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Autor Thema: Rohkost = Heilkost  (Gelesen 40985 mal)

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Offline Julie4Vegan

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Re: Rohkost = Heilkost
« Antwort #150 am: 22. Januar 2013, 23:20 Uhr »
Würde mich interessieren, ob z.B. Ausdauersport auch einen Platz im Leben eines Rohköstlers hat. Ein bisschen Joggen, ist das drin ?

Selbstverständlich, sogar besser ! Denn Obst liefert uns 90 % Energie, wir brauchen nur 10 % um es zu verdauen.
Im Vergleich, liefert Fleisch 30 % Energie und 70 % werden zur Verdauung des Fleisches benötigt...
Auch Kochkost liefert wenig Energie.
Aaalso,haben Rohköstler deutlich mehr Energie über  :rundoggy:

 :wave:
Wirklich reich ist, wer mehr Träume in seiner Seele hat, als die Realität zerstören kann.

Offline thomas87

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Re: Rohkost = Heilkost
« Antwort #151 am: 23. Januar 2013, 09:12 Uhr »
Wenn das Kochen von Nahrungsmitteln nicht erlaubt ist mit der Begründung der Vermehrung der Leukozyten im Blut (Verdauungsleukozytose). Wieso sollte dann Ausdauersport erlaubt sein ? Dieser führt nämlich ebenfalls zu einer Vermehrung der Leukozyten im Blut, auch Belastungsleukozytose genannt. Nach Rohkost-Ideologie müsste das ebenfalls als ein entzündlicher Akt wahrgenommen werden, ergo kein Sport mehr für euch :P

Und zu den Angaben von Energie und Verdauung. Da fehlen mir die Belege. Das sind hervorgezauberte Werte, die deinem Weltbild angepasst sind, aber nichts mit der Realität gemein haben. Wenn ich mich irre, zeig mir Fachpublikationen, die in Fach-Journals (Peer-reviewed) veröffentlicht wurden.


Offline Celsus

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Re: Rohkost = Heilkost
« Antwort #152 am: 23. Januar 2013, 10:16 Uhr »
Man sollte es einfach selbst probieren, dann sieht man wie fit der Körper schon nach sehr kurzer Zeit ist. Natürlich kannst du diese Darstellung als subjektiv empfunden einordnen. Ich konnte auf jeden Fall mit rohköstlicher Versorgung joggen und nicht nur das. Die meisten Menschen haben bei den Gedanken sehr große Bedenken, denn wie oft hat man uns doch die Ernährungspyramide vor die Augen gehalten. Aber du siehst es doch bei der veganen Ernährng, das man ohne Fleisch nicht nur existieren kann, sondern das Fleisch zur Lebenserhaltung überflüssig ist. Und das die Mär von den guten Wirkungen der Kuhmilch (Schutz vor Osteroporose) widerlegt ist, dürfte zumindestens hier bekannt sein. In den Medien ist Milch ja nach wie vor, das gesündeste was es auf diesem Planeten gibt. Das hat die Industrie sehr gut hinbekommen. Habe mir gestern einen Marktcheck von Fererro angesehen, die befragten Passanten gaben allesamt an das die Michschnitte und Nutella sehr gesund seien, weil ja dort Milch enthalten ist und Milch bedeutet Calcium für die Knochen.
Du hast die Realität angesprochen, da stellt sich dann die Frage was denn die Realität ist? Sprich mit Studierenden und du bekommst gelerntes "Wissen" das angeblich den jetzigen Stand der Wissenschaft darstellt. Und hier muss man ansetzen.
Eine Wissenschaft die von der Industrie abhängig ist, Universitäten die nicht unabhängig sind, weil Auftraggeber aus der Industrie Untersuchungen mit Wunschergebnis anfordern, ist keine Wissenschaft. Und wenn angagierte Studenten mit Unterstützung ihres Prof. wirklich mal etwas herausbekommen, dann landen diese wichtigen Informationen, die ein Umdenken erforderlich machen würde in den Datenfriedhöfen der Verwaltungen (Politik). Das ist die Realität, auch Realität ist es, das man bei der Rohkost kein Toilettenpapier mehr braucht.

