Autor Thema: Vegane Gesellschaft Deutschland (VGD)  (Gelesen 27804 mal)

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Nescius

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Vegane Gesellschaft Deutschland (VGD)
« am: 12. Januar 2012, 16:04 Uhr »
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Nescius

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Re: Vegane Gesellschaft Deutschland (VGD)
« Antwort #1 am: 12. Januar 2012, 16:08 Uhr »
Los geht's. ;-)

Nach den vergangenen Austritten und Kritiken an der VGD haben sich die Mitglieder der VGD bzw. Vagedes wohl dazu entschieden, die Wulff-Taktik des Aussitzens (bzw. auch umgedreht) zu wählen und zu warten, bis die Kritik irrelevant geworden ist.

Hier eine Facebook-Veranstaltung zur VGD, die beabsichtigt, die Kritik an der VGD/Vagedes nicht versanden zu lassen.


Edit: Ich bin mal gespannt, ob die VGD/Vagedes das wieder als "Hetze" und "Mobbing" bewerten.
« Letzte Änderung: 12. Januar 2012, 16:18 Uhr von Nescius »

Offline Hannes Benne

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Re: Vegane Gesellschaft Deutschland (VGD)
« Antwort #2 am: 12. Januar 2012, 16:27 Uhr »
Eventuell mag ja mal jemand bei der VGD anfragen, ob sie die Inhalte von dem Buch (veg up), welches sie regelmäßig bewerben, offiziell vertreten.
Also ob sie sich und Veganismus im Allgemeinen als etwas "zutiefst christliches" verstehen, ob sie eine esoterisch-anthroposophische  Ausrichtung vertreten, ob sie Antispeziesismus ablehnen, usw.

Mir werden sie wohl nicht mehr antworten ^^


« Letzte Änderung: 12. Januar 2012, 16:39 Uhr von Hannes Benne »
http://abolitionismus.de/ - Tierausbeutung abschaffen statt reformieren

Nescius

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Re: Vegane Gesellschaft Deutschland (VGD)
« Antwort #3 am: 13. Januar 2012, 10:41 Uhr »
Ich bin mal gespannt, ob die VGD/Vagedes das wieder als "Hetze" und "Mobbing" bewerten.
Sagte ich's doch:

"kleiner hinweis: 1.) polemische beiträge, die mit dem jeweiligen thema nichts zu tun haben und die 2.) von leuten verfasst werden, die sich an menschenverachtenden mobbingaktionen in grupppen gegen einzelpersonen beteiligen und für solche aktionen werben, werden hier ab sofort nicht mehr geduldet." (Fett hervorgehoben von mir)

Berechtigte und freundliche Kritik ist also menschenverachtendes Mobbing.  :kratz:
« Letzte Änderung: 13. Januar 2012, 10:50 Uhr von Nescius »

Offline AlterGeist

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Re: Vegane Gesellschaft Deutschland (VGD)
« Antwort #4 am: 13. Januar 2012, 12:00 Uhr »
Berechtigte und freundliche Kritik ist also menschenverachtendes Mobbing.  :kratz:

Ich soll euch von Aljaksandr Lukaschenka ausrichten, er kann das auch nicht nachvollziehen ...

Offline Hannes Benne

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Re: Vegane Gesellschaft Deutschland (VGD)
« Antwort #5 am: 16. Januar 2012, 18:43 Uhr »
Hier eine Facebook-Veranstaltung zur VGD, die beabsichtigt, die Kritik an der VGD/Vagedes nicht versanden zu lassen.
Edit: Ich bin mal gespannt, ob die VGD/Vagedes das wieder als "Hetze" und "Mobbing" bewerten.

Weitere Antwort der VGD:

Zitat
Jörg Hartmann
Wenn man nett fragt (und nicht das Falsche), gibt es von Familie VaGeDes zuweilen sogar eine Antwort. Dass diese kurz darauf wieder verschwunden ist, liegt sicher an technischen Zufällen oder Hühnerei-Mafia-Hackern oder ähnlichem. Na jedenfalls wissen wir jetzt, dass und warum es wohl auch weiterhin keine vgd-Vereinsmitgliedschaften für Normalsterbliche geben wird.

