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Autor Thema: Deutsche (Innen)Politik  (Gelesen 17360 mal)

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Offline Celsus

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Re: Deutsche (Innen)Politik
« Antwort #30 am: 23. Januar 2012, 00:21 Uhr »
Dem Richter Walter Weidenkaff gebührt für seine Entscheidung Anerkennung.
Hätte ich niemals für möglich gehalten.

Besser wäre noch das Bundesverdienstkreuz für den Richter, kann er dann beim Bundespräsident abholen :ooops:
In einer humanen Welt dürfte es selbst dann keine Tierfolterei durch die Wissenschaft mehr geben, wenn es begründete Hoffnungen auf echte Fortschritte durch quälende Tierversuche für die Krebsbekämpfung gäbe. Aber nichteinmal das gibt es.
Prof. Julius Hackethal

Nescius

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Re: Deutsche (Innen)Politik
« Antwort #31 am: 09. Februar 2012, 11:11 Uhr »
30-Stunden-Woche soll Vollbeschäftigung sichern

Zitat
Gäbe es Arbeit für alle, wenn jeder etwas weniger machte? Linke Ökonomen fordern allgemeine Arbeitszeitverkürzung; selbst vollen Lohnausgleich halten sie für realistisch.

30 Stunden Wochenarbeitszeit für alle – das fordert eine Gruppe von alternativen Ökonomen, Vertretern von Gewerkschaften und Frauenverbänden sowie Aktivisten von Attac. Sie haben sich zur "Initiative  Arbeitszeitverkürzung" zusammengeschlossen und wollen eine kürzere Normalarbeitszeit – bei vollem Lohn- und  Personalausgleich.

 :korrekt:

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Offline AlterGeist

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Re: Deutsche (Innen)Politik
« Antwort #32 am: 09. Februar 2012, 11:29 Uhr »
Wieder mal ein Hinweis, dass linke nicht ganz unschuldig sind, wenn sie nicht ernst genommen werden (falls die Forderung wirklich so lautete)

Nescius

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Re: Deutsche (Innen)Politik
« Antwort #33 am: 09. Februar 2012, 11:31 Uhr »
Was ist denn deines Erachtens nach so lächerlich daran?

Offline AlterGeist

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Re: Deutsche (Innen)Politik
« Antwort #34 am: 09. Februar 2012, 12:23 Uhr »
Ich habe nicht geschrieben dass daran etwas lächerlich ist. Und schon gar nicht "so lächerlich".

Aber es ist taktisch genau so klug wie viele andere öffentliche Äußerungen von links, die keinen spürbaren Effekt hatten, als den Kritikern noch mehr Munition zu liefern und dafür zu Sorgen, dass man als Spinner wahrgenommen wird.

Offline #Tüte

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Re: Deutsche (Innen)Politik
« Antwort #35 am: 09. Februar 2012, 12:31 Uhr »
Das auf den ersten Blick schwer vorstellbare ist bspw., wenn weniger gearbeitet wird für den gleichen Lohn, jemand anderes zusätzlich bezahlt werden muss. Also bei 30 statt 40-Stunden-Woche müssten auf 3 Arbeiter 1 neuer eingestellt werden, um dem Aufrechterhalten der Geschäftsabläufe Rechnung zu tragen. Das werden sich insb. viele Mittelständler, die nicht so selten hart kalkulieren müssen, um dem internationalen Markt noch die Stirn bieten zu können, nicht leisten können. Großkonzerne, maximalprofitorientiert wie sie sind, werden ihre restlichen Produktionsstätten, die sie noch in D führen, ins Ausland verlagern. Es müsste, wenn dann, global agiert werden, um das durchsetzen zu können. Das ist leider das Dilemma der Globalisierung, in die wir inzwischen mit der "freien" Marktwirtschaft gebracht worden sind.

Ich gehe allerdings stark davon aus, dass die Linksökonomen sich an Rechenbeispielen versucht haben das möglichst wasserdicht hinzubekommen und so Sachen wie "weniger soziale Kosten" einkalkuliert haben bspw. weil die Leute mehr Zeit haben sich um ihre alten Eltern/Kinder zu kümmern, usw.. Dennoch muss aber dabei irgendjemand für die Kostenlücke der Firmen gerade stehen, ob es jetzt die eventl. dem Untergang geweihte Firma selbst wäre oder der Staat Mal wieder subventionieren müsste.


 
http://deutsche-mitte.de
http://tinyurl.com/xy9313
ส็็็็็็็็็็็็็็็็็็็_(ツ)_ส้้้้้้้้้้้้้้้้
"Leute kaufen Sachen, die sie nicht brauchen, mit Geld, dass sie nicht haben, um Leuten zu imponieren, die sie nicht mögen."

