Autor Thema: Tradition 1: Dog - Spinning  (Gelesen 4602 mal)

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Offline Ebony

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Tradition 1: Dog - Spinning
« am: 14. Januar 2012, 20:08 Uhr »
Dog-Spinning ist eine uralte Tradition in der bulgarischen Gemeinde Brodilovo. Sie hat heidnischen Ursprung. Damals glaubte man dadurch die Tollwut fernzuhalten und dem Dorf Gesundheit zu garantieren.
"Beim »Dog-Spinning« werden Hunde über einem Holzgerüst an
einem Bach an zwei innereinander gedrehten Seilen festgezurrt.
Durch das Aufrichten des Holzgerüstes und das gleichzeitige Drehen
des Hundes bekommen die Seile einen Drall und beginnen sich
im schnellen Tempo selbst zu entwinden, wobei der Hund heftigst
im Kreis gedreht wird. Ist das Seil entwirrt, fällt das arme Tier unter
dem Gelächter und dem Applaus der Menschenmenge in das
kalte Wasser und versucht völlig verängstigt und benommen ans
Ufer zu schwimmen."
Wie man im Video sehen kann, beginnt nun die Tortur wieder von vorne...
Warnung: Das Video zeigt das 'Brauchtum' in der Gänze seiner unvorstellbaren Grausamkeit. FSK 16

Damals.... Haben sich die Menschen nicht weiterentwickelt - oder gar zurückentwickelt? Denn obwohl dieser 'Brauch' seit Jahren verboten ist, halten die Dorfbewohner mit großem Vergnügen daran fest (siehe Video).
Auf Initiative der österreichischen Tierschutzorganisation Respekt Tiere protestierten hunderte zivilisierter Menschen beim bulgarischen Ministerrat und dem Bürgermeister von Brodilovo. Daraufhin kam aus der bulgarischen Botschaft in Wien die Antwort, dass der bulgarische Ministerpräsident diese "barbarische Sitte verurteilt", er "fordert Sanktionen gemäß Tierschutzgesetz" und beratschlage mit der Generalstaatsanwaltschaft "die Möglichkeit solche Misshandlung von Tieren zu stoppen".
Viele Tierschützer sehen das als großen Erfolg an. Ich persönlich teile deren Enthusiasmus nicht: Dog-Spinning (welch verniedlichender Begriff für unvorstellbare Barbarei) ist seit langem illegal und wird dennoch ungehindert und ungestraft veranstaltet. Warum sollte sich durch weiteres Palaver und Verabschiedungen was ändern? Solange sich in den Köpfen und Herzen der Menschen dort nichts ändert, werden zur Volksbelustigung wohl weiter Hunde aufs Grausamste misshandelt. Es sei denn es wird von Seiten der Politik endlich rigoros durchgegriffen - hier muss gelten: Nicht groß reden, sondern (endlich!) handeln.
 
Die Tiere wehren sich nicht einmal - sie können offensichtlich als sozial hochentwickelte Lebewesen derartige Verhaltensweisen nicht einordnen und in ihrem genetischen Programm fehlt der Code, wie darauf zu reagieren ist.

Quellen:
Magazin Freiheit für Tiere, Nr.1, 2012.
www.tierrechtsstimme-entlemax.de/2011/11/30/erfolg-gegen-dog-spinning-in-bulgarien/


Die Welt ist kein Machwerk und die Tiere sind kein Fabrikat zu unserem Gebrauch.
Nicht Erbarmen, sondern Gerechtigkeit ist man den Tieren schuldig.

Offline AlterGeist

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Re: Tradition 1: Dog - Spinning
« Antwort #1 am: 14. Januar 2012, 20:20 Uhr »
Ich vermute es wird sich nichts bewegen, so lange Bulgarien nicht einen gewissen Lebensstandard erreicht hat. Und davon entfernen wir uns zusehends.

Zitat
Ihr Herrn, die ihr uns lehrt, wie man brav leben
Und Sünd und Missetat vermeiden kann
Zuerst müßt ihr uns schon zu fressen geben
Dann könnt ihr reden: damit fängt es an.

Ihr, die ihr euren Wanst und unsere Bravheit liebt
Das Eine wisset ein für allemal:
Wie ihr es immer dreht und immer schiebt
Erst kommt das Fressen, dann kommt die Moral.
Erst muß es möglich sein, auch armen Leuten
Vom großen Brotlaib sich ihr Teil zu schneiden

Offline Bänäna

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Re: Tradition 1: Dog - Spinning
« Antwort #2 am: 14. Januar 2012, 20:20 Uhr »
Mir fehlen echt die Worte! :heult:
Wie kann man so herzlos sein?

Offline Lantha

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Re: Tradition 1: Dog - Spinning
« Antwort #3 am: 14. Januar 2012, 20:33 Uhr »
Die kalte Schnauze eines Hundes ist erfreulich warm gegen die Kaltschnäuzigkeit mancher Mitmenschen. Hauschka
LG Lantha
Reden ist nicht sagen und hören nicht verstehen. (RM)

Offline Ebony

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Re: Tradition 1: Dog - Spinning
« Antwort #4 am: 14. Januar 2012, 20:58 Uhr »
@WinsonSmith:
Zitat
Ich vermute es wird sich nichts bewegen, so lange Bulgarien nicht einen gewissen Lebensstandard erreicht hat. Und davon entfernen wir uns zusehends.
Da magst du Recht haben. Aber rechtfertigt es, wenn es andere gibt, denen es (vermeintlich) besser geht als mir, wehrlose Geschöpfe nur der Unterhaltung oder meinetwegen der Frustbewältigung wegen zu quälen? Dann ist aber der Anspruch der Menschen, dass sie die 'Krone der Schöpfung' sind (was für mich, seit ich denken  kann, immer schon Blödsinn war) endgültig Makulatur.
Zitat
Die Tiere wehren sich nicht einmal - sie können offensichtlich als sozial hochentwickelte Lebewesen derartige Verhaltensweisen nicht einordnen und in ihrem genetischen Programm fehlt der Code, wie darauf zu reagieren ist.]
Überleg' mal: Im Programm der Hundehirne ist sowas nicht vorgesehen, das macht sie wehrlos.  Menschen machen sowas, ohne, dass es ihnen Stress bereitet...
Das macht mir als Mensch, der ich nunmal bin, wirklich Angst.
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Offline AlterGeist

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Re: Tradition 1: Dog - Spinning
« Antwort #5 am: 14. Januar 2012, 21:32 Uhr »
Was ich meine ist, dass
a) Menschen sich umso weniger um andere Menschen kümmern je schlechter es ihnen selbst geht. Dass Tiere noch weiter zurückfallen ist auch keine Überraschung, denke ich.
b) von "offizieller Seite" nicht viel zu erwarten ist (wirkliches Durchgreifen, Bestrafen, ...), weil man den Menschen solche Traditionen nicht unterbinden wird, um den Unmut nicht unnötig zu schüren - profitieren würden sie ja nicht davon.

Von Rechtfertigung hat niemand gesprochen. Allein dadurch, dass es für uns ein ekelhaft abstossend ist, ändert sich aber nichts.

Ich gehe davon aus, dass aus Sicht des Traditionsliebhabers dort kein Tier gequält wird - es wird ein Fest gefeiert! "Wenn's dem Tier nicht gefiele, könnte es sich ja so richtig wehren oder abhauen"

Offline Ebony

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Re: Tradition 1: Dog - Spinning
« Antwort #6 am: 15. Januar 2012, 17:21 Uhr »
Zitat
Was ich meine ist, dass
a) Menschen sich umso weniger um andere Menschen kümmern je schlechter es ihnen selbst geht. Dass Tiere noch weiter zurückfallen ist auch keine Überraschung, denke ich.

Diese Erfahrung habe ich nicht. Ich sehe gerade bei Menschen, denen es selbst nicht gut geht, dass sie sich um andere (Menschen oder Tiere kümmern). Auch in Bulgarien kümmern sich gerade arme Menschen z.B. darum, das Leid der Straßentiere zu lindern (die zu Hunderten erschlagen werden, obwohl auch das Töten von Straßentieren in Bulgarien offiziell verboten ist).
Ich betrachte aber generell Menschen in der Masse mit gemischten Gefühlen. Ich glaube, dass in jeder Masse zumindest einer ist, der erkennt, was falsch und was richtig ist. Da er aber Zeuge wird, was der Mob mit Schwächeren macht, schwimmt er vorsichtshalber mit.

Zitat
b) von "offizieller Seite" nicht viel zu erwarten ist (wirkliches Durchgreifen, Bestrafen, ...), weil man den Menschen solche Traditionen nicht unterbinden wird, um den Unmut nicht unnötig zu schüren - profitieren würden sie ja nicht davon.

Zitat
Von Rechtfertigung hat niemand gesprochen. Allein dadurch, dass es für uns ein ekelhaft abstossend ist, ändert sich aber nichts.

Genau aus diesem Grunde sind Taten gefragt.
Und da wäre einer in der Pflicht, der in einer höheren Position ist, wobei ich an den Bürgermeister der Gemeinde Tsarevo, zu der Brodilova gehört, denke. Dessen Wort hat in dörflichen Gemeinschaften immer noch Gewicht. Der Bürgermeister von Tsarevo verkündet aber, dass bei dem widerlichen Brauch die Hunde nicht gequält werden. Wer dieser Meinung ist, ist für mich mit Verlaub nicht normal im Kopf. Und er sorgt als Bürgermeister nicht dafür, dass bestehende Gesetze eingehalten werden. Wenn es Ministerpräsident Borissov, der das Spektakel nach seinen Worten ja als grausam und illegal und somit als nicht hinnehmbar erkannt hat, Ernst mit seinen Worten ist, wüsste er doch, wer sein 'Ansprechpartner' ist.

Bulgarien ist ein traditionsreiches Land und pflegt wunderschöne Bräuche. Sollte es so schwer sein, den Menschen dieses einen Dorfes den Unterschied zwischen Kultur und Barbarei zu erklären? Brodilova ist zudem kein armseliges Dorf fern jeder Zivilisation. Es liegt im Naturpark Strandzha, der aufgrund seiner wunderbaren Landschaft und seiner vielfältigen geschützten Tier- und Pflanzenarten von zahlreichen Touristen besucht wird, die auf Ökowanderwegen die Natur bestaunen können. Die Gemeinden im Naturpark pflegen einen Brauch, der in der UNESCO-Liste des immateriellen Weltkulturerbe aufgenommen wurde, den Feuertanz (findet in Brodilova traditionell am 27.Juli statt). Und im März die Barbarei des Dog-Spinning... Ich könnte mir vorstellen, dass etliche Touristen Tsarevo meiden, wenn sie wissen, was dort außerhalb der Touristensaison veranstaltet wird. Den Feuertanz können sie in den anderen Gemeinden genauso bewundern. Soviel zum 'profitieren', wenn das das einzige Argument ist, das zieht.

Quelle:http://bulgariatravel.org/en/object/95/Priroden_park_Strandja
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Paul

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Re: Tradition 1: Dog - Spinning
« Antwort #7 am: 15. Januar 2012, 18:57 Uhr »
tut mir leid, aber als ich das gesehen habe, hatte ich die phantasie ne expedition auszurüsten.

Offline Ebony

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Re: Tradition 1: Dog - Spinning
« Antwort #8 am: 15. Januar 2012, 19:23 Uhr »
Muss dir nicht leid tun. So wie dir geht es wohl jedem normalen Menschen.
Die Expedition muss aber sein, mit Menschen zu reden, den Knopf `Hier läuft was schief' zu finden und zu drücken. Dann hast du die Menschen - es sei denn, sie sind total verroht (Massentierhalter, XXL-Schnitzelfresser, Pelztierfarmer, Pelzträger ...)

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Offline Julie4Vegan

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Re: Tradition 1: Dog - Spinning
« Antwort #9 am: 19. Januar 2012, 23:29 Uhr »
Krankes Video!!! Ich konnte es mir nicht mal bis zum Schluss ansehen...WEIL ich furchtbar wütend und traurig zugleich werde....Das ist doch einfach nur KRANK und total daneben ! :heult:
Wirklich reich ist, wer mehr Träume in seiner Seele hat, als die Realität zerstören kann.

Paul

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Re: Tradition 1: Dog - Spinning
« Antwort #10 am: 20. Januar 2012, 00:13 Uhr »
ich verstehe zwar nicht was die da reden, aber die art und weise wie das grüppchen bei der sache ist, zeigt eindeutig dass diese menschen verroht sind. dabei spielt es auch keine rolle dass es tradition ist oder dass die menschen vieleicht arm sind. die stierkämpfe in spanien werden sicher nicht nur von armen menschen besucht, im gegenteil - könnte ich mir vorstellen. das krasse hier ist doch, dass es die hundebesitzer sind die das mitmachen oder gar selbst den hund anbinden.

was muss eigentlich passieren dass menschen zu monstern werden?

Offline Lilo

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Re: Tradition 1: Dog - Spinning
« Antwort #11 am: 20. Januar 2012, 00:30 Uhr »
nichts, paul, nichts muss passieren.
Der Mensch ist ein Monster, und egal was er tut, er ist und bleibt eines. Und ein Anzug ändert nichts daran, dass der Mensch von Grund auf Böse ist.

Offline #Tüte

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Re: Tradition 1: Dog - Spinning
« Antwort #12 am: 20. Januar 2012, 00:32 Uhr »
Kulturell und historisch gewachsene Eigenarten von unserem Standpunkt aus zu verteufeln, ist easy. Das Ritual hatte einst in Zeiten retardierter Bildungsgrade seinen Sinn. Heute weiß man vielleicht wissenschaftlich, dass diese Maßnahme keine Tollwut verhindert, aber sicher ist sicher. Das ist so wie man in der Türkei nicht in der Wohnung pfeifen soll, da sonst die Schlange nachts in die Wohnung schleicht oder wenn Brot auf den Boden fällt, es aufzuheben, ggfs. sauberzupusten, es zu küssen und an die Stirn zu führen (glaube insgesamt 3x) aus Gründen der Ehrfurcht und Würdigung bzw. Brot oder Lebensmittel allgemein nie unterhalb des Bauchnabels beim Essen neben sich abzulegen. Auch die jährliche, muslimische Opferschlachtung verhindert nicht, dass der erstgeborene Sohn "dran glauben" muss.

Wenn man mit diesen Sitten aufwächst und lebt, erscheint alles normal und für manche vielleicht als erfreuliches Fest aus den althergebrachten Gründen.


„Urteile nie über einen anderen, bevor Du nicht einen Mond lang in seinen Mokassins gegangen bist“

P.S. Natürlich finde auch ich dieses Ritual grässlich. Nicht, dass da falsche Annahmen aufkommen.

P.P.S.
Killerwale wurden im Übrigen auch gesichtet, wie sie eine ganze Weile lang mit dem Pinguin hin- und herwerfend spielten bevor sie es endgültig töteten und aufaßen. Es scheint, als spielen sie wirklich nur mit dem Pinguin.
Der Mensch ist sicherlich ein Monster, aber unter dem Strich dann doch nur ein Tier mit etwas mehr Reflektionsvermögen als andere Tiere.
http://deutsche-mitte.de
http://tinyurl.com/xy9313
ส็็็็็็็็็็็็็็็็็็็_(ツ)_ส้้้้้้้้้้้้้้้้
"Leute kaufen Sachen, die sie nicht brauchen, mit Geld, dass sie nicht haben, um Leuten zu imponieren, die sie nicht mögen."

Zu monieren, was Arbeitslose die Steuerzahler kosten, ist, wenn man bedenkt, was uns Kriege & Banken kosten, als würde man einen Moskitostich am Arm beheulen, während Dracula seine Zähne tief am Hals versenkt.

Paul

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Re: Tradition 1: Dog - Spinning
« Antwort #13 am: 20. Januar 2012, 00:44 Uhr »
tüte, das mag ja  alles so sein - aber es wiederlegt meiner meinung nach nicht dass diese menschen verroht sind. und was bildung angeht, grade der vergleich mit den stierkämpfen zeigt, dass es damit nichts zu tun hat. könnte man natürlich n neues fass aufmachen was bildung ist. ich behaupte mal mit schulabschlüssen und universitätsabschlüssen hat es nichts zu tun. viele der größten schlächter waren hochgebildet, kannten sich mit kunst, wissenschaft und poesie aus. bildung schützt nur bedingt vor barbarei.

Offline #Tüte

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Re: Tradition 1: Dog - Spinning
« Antwort #14 am: 21. Januar 2012, 02:49 Uhr »
[...]
Der Mensch ist sicherlich ein Monster, aber unter dem Strich dann doch nur ein Tier mit etwas mehr Reflektionsvermögen als andere Tiere.


Wie erwähnt - und, Paul, wir widersprechen uns ja nicht, wenn ich schreibe: wir können uns wohl damit abfinden, dass der Mensch wirklich ein Tier ist, dass sich selbst das Recht zugesprochen hat, sich vom Tier abzugrenzen. Vielleicht handhaben das einige höhere Tiere genauso, wer weiß. :D Hilft aber alles Umbenennen nichts. Wenn ich eine, meine Vorlieben erfüllende Frau sehe, hat mein limbisches System auch Vorfahrt bis die Zügel der Reflektion zupacken (oder ich mich schon im Vorfeld schon zum Löffel gemacht und disqualifiziert habe  ^-^ ).
Ich empfehle vor Verurteilung nochmal "Das Experiment", Milgram-Versuche oder
Fahrstuhl-Experimente
zu betrachten. Selbst der bestgebildetste Mensch darf sich hin und wieder unter den Scheffel stellen.
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