Meine Frage auf Facebook:
„Im G...egensatz zu Basisgruppen aus sogenanntem Fördermitgliedern sind ja Vollmitgliedschaften in der Satzung vorgesehen. Wieso ist es dann menschenverachtendes Mobbing, nach ihnen zu fragen?“

Antwort "vgd" gestern abend:
„@ jörg hartmann: um mitglied in basisgruppen zu sein ist eine fördermitgliedschaft gar nicht nötig. um (auf allen ebenen) des vereins mitzuwirken auch nicht.

es ist nicht »menschenverachtendes mobbing«, fragen zu stellen. aber diejenigen, die hier vor ein paar tagen penetrant und spam-artig (und polemisch) fragen stellten, die vereinsinternas betreffen und auf facebook nichts zu suchen haben, hatten sich bereits an menschenverachtenden mobbing-aktionen beteiligt. das können und werden wir selbstverständlich nicht akzeptieren. solange sich diese leute nicht aufrichtig entschuldigen, sind wir keinewegs dazu geneigt, mit ihnen über facebook zu kommunizieren.

der verein befindet sich nach wie vor in der aufbauphase und er bzw. seine gremien entscheiden selbst, wie die weitere entwicklung aussieht. wir lassen uns nicht erpressen und uns auch nicht von außen in ein modell pressen. und dies schon gar nicht von ein paar einzelnen leuten, die mobbing als adäquates mittel betrachten und sogar selbst gegen menschen anwenden!

vereine sind unterschiedlich strukturiert. greenpeace z.b. hat nach 40 jahren ganze 40 sogenannte »vollmitglieder«, dennoch gibt es auch bei greenpeace mitbestimmung. das ist eine frage der perspektive, des entwicklungsstands und verschiedener sichtweisen, sowie eine frage der verantwortung. und letztlich auch eine frage, ob man sich unterwandern lassen will oder stattdessen seine politischen ziele so ernst nimmt, dass man das möglichst ausschließt.

die frage nach mitbestimmung und demokratie ergibt sich also nicht durch verschiedene möglichkeiten der mitgliedschaften. mitbestimmung ergibt sich vor allem durch engagement und ist auf allen ebenen unserer organisation nicht nur möglich, sondern geradezu erwünscht. wir setzen dabei auf eigenverantwortliches arbeiten und handeln.

»kapern« lässt sich die vegane gesellschaft deutschland e.v. dagegen jedoch nicht – dies wurde ja einige male offen als zielmarke derjenigen genannt, die uns mit vorliebe einen demokratiemangel attestieren möchten – und der veganen gesellschaft ihrerseits den rücken gekehrt haben und sich dann an mobbing beteiligten und daran möglicherweise auch wieder anschließen.

die aufnahme der basisgruppen in die satzung ist eine gute idee.“
http://abolitionismus.de/ - Tierausbeutung abschaffen statt reformieren

Offline Hannes Benne

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Re: Vegane Gesellschaft Deutschland (VGD)
« Antwort #6 am: 16. Januar 2012, 18:44 Uhr »
Zitat
Sven V Seebeck
      Dieser Text wurde heute (15.01.2012) von mir per E-Mail an die VGD gesendet, nachdem ich bereits letztes Jahr Ende Oktober meine Mitgliedschaft innerhalb der VGD gekündigt hatte:

      Sehr geehrter Herr Vagedes,

      bereits am 15.12.2011 wurde mir von Ihnen schriftlich versichert, dass mein Geld zurücküberwiesen sei. Bis jetzt ist nichts passiert! Ganz im Gegenteil: Am 15.12.2011 wurde ein weiteres Mal d...er Betrag von 5,00 Euro eingezogen.

      Ich habe entsprechend gehandelt und die Rücküberweisung der Lastschrift beantragt. Auch wenn dies für die VGD mit Kosten verbunden sein wird, erscheint mir dies als einziger Weg.