Aber ich will damit keine Diskussion anregen, sondern lediglich meine Sichtweise darlegen. Da ich für mich gemerkt habe das Diskussionen nie etwas bringen, also zu nichts führen außer dem Versuch den anderen argumentativ zu besiegen um seine Sicht der Dinge als die einzig richtige in den Vordergrund zu stellen. Bei der nächsten Wahl werden über 30% ANgela Merkel ihre Stimme geben, das machen sie deshalb weil sie wirklich davon überzeugt sind, dass sie ihre Sache gut bis sehr gut macht.
« Letzte Änderung: 23. Januar 2013, 10:30 Uhr von Celsus »
In einer humanen Welt dürfte es selbst dann keine Tierfolterei durch die Wissenschaft mehr geben, wenn es begründete Hoffnungen auf echte Fortschritte durch quälende Tierversuche für die Krebsbekämpfung gäbe. Aber nichteinmal das gibt es.
Prof. Julius Hackethal

Offline thomas87

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Re: Rohkost = Heilkost
« Antwort #153 am: 23. Januar 2013, 11:26 Uhr »
Wenn du keinen Sinn in der Diskussion siehst, dann solltest du auch verstehen, dass dein Beitrag als " ich will meine Sicht lediglich darstellen, ohne die Möglichkeit frei zu lassen, dass jemand darauf reagiert" vollkommen sinnlos ist. Eine sehr statische Vorstellung unserer Welt. Genauso gut hättest du nichts schreiben können. Der Grundsatz gilt:

Neil deGrasse Tyson
If you're always successful at BS'ing it's because you are not hanging around people who are smarter than you

Anmerkung: BS=Bullshit

Will man intellektuell weiterkommen, musst du Argumente und Logik wertschätzen. Sind dir Argumente unwichtig, sind dir deine Irrtümer heilig.

Jetzt gehe ich auf den eigentlichen Inhalt ein:

Wenn sich jemand mit Rohkost besser fühlt, ist das nicht gleichbedeutend mit dem Beleg dafür, dass alle Behauptungen der Rohköstler faktisch richtig sind. Punkt 1. Tatsächlich kann man ihre Behauptungen (Verdauungsleukozytose=Entzündung; erhitzte Lebensmittel=tot), dadurch gar nicht verifizieren. Wofür soll dein Stuhlgang Beleg genug sein ?

Mir geht's hier also nicht um diesen "Erfahrungsfundamentalismus", den man in esoterischen Kreisen so oft beobachten kann.


Was den Wert von Wissenschaft angeht, hast du deine eigene Weltsicht immunisiert gegen Argumente. Wissenschaftler, ein korrupter Haufen. Die Wahrheit würde nie publiziert werden.... . Wenn du etwas gegen von der Industrie finanzierte Forschung hast, dann such nach Publikationen mit COI-Policy (Conflict of Interest). Da müssen alle beteiligten Wissenschaftler offenlegen, von wem sie finanziert werden.

Also hier nochmal die Aufforderung zur Beantwortung meiner Frage: Wieso solle Bewegung in eurem Weltbild akzeptiert sein, wenn diese auch eine Belastungsleukozytose auslöst ? Würdet ihr eine Leukopenie,  reziprok, für eine bessere Entwicklung halten ?

Offline Celsus

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Re: Rohkost = Heilkost
« Antwort #154 am: 23. Januar 2013, 11:46 Uhr »
Zitat
vollkommen sinnlos ist

Das sehe ich nicht so, denn durch mein Statement hat der Mitleser die Möglichkeit meine Argumente zu lesen und als Gegendarstellung der allgemeinen "Ernährungslehre" zu verstehen. Ich stelle hier meine persönliche Meinung der Dinge dar. Wie der Leser das wertet ist sicher unterschiedlich.

Zitat
ohne die Möglichkeit frei zu lassen, dass jemand darauf reagiert
Selbstverständlich kann und darf jeder zu meiner Ansicht, seine Sicht der Dinge niederschreiben. Ist ja schließlich ein Forum, in dem jeder seine Meinung, oder die der Wissenschaftler wiedergeben kann.

Der folgende Satz zeigt mir das eine Diskussion zu nichts führt.
Zitat
Mir geht's hier also nicht um diesen "Erfahrungsfundamentalismus", den man in esoterischen Kreisen so oft beobachten kann.
Es geht alleinig darum, eine Gruppe, hier kann man auch beliebig Vegetarier oder Veganer einsetzen, oder eine Ansicht bzw. Lebensweise in eine Ecke zu stellen und die Menschen zu diskreditieren. Das ist allerorts ein beliebtes Mittel und wird auch sehr häufig bei Vegan lebenden Menschen gemacht. Das im persönlichen Umfeld, aber auch in den Printmedien. Jeder kennt ja die Darstellungen, da brauch ich hier nichts zu verlinken.

