
« Antwort #27 am: 07. Januar 2012, 12:28 Uhr »
@Tüte

Zitat
Inhalte überwinden
Genau das haben die Parteien die letzten Jahrzehnte gemacht.
Ja, und das sehr erfolgreich ohne aber dazu zu stehen. Genau das macht Die Partei jetzt richtig, also das Gegenteil von dem, was sie behaupten. ;)
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Re: Deutsche (Innen)Politik
« Antwort #28 am: 14. Januar 2012, 10:05 Uhr »
Ich freue mich sehr zu lesen, dass relativ unbemerkt, überlagert von einer Affäre um einen gewissen Herr W. aus H., der erste richtig große Schritt zur Überwachung durch Drohnen zur Einführung von Drohnen zur zivilen Nutzung in Deutschland getätigt wurde.

Unter anderem auch zur Ermöglichung einer "Verbesserung der polizeilichen Gefahrenabwehr".

Man hat wohl jemanden gefunden, der einen Taschenrechner bedienen kann und der hat herausgefunden, dass die Verwendung von Drohnen billiger ist als der Einsatz von Tornados.


Alan Parson - Eye in the Sky
« Letzte Änderung: 14. Januar 2012, 10:40 Uhr von AlterGeist »

Nescius

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Re: Deutsche (Innen)Politik
« Antwort #29 am: 22. Januar 2012, 21:46 Uhr »
Christian Wulff: Millionenfache Tierquälerei

Zeitungsbericht im Münchner Merkur über unsere erfolgreiche Feststellungsklage vor dem Oberlandesgericht München gegen Christian Wulff. Wir dürfen ihm dieses Zitat in den Mund legen: »Millionenfache Tierquälerei darf nicht aufhören, meine Agrarindustrie will sie«.

Albert Schweitzer Stiftung für unsere Mitwelt