      In der VGD sehe ich keine Interessenvertretung der Veganer_innen in Deutschland, sondern einen Verein, welchem ich mangelnde Transparenz in diversen Bereichen (z. B. Geld, Zensur) vorwerfe. Gerne nenne ich Ihnen Beispiele:

      Facebook:
      - Es herrscht Zensur von kritischen Kommentaren und Personen. Selbst nach der Umfrage, welche eindeutig ergab, dass die User_innen dies strikt ablehnen, ist nichts passiert.
      - Die VGD wirft mit persönlichen Beleidigungen von Personen "konkurrierender" Organisationen um sich (z. B. Silke Bott, Robert Kresse (vebu)).
      - Viele von der VGD verfasste Kommentare (Antworten auf User_innen-Kommentare) sind unsachlich und völlig unangebracht.
      - Diverse Beiträge werden von der VGD anonym verfasst. Man kann nicht verfolgen, welches Mitglied einen bestimmten Beitrag verfasst hat.
      - Wichtige (offene) Fragen diverser Personen wurden erst gar nicht beantwortet bzw. es erfolgte keine Reaktion seitens der VGD.

      Verein:
      - Mitglieder haben keine Möglichkeit, über die Arbeitsweise oder über Themen, die die VGD behandelt, zu entscheiden.
      - Wohin das Geld fließt, welches an die VGD gespendet wird, ist nicht einsehbar.
      - Es findet keine Vollversammlung für alle Mitglieder statt.
      - Es herrscht starke Hierarchie.
      - Die VGD gibt an, in ganz Deutschland mit sehr vielen Basisgruppen vertreten zu sein. Aktivismus innerhalb der Gruppen ist nicht jedoch erkennbar.
      - Welche Themen die VGD (gerade) behandelt, ist nicht ersichtlich.

      Sicherlich gibt es bei jeder Organisation Kritiker_innen, doch die der VGD nehmen immer mehr zu. Ich sehe leider kein entsprechendes Handeln, obwohl es sich fast immer um die gleichen Vorwürfe handelt. Sehr bedauerlich finde ich, dass sich die VGD noch nicht einmal dazu äußert und muss ehrlich sagen, dass ich die Seriösität der VGD stark anzweifele.

      Ich wünsche der VGD und Ihnen natürlich trotzdem viel Erfolg, es geht ja schließlich um das gemeinsame Ziel.

      Mit freundlichen Grüßen
https://www.facebook.com/events/235323086544151/
http://abolitionismus.de/ - Tierausbeutung abschaffen statt reformieren

Nescius

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Re: Vegane Gesellschaft Deutschland (VGD)
« Antwort #7 am: 19. Januar 2012, 20:52 Uhr »
Zitat von: Christian Vagedes auf Facebook
antwort auf die aussage, veganisierung klinge nach zwang (auf der vgd-facebookseite):

»wir wollen nicht nur, sondern wir müssen sogar die welt veganisieren, weil sie anderweitig schlicht zugrunde gehen würde. selbstverständlich ist letztlich – in bezug auf den menschen – die veganisierung immer »ein akt des freien menschen« (christian vagedes in veg up. die veganisierung der welt).

die welt zwingt sich durch ihr verhalten im moment beinahe eher selbst zur veganisierung – und unsere aufgabe ist es, sie auf die chance, die sich aus der veganisierung ergibt, hinzuweisen. der zwang geht nicht von uns, den veganer_innen aus, er ergibt sich aus der situation der welt. die regenwälder werden abgeholzt, noch mehr chemie auf noch mehr felder für noch mehr futtermittel gebracht, noch mehr tierelend produziert, die meere leergefischt, das klima zerstört und und und.

moralisch ergibt sich aus der veganisierung im grunde eine pflicht, ethisch eine notwendigkeit und umweltpoolitisch eine zwangsläufigkeit. eine welt mit 10 milliarden menschen kann im grunde nur eine vegane welt sein. alles andere ist für jeden vernünftigen menschen im grunde nicht mehr denkbar. für diese einsicht zu werben ist unsere aufgabe.

das hat aber gerade eben nichts mit ideologie zu tun, sondern viel mehr mit logik und diese ergibt sich durch einsicht.

aggressiv sind nicht die friedlichen veganisierenden, sondern jene, die aggressivität essen: nämlich tierleichen oder produkte, für die milliarden tierbabies und tierkinder immer wieder getötet werden (z.b. küken und kälber). DAS ist aggressiv. und es ist selbstverständlich, dass wir uns viel energischer dafür einsetzen, dass DIESE aggressivität endlich überwunden wird.«

Da wird man ja glatt zum Antiveganer. Das Hungerproblem der Welt ist in aller erster Linie ein Verteilungsproblem, und der Veganismus könnte diese Verteilung maximal erleichtern. Aber eine Notwendigkeit für den Veganismus lässt sich daraus nicht ableiten.
Der Unterschied zwischen Pflicht aus der Moral und Notwendigkeit aus der Ethik für den Veganismus erschließt sich mir auch nicht.
Die Begriffe "Tierleichen", "Tierbabies" und "Tierkinder" runden das schwache Bild perfekt ab.