Zu monieren, was Arbeitslose die Steuerzahler kosten, ist, wenn man bedenkt, was uns Kriege & Banken kosten, als würde man einen Moskitostich am Arm beheulen, während Dracula seine Zähne tief am Hals versenkt.

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Nescius

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Re: Deutsche (Innen)Politik
« Antwort #36 am: 09. Februar 2012, 12:55 Uhr »
Ich habe nicht geschrieben dass daran etwas lächerlich ist. Und schon gar nicht "so lächerlich".

Aber es ist taktisch genau so klug wie viele andere öffentliche Äußerungen von links, die keinen spürbaren Effekt hatten, als den Kritikern noch mehr Munition zu liefern und dafür zu Sorgen, dass man als Spinner wahrgenommen wird.
Dann habe ich das falsch interpretiert und bitte um Verzeihung. ;)

Es ist allerdings fraglich, ob man auf solche Vorschläge lieber verzichtet, nur, weil man dem politischen Gegner damit Munition liefert. Immerhin ist das Modell ja nun alles andere als realitätsfern oder nicht umsetzbar.

Nescius

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Re: Deutsche (Innen)Politik
« Antwort #37 am: 09. Februar 2012, 13:04 Uhr »
Das auf den ersten Blick schwer vorstellbare ist bspw., wenn weniger gearbeitet wird für den gleichen Lohn, jemand anderes zusätzlich bezahlt werden muss. Also bei 30 statt 40-Stunden-Woche müssten auf 3 Arbeiter 1 neuer eingestellt werden, um dem Aufrechterhalten der Geschäftsabläufe Rechnung zu tragen. Das werden sich insb. viele Mittelständler, die nicht so selten hart kalkulieren müssen, um dem internationalen Markt noch die Stirn bieten zu können, nicht leisten können. Großkonzerne, maximalprofitorientiert wie sie sind, werden ihre restlichen Produktionsstätten, die sie noch in D führen, ins Ausland verlagern. Es müsste, wenn dann, global agiert werden, um das durchsetzen zu können. Das ist leider das Dilemma der Globalisierung, in die wir inzwischen mit der "freien" Marktwirtschaft gebracht worden sind.

Ich gehe allerdings stark davon aus, dass die Linksökonomen sich an Rechenbeispielen versucht haben das möglichst wasserdicht hinzubekommen und so Sachen wie "weniger soziale Kosten" einkalkuliert haben bspw. weil die Leute mehr Zeit haben sich um ihre alten Eltern/Kinder zu kümmern, usw.. Dennoch muss aber dabei irgendjemand für die Kostenlücke der Firmen gerade stehen, ob es jetzt die eventl. dem Untergang geweihte Firma selbst wäre oder der Staat Mal wieder subventionieren müsste.
So genau kenne ich mich damit nicht aus. Aber folgendes: Der "Verlust" würde nur den Gewinn der Firma betreffen (bzw. der Staat müsste/könnte auch mit einspringen). Wenn die Deutsche Bank also tausende Angestellte entlässt, nur, weil 20% Gewinn nicht genug sind, dann stimmt doch etwas Grundlegendes nicht. Dieses Handeln ist zwar kapitalistisch rational und einer freien Marktwirtschaft immanent, aber eine (rein) kapitalistische Wirtschaftsordnung ist ist im Grundgesetz ja nicht vorgesehen.
Zum Ausland: Es wäre sicherlich von Vorteil, wenn die wirtschaftlich herrschenden Länder da mitziehen würden. Allerdings sehe ich nicht, warum wegen Gehaltserhöhungen bzw. -verteilungen Standorte gewechselt werden würden, die jetzt nicht sowieso schon wegen billigeren Arbeitskräften und Produktivmitteln verlagert werden.
Letztlich stünde im Konsumkreislauf mit der Verteilung von "oben nach unten" mehr Geld zur Verfügung, was seinerseits dann wieder die Wirtschaft stärken würde (was unter anderem auch für einen allgemeinen Mindestlohn spricht).

Offline AlterGeist

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Re: Deutsche (Innen)Politik
« Antwort #38 am: 09. Februar 2012, 13:12 Uhr »
Es ist nicht fraglich ob man darauf verzichten sollte weil man dem Gegner Munition liefert. Das sollte man auf keinen Fall.
Ich finde aber man sollte darauf verzichten, wenn diese Munition wahrscheinlich die einzige spürbare Wirkung sein wird. Das ist es was ich meinte.

Mit Ideen anzukommen (egal wie richtig sie sind) für die man fast nur die Leute begeistern kann die einem sowieso schon wohlgesonnen sind und den Rest in seiner anerzogenen und reflexartigen Ablehnung zu bestärken finde ich ist ein unkluges Vorgehen.