Zitat
Wieso solle Bewegung in eurem Weltbild akzeptiert sein, wenn diese auch eine Belastungsleukozytose auslöst
Hierfür müsstest du uns ja erstmal verlässliche Quellen liefern, bis dahin ist es erstmal eine Behauptung.

Es ist so das du vielleicht davon ausgehst, dass dich hier jemand überzeugen will, dass ist mitnichten der Fall. Es gibt Menschen die von einer Sache überzeugt sind und sie deshalb machen. So wie die Vegane Ernährung, so wie Fahrradfahren, Joggen, Wandern oder an Gott glauben. Manche glauben gar an Gott obwohl noch in keiner Studie bewiesen wurde das es ihn gibt. Man kann sogar hergehen und Theologie studieren, obwohl es sich um einen Glauben handelt und die Existenz dessen woran man glaubt nicht bewiesen ist. :lolrofl:
« Letzte Änderung: 23. Januar 2013, 16:05 Uhr von Celsus »
In einer humanen Welt dürfte es selbst dann keine Tierfolterei durch die Wissenschaft mehr geben, wenn es begründete Hoffnungen auf echte Fortschritte durch quälende Tierversuche für die Krebsbekämpfung gäbe. Aber nichteinmal das gibt es.
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Offline Julie4Vegan

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Re: Rohkost = Heilkost
« Antwort #155 am: 23. Januar 2013, 11:54 Uhr »
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Offline thomas87

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Re: Rohkost = Heilkost
« Antwort #156 am: 23. Januar 2013, 12:13 Uhr »
@celsus
Die Belastungsleukozytose ist schon seit langem bekannt:

http://www.zeitschrift-sportmedizin.de/fileadmin/externe_websites/ext.dzsm/content/archiv2004/heft02/stint_02_04.pdf


@julie4vegan
Welche Quellen gibt der Autor für seine Behauptung an ?

Offline Celsus

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Re: Rohkost = Heilkost
« Antwort #157 am: 23. Januar 2013, 12:39 Uhr »
Jetzt erklärt sich deine Eingangsfrage. Die Verdauungsleukozytose war mir kein Begriff. Sofern dies bei gekochter Nahrung der Fall sein sollte (auch das entzieht sich meiner Kenntnis), wie sieht da denn der zeitliche Rahmen der Leukozytose aus.
Sofern dies zutrifft müsste dies doch mit einer dauerhaften Erhöhung der Leukozyten einhergehen. :dontknow:
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Prof. Julius Hackethal

Offline #Tüte

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Re: Rohkost = Heilkost
« Antwort #158 am: 23. Januar 2013, 18:18 Uhr »

http://www.zeitschrift-sportmedizin.de/fileadmin/externe_websites/ext.dzsm/content/archiv2004/heft02/stint_02_04.pdf


Danke für den Link. Interessanter Satz
Zitat
Aufnahme kohlenhydrathaltiger Getränke während Belastung und einer
damit verbundenen geringeren Kortisolausschüttung reduziert werden
(5)


Um mich nicht zu sehr in die Dikussion einzuklinken, da extremes Kopfweh, denke ich, dass der Stuhlgang als Indikator für die Gesundheit sehr wohl sehr gut taugt, ähnlich wie bei der Abgasuntersuchung: Wo alles rundläuft und sauber rauskommt, ist alles im grünen Bereich. :D
http://tinyurl.com/xy9313
ส็็็็็็็็็็็็็็็็็็็_(ツ)_ส้้้้้้้้้้้้้้้้
"Leute kaufen Sachen, die sie nicht brauchen, mit Geld, dass sie nicht haben, um Leuten zu imponieren, die sie nicht mögen."

Zu monieren, was Arbeitslose die Steuerzahler kosten, ist, wenn man bedenkt, was uns Kriege & Banken kosten, als würde man einen Moskitostich am Arm beheulen, während Dracula seine Zähne tief am Hals versenkt.

Offline Julie4Vegan

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Re: Rohkost = Heilkost
« Antwort #159 am: 24. Januar 2013, 22:02 Uhr »
Selbst Experten gehen sich bei dem Thema Ernährung an die Gurgel  ::)
 
Hier mal Teil 1 von 5





Ich denke; Gesundes, macht auch gesund .
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Offline Bänäna

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Re: Rohkost = Heilkost
« Antwort #160 am: 24. Januar 2013, 23:41 Uhr »
Bist du denn jetzt komplett auf Rohkost umgestiegem, Julie?

Offline Julie4Vegan

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Re: Rohkost = Heilkost
« Antwort #161 am: 25. Januar 2013, 00:02 Uhr »
Nee, nicht 100%
In den letzten 14 Tagen, hab ich 12 davon rohköstlich gelebt...
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Offline Julie4Vegan

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Re: Rohkost = Heilkost
« Antwort #162 am: 25. Januar 2013, 00:04 Uhr »
Ich würd es aber gern dauerhaft schaffen  :-\
Wirklich reich ist, wer mehr Träume in seiner Seele hat, als die Realität zerstören kann.

Offline thomas87

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Re: Rohkost = Heilkost
« Antwort #163 am: 25. Januar 2013, 00:38 Uhr »
Also spielt der Umstand, dass Bewegung auch eine Leukozytose hervorruft nun eine Rolle oder nicht.


Anticrik

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Re: Rohkost = Heilkost
« Antwort #164 am: 25. Januar 2013, 03:18 Uhr »
Kinder, Kinder... Was für ein Schlachtfeld...

Selbstverständlich, sogar besser ! Denn Obst liefert uns 90 % Energie, wir brauchen nur 10 % um es zu verdauen.
Im Vergleich, liefert Fleisch 30 % Energie und 70 % werden zur Verdauung des Fleisches benötigt...
Auch Kochkost liefert wenig Energie.
Aaalso,haben Rohköstler deutlich mehr Energie über  :rundoggy:

Dafür hätte ich gerne Belege. Mir ist zwar bekannt, dass Obst leichter verdaulich ist, als z.B. Fleisch, allerdings stimmen die Zahlen, die du nennst, wohl kaum. Im Durchschnitt verbraucht der Mensch für den Verdauungsvorgang etwa 10 bis 20% der aufgenommenen Kalorienmenge (bei Nährwertangaben auf Lebensmitteln wurde die für die Verdauung benötigte Energie bereits abgezogen). Außerdem sind nicht alle Obst- und Gemüsesorten leicht verdaulich, einige, wie Zwiebeln, Paprika, Oliven, Pilze, Gurken, Nüsse, Steinobst und Avocados sind nicht nur schwer, sondern z.T. sogar schwerer verdaulich als im gekochten Zustand.
Überschüssige Energie, z.B. aus den im Obst und Gemüse reichlich enthaltenen Kohlenhydraten, die der Körper nicht umgehend wieder verbraucht, lagert er übrigens als Fettreserve ein...

Für eine Verdauungsleukozytose durch gekochte Nahrung alleine gibt es auch keine Anhaltspunkte bzw. Beweise duch Studien usw. Anders als in den 1930er Jahren gibt es heute allerdings Belege dafür, dass Leukozytosen durch Fremdeiweiße im Blut (nicht körpereigenes Eiweiß, Aufnahme v.a. durch   Medikamente, Blutkonserven, Nahrung) oder durch Lipasen (für u.a. die Fettverdauung notwendige Enzyme) und freie Fettsäuren (für Energiebereitstellung nicht relevante Fette) ausgelöst werden können.

Das dürfte auch das Fehlen einer solchen Leukoytose nach der Aufnahme von Rohkost erklären: die eingenommenen Nahrungsmittel enthalten eher weniger Fette und Eiweiß -mit einer gesunden und ausgewogenen vegetarischen oder veganen Ernährung kann man diese Verdauungsleukoytosen allerdings auch minimieren, ohne auf das Kochen zu verzichten.

Leichte Anstiege von Leukozyten nach Mahlzeiten sind übrigens ebenso unbedenklich wie Leukozytosen nach körperlicher Belastung, darüber hinaus unterliegt der Leukozytenspiegel sowieso ständigen Schwankungen...

PS: Ich habe keinesfalls etwas gegen Rohkost -wer zieht nicht ab und zu mal einen Salat einer Pizza vor und fühlt sich danach besser-, aber diese Verklärung zur "einzig wahren" Ernährung und Allheilmittel unter Verkennung tatsächlicher Fakten halte ich für einen vollkommen falschen Ansatz...
« Letzte Änderung: 25. Januar 2013, 03:31 Uhr von Anticrik »