Offline Hannes Benne

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Re: Vegane Gesellschaft Deutschland (VGD)
« Antwort #8 am: 19. Januar 2012, 23:02 Uhr »
Diese oberflächlich vereinfachte Darstellung findet sich leider bei allen Sekundärargumenten für Veganismus, über die Vagedes schreibt :(

Zitat
Nach den Ausführungen über eine liebevoll christliche Veganisierung der Welt werden die humanitäre Motive für eine vegane Lebensweise behandelt. Vagedes erklärt wie verschwenderisch der Tierproduktionssektor im Umgang mit Ressourcen ist und schreibt: „der hunger existiert nur, weil eine minderheit von menschen, nämlich die sich nichtvegan ernährende menschheit in den wohlstandsregionen der welt, sich das (un)recht herausnimmt, nichtvegane nahrung zu konsumieren.“ (S. 228).
Die Menge der Unveganer als Minderheit zu betrachten, [...] geht leider sehr weit an der Realität vorbei.
Auch die Aussage, dass der Welthunger nur wegen des Konsums von tierlichen Produkten existiere, ist sehr stark vereinfacht. Unveganismus ist (neben Armut, Verteilungsproblemen, usw.) ein Faktor, der sich negativ auf die weltweite Ernährungssicherheit auswirkt, allerdings ist Veganismus mMn kein hinreichendes Kriterium um den Welthunger zu beseitigen.

[...]

Besonders eine ausführlichere Auseinandersetzung mit den gesundheitlichen Aspekten wäre notwendig gewesen. Im Bezug auf die Frage, ob eine vegane Ernährung zu Mangelerscheinungen führe, werden nur die beiden Nährstoffe Eisen und Vitamin B12 behandelt. B12 zu supplementieren, wird in „veg up“ nicht explizit empfohlen, stattdessen wird auf eine rohvegan Ernährung verwiesen: „eine roh-vegane ernährung versorgt den körper am besten mit vitamin b12. diese form der ernährung ist am darmfreundlichsten und begünstigt die aufnahme und produktion von vitamin b12. dagegen ist eine sogenannte „normalkost“ mit viel gekochtem, haltbargemachten und mit zusatzstoffen angereichterte ernährung abträglich, da der darm verschleimt und geschädigt wird, besonders, wenn dazu auch noch pharmazeutische medikamente wie antibiotika eingenommen werden.“ (S. 268)
Quelle

Aber dass man aus humanitären, ökologischen oder gesundheitlichen Motiven keine konsequent vegane Lebensweise begründen kann, will Vagedes gar nicht wissen...

Allerdings ist mir nicht ersichtlich, was an Begriffen wie Tierleichen, Tierkindern, usw. problematisch sein soll?
http://abolitionismus.de/ - Tierausbeutung abschaffen statt reformieren

Nescius

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Re: Vegane Gesellschaft Deutschland (VGD)
« Antwort #9 am: 19. Januar 2012, 23:13 Uhr »
Allerdings ist mir nicht ersichtlich, was an Begriffen wie Tierleichen, Tierkindern, usw. problematisch sein soll?
Das hatten wir doch schon mal.;) "Leiche" ist ein Begriff für Menschen. Bei Tieren sagt man "Kadaver" oder auch "Aas". Wobei es sich allerdings auch dabei schon um eine Polemik handelt, da es sich beim Fleisch ja nicht mehr um einen ganzen Körper handelt und das Fleisch wohl kaum noch verwest, sondern als Produkt verdirbt. Tier"kinder" und -"babies" sind mir auch schon zu anthropomorphisch.
Außerdem nennt ihr bei Maqi, soweit mir bekannt, Fleischesser (und Vegetarier) auch Mörder. Mord bezieht sich allerdings nur auf Menschen und ist eine aktive Handlung. Das Kaufen von Tierprodukten ist aber keine aktive Handlung im Sinne des Tötens von Tieren, sondern nur ein Auftrag.