Oder habe ich die großen politischen Gewinne, die mit solchen Aktivitäten errungen wurden, irgendwie verdrängt und nur noch die fremdegesteuerten Interviews linker Politiker und Innerparteilichen Diskussionen im Gedächtnis, von denen es fast keine gibt?

Nescius

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Re: Deutsche (Innen)Politik
« Antwort #39 am: 09. Februar 2012, 14:32 Uhr »
Selbstverständlich wäre man ein Narr, wenn man vermeinte, dass sich diese Forderung sofort durchsetzen werden würde. Stetes Tropfen höhlt den Stein. Ich finde es wichtig, alternative (und realistische) Modelle wenigstens zu diskutieren. Und die "Zeit" ist nun nicht gerade ein kleines Blatt ohne politische Wirkung.

Durch "linke" Forderungen (z.B. durch die Partei "Die Linke") stehen zentrale Themen immer wieder im öffentlichen Bewusstsein. Z.B. Afghanistan, Hartz IV, Minestlohn, Renteneintrittsalter, Rechtsextremismus usw. Ohne Die Linke würde das Rentenalter wahrscheinlich schon lange bei 67 sein. Die Grünen und die SPD sprachen/sprechen sich für eine Energiewende aus. Auch wenn beide Partein alles andere als "links" sind.

Offline AlterGeist

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Re: Deutsche (Innen)Politik
« Antwort #40 am: 09. Februar 2012, 14:38 Uhr »
Selbstverständlich wäre man ein Narr, wenn man vermeinte, dass sich diese Forderung sofort durchsetzen werden würde. Stetes Tropfen höhlt den Stein. Ich finde es wichtig, alternative (und realistische) Modelle wenigstens zu diskutieren. Und die "Zeit" ist nun nicht gerade ein kleines Blatt ohne politische Wirkung.

Durch "linke" Forderungen (z.B. durch die Partei "Die Linke") stehen zentrale Themen immer wieder im öffentlichen Bewusstsein. Z.B. Afghanistan, Hartz IV, Minestlohn, Renteneintrittsalter, Rechtsextremismus usw. Ohne Die Linke würde das Rentenalter wahrscheinlich schon lange bei 67 sein. Die Grünen und die SPD sprachen/sprechen sich für eine Energiewende aus. Auch wenn beide Partein alles andere als "links" sind.
Was hat denn das damit zu tun, ob das oben stehende taktisch klug oder unklug war?

Nescius

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Re: Deutsche (Innen)Politik
« Antwort #41 am: 09. Februar 2012, 14:42 Uhr »
Du hast nach politischen Gewinnen gefragt. Ich habe Dir welche gegeben.
Dazu deutete ich an, dass solche Artikel das Bewusstsein für "linke" Ideen erhöhen und sicherlich nicht nur auf taube Ohren stoßen werden.
Ich finde die Veröffentlichung eines solchen Artikels immer noch besser als denselben einfach im Schreibtischfach (bzw. im Computerordner) liegen zu lassen.

Offline AlterGeist

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Re: Deutsche (Innen)Politik
« Antwort #42 am: 09. Februar 2012, 14:51 Uhr »
Achso! Ich hatte das nicht als Antwort auf die Frage erkannt.


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Nescius

Offline Celsus

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Re: Deutsche (Innen)Politik
« Antwort #43 am: 16. Februar 2012, 19:47 Uhr »
Ich habe nun gelesen, weiß nur nicht mehr wo :kratz:, das Wulff im Falle eines Rücktritts, eben nicht wie immer behauptet wird, das Geld bis ans Lebensende weiterbekommt.
Ein weiterer Grund warum er wohl nicht zurücktritt, denn wer will den denn noch haben?
Auf seine "Freunde" wird er dann nicht mehr zählen können. Damit wäre es dann der erste BP der ALG II beantragen muss.
In einer humanen Welt dürfte es selbst dann keine Tierfolterei durch die Wissenschaft mehr geben, wenn es begründete Hoffnungen auf echte Fortschritte durch quälende Tierversuche für die Krebsbekämpfung gäbe. Aber nichteinmal das gibt es.
Prof. Julius Hackethal

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Re: Deutsche (Innen)Politik
« Antwort #44 am: 16. Februar 2012, 20:04 Uhr »
Staatsanwaltschaft beantragt Aufhebung von Wulffs Immunität
http://www.welt.de/politik/article13872814/Staatsanwaltschaft-beantragt-Aufhebung-von-Wulffs-Immunitaet.html

Aber jetzt der Witz:
Zitat
Jetzt muss der Bundestag entscheiden, ob gegen Wulff strafrechtlich ermittelt werden darf.

Die Kaste entscheidet selber, womit wir wieder bei der Justiz sind.
Die Kariere des Staatsanwaltes ist damit wohl vorbei.

Wieso wurde eigentlich noch keine Unterschriftenaktion gestartet?
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