Offline Hannes Benne

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Re: Vegane Gesellschaft Deutschland (VGD)
« Antwort #10 am: 19. Januar 2012, 23:34 Uhr »
Zitat
"Leiche" ist ein Begriff für Menschen.

Das kommt drauf an, in welches Wörterbuch man guckt.

Zitat
Bei Tieren sagt man "Kadaver" oder auch "Aas"

Sagt man. Wenn man nicht gerade Antispeziesist ist und demnach auch speziesistische Sprache meiden möchte.
Die damit ausgedrückte Dichotomie ist mMn nicht sinnvoll begründbar.

Zitat
Außerdem nennt ihr bei Maqi, soweit mir bekannt, Fleischesser (und Vegetarier) auch Mörder. Mord bezieht sich allerdings nur auf Menschen und ist eine aktive Handlung. Das Kaufen von Tierprodukten ist aber keine aktive Handlung im Sinne des Tötens von Tieren, sondern nur ein Auftrag.

Siehe: http://maqi.de/glossar/moerder

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Nescius

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Re: Vegane Gesellschaft Deutschland (VGD)
« Antwort #11 am: 19. Januar 2012, 23:45 Uhr »
Das kommt drauf an, in welches Wörterbuch man guckt.

Ich gebe zu, dass Leiche nicht nur explizit ein menschlicher Körper ist. Dennoch handelt es sich um einen polemischen Kampfbegriff, der m.E. unnötig ist und nur überflüssige Barrieren aufbaut.

Sagt man. Wenn man nicht gerade Antispeziesist ist und demnach auch speziesistische Sprache meiden möchte.
Die damit ausgedrückte Dichotomie ist mMn nicht sinnvoll begründbar.

Darüber ließe sich in einer Idealsprache durchaus diskutieren. Im Alltag baut man damit nur unnötige Mauern auf. Ich gehe von einem Unterschied zwischen Menschen und Tieren aus, der zwar konstruiert ist, der sich aber rechtfertigen lässt, ohne Tiere aus der Ethik auszuschließen.
Aber im Grunde hast Du recht - die Dichotomie Mensch/Tier ist ziemlich schwierig zu verteidigen.

Siehe: http://maqi.de/glossar/moerder

Mord ist eine vorsätzliche Handlung, die an einem Menschen vollzogen wird. Das kann man drehen und wenden, wie man will.
Die aktive Tötung eines Menschen mit dem passiven Auftrag der Tötung an einem Tier gleichzusetzen, das finde ich übertrieben. Zumal die aufgetragene Tötung eines Tieres zum Zwecke der Nahrung in der Kaufhalle wohl kaum einem bewussten Auftrag gleichzusetzen ist. Den Unterschied zwischen einer aktiven und einer passiven Tötung in einem Wort relativieren zu wollen, das finde ich anmaßend und zynisch.

Nescius

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Re: Vegane Gesellschaft Deutschland (VGD)
« Antwort #12 am: 25. Januar 2012, 14:25 Uhr »
Vollmitgliedschaften sind bei der VGD nicht erwünscht und werden das auch zukünftig nicht sein.

Hier der entsprechende Link.
« Letzte Änderung: 25. Januar 2012, 21:17 Uhr von Nescius »

Offline AlterGeist

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Re: Vegane Gesellschaft Deutschland (VGD)
« Antwort #13 am: 25. Januar 2012, 14:28 Uhr »
Will heute überhaupt noch jemand (der sich selbst - und ohne YouTube-Anleitung - die Schuhe zubinden kann) mit den Schießbudenfiguren in Verbindung gebracht werden? Geschweige denn vollmitglied_erin sein?

Offline funky

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Re: Vegane Gesellschaft Deutschland (VGD)
« Antwort #14 am: 25. Januar 2012, 16:13 Uhr »
Hmm, da hat der "Kleinschreibungs-Umwandler" wohl nicht richtig funktioniert...

Diese Mail strotzt ja nur so von furchtbarer hIeRaRcHiE!  :grinsehase:

Sorry, inhaltlich fällt mir gerade nicht viel Intellentes ein.  :carrot: