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Autor Thema: Definition der absoluten Liebe  (Gelesen 24845 mal)

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Offline #Tüte

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Definition der absoluten Liebe
« am: 22. Februar 2012, 08:58 Uhr »
Hatte mich eben interessiert (ja, so während der Arbeit :D )  was der Unterschied zwischen Zuneigung und Liebe ist. Bin gleich über einen zumindest treffend klingelnden Beitrag gestolpert:

Zitat
Lieben tust Du sie
 
 -   wenn Du einfach nur glücklich bist, weil es sie GIBT
 -   wenn Du Freude daran hast, wenn SIE glücklich ist
 -   wenn Du einfach ALLES für sie tun würdest (natürlich in einem sinnvollen Rahmen, keine blödsinnigen oder egoistischen Forderungen
 -   wenn Du bereit wärst, sie ein Jahr lang nicht berühren zu dürfen, und trotzdem zu ihr stehst
 -   wenn Du Dir sicher bist, ihr auch in schwerer Krankheit oder Invalidität beistehen zu können, egal, wie lange das dauert...


Wie seht ihr das? Wie haltet ihr das so?


http://deutsche-mitte.de
http://tinyurl.com/xy9313
ส็็็็็็็็็็็็็็็็็็็_(ツ)_ส้้้้้้้้้้้้้้้้
"Leute kaufen Sachen, die sie nicht brauchen, mit Geld, dass sie nicht haben, um Leuten zu imponieren, die sie nicht mögen."

Zu monieren, was Arbeitslose die Steuerzahler kosten, ist, wenn man bedenkt, was uns Kriege & Banken kosten, als würde man einen Moskitostich am Arm beheulen, während Dracula seine Zähne tief am Hals versenkt.

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Ralik

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Re: Definition der absoluten Liebe
« Antwort #1 am: 22. Februar 2012, 09:14 Uhr »
Absolute Liebe? Puh, schwierig :scratchy:. Ich kann Menschen für verschiedene Menschen unterschiedliche Gefühle haben, die ich als Liebe ansehen würde (meine jetzt aber nicht gleichzeitig, ich rede nicht von Polyamorie), da gibt es nicht DAS EINE Gefühl von Liebe.

Und ich sehe Liebe eher als etwas Gegenseitiges. Dass man sich miteinander so wohl fühlt, so komplett und vollständig, wie es alleine oder mit jemand anderem gar nicht geht.
Dass man den anderen nicht ändern will, sondern bereit ist, sich einigermaßen mit den Macken und Marotten zu arrangieren.
Dass man sich gegenseitig stärkt, Ängste nimmt, sich fallen lassen kann, sich absolut vertrauen kann, jeder so sein kann, wie er ist, keine Bedenken haben muss, den anderen mit Ehrlichkeit zu verletzen oder durch seine Ehrlichkeit verletzt zu werden.
Dass man miteinander gute wie schwere Zeiten durchsteht und ein Streit nichts kaputt macht. Dass man irgendwann eine gemeinsame "Geschichte" hat, aber trotzdem noch als Einzelperson existiert, nicht nur als Teil eines Paares (eigene Freunde haben kann, eigene Hobbys etc.).
Dass man über Sex ausführlich und offen reden kann ;), über seine Gefühle, Ängste, seine Eifersucht.
Dass man nicht "aufrechnet" (wer jetzt öfter abgwaschen hat... :smileee:).
Dass man gemeinsame Pläne und Träume hat.

Vielen Dank von


Offline Celsus

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Re: Definition der absoluten Liebe
« Antwort #2 am: 22. Februar 2012, 09:37 Uhr »
Zitat
Lieben tust Du sie
 
 -   wenn Du einfach nur glücklich bist, weil es sie GIBT
 -   wenn Du Freude daran hast, wenn SIE glücklich ist
 -   wenn Du einfach ALLES für sie tun würdest (natürlich in einem sinnvollen Rahmen, keine blödsinnigen oder egoistischen Forderungen
 -   wenn Du bereit wärst, sie ein Jahr lang nicht berühren zu dürfen, und trotzdem zu ihr stehst
 -   wenn Du Dir sicher bist, ihr auch in schwerer Krankheit oder Invalidität beistehen zu können, egal, wie lange das dauert...

Finde ich eine sehr schöne Definition.
Wobei all das in meinen Augen selbstverständlich ist.
Für mich immer das höchste Gefühl von Glück, wenn sie sich über etwas freut. Jemand anders glücklich machen
macht einen selber glücklich, wie es nichts anderes in der Welt vermag.
Hinzufügen möchte ich noch meine "Definiton": Ich würde Liebe als das Gefühl der Vollständigkeit beschreiben.
Dieses tiefe Gefühl, hat rein gar nichts mit Sex zu tun, sondern begleitet einen überall hin.
Also egal wo man sich aufhält ist man von diesem Gefühl beseelt.

Zitat
sondern bereit ist, sich einigermaßen mit den Macken und Marotten zu arrangieren.
habe in 23 Jahren keine Marotte oder Macke bei meiner Exfrau entdeckt.

In einer humanen Welt dürfte es selbst dann keine Tierfolterei durch die Wissenschaft mehr geben, wenn es begründete Hoffnungen auf echte Fortschritte durch quälende Tierversuche für die Krebsbekämpfung gäbe. Aber nichteinmal das gibt es.
Prof. Julius Hackethal

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#Tüte, Bänäna, RosenRot

Offline Simona1978

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Re: Definition der absoluten Liebe
« Antwort #3 am: 22. Februar 2012, 09:57 Uhr »
In meinen 15 Ehejahren hat sich gezeigt, dass vor allem beiderseitiges Verzeihen wichtig ist, und dass man das Gefühl der absoluten Zusammengehörigkeit hat, komme was da wolle!
Und das es dazu gehört, dass Liebe auch manchmal weh tut.

LG Simona
Jedermann recht getan, ist eine Kunst die niemand kann!

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Ralik, #Tüte, Bänäna

Offline Bänäna

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Re: Definition der absoluten Liebe
« Antwort #4 am: 22. Februar 2012, 11:55 Uhr »
Die o. g. Definition und eure Erweiterungen haben mich sehr berührt!

Liebe ist subjektiv und von daher denke ich, dass es keine "richtige" Definition gibt. Das muss jeder für sich selbst entscheiden und interpretieren.

Für mich stehen Selbstlosigkeit, Verständnis und Kompromissbereitschaft ganz oben - und zwar bei jeder Art von Liebe.
In einer Partnerschaft finde ich es auch sehr wichtig, dass man noch Einzelperson sein kann. Und jede Person hat auch kleine Geheimnisse. Ich finde das ok. Andererseits denke ich, dass man sich im Laufe der Zeit auch diese erzählt, einfach weil man weiß, der andere ist nicht böse bzw. nutzt dieses Wissen nicht aus.

Celsus gebe ich Recht, dass es das höchste Gefühl von Glück ist. Wenn ich an Liebe denke, dann reise ich gedanklich direkt in eine andere Sphäre und fühle mich wohl.  :)

Vielen Dank von


Offline kleine1002

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Re: Definition der absoluten Liebe
« Antwort #5 am: 22. Februar 2012, 12:01 Uhr »
Dem Thema werde ich mich teilweise in meiner (philosophischen) Staatsarbeit widmen....

Offline Celsus

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Re: Definition der absoluten Liebe
« Antwort #6 am: 22. Februar 2012, 12:10 Uhr »
...und bist du schon angefangen? (zu lesen)
In einer humanen Welt dürfte es selbst dann keine Tierfolterei durch die Wissenschaft mehr geben, wenn es begründete Hoffnungen auf echte Fortschritte durch quälende Tierversuche für die Krebsbekämpfung gäbe. Aber nichteinmal das gibt es.
Prof. Julius Hackethal

Offline kleine1002

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Re: Definition der absoluten Liebe
« Antwort #7 am: 22. Februar 2012, 12:21 Uhr »
Zum Teil ja, aber bei den philosophischen Quellen bin ich noch auf Suche.
 

Offline Celsus

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Re: Definition der absoluten Liebe
« Antwort #8 am: 22. Februar 2012, 13:00 Uhr »
Ohne Dich ist das Leben sinnlos.
Ohne Dich ist die Freude am dasein entwichen.
Ohne Dich habe ich gelebt, aber erst durch dich
habe ich das Gefühl von Glück erfahren dürfen.
Erst die Liebe zu dir hat mich gelehrt was Angst ist.
Angst dir könnte etwas schreckliches passieren.
Angst du könntest krank werden.
Angst ich könnte im entscheidenden Moment
nicht da sein um dich zu beschützen.
Ohne dich fehlt die Möglichkeit zu wachsen.
Ohne dich fehlen die Gespräche die man nur
mit einem Seelenverwandten führen kann.
Ohne Dich fehlt der Mittelpunkt des Lebens

Ohne dich ist das Wort Zukunft
nur ein Wort.
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RosenRot

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Re: Definition der absoluten Liebe
« Antwort #9 am: 22. Februar 2012, 13:09 Uhr »
Vor wenigen Monaten, hätte ich bei diesem Thema noch belustigt die Augen gerollt...
Liebe?
Das war für mich ein Hirngespinst, etwas, das mich nur beschränkt hätte...mir gefiel es, ganz einfach rational zu empfinden, die Probleme die andere Menschen mit Ihrem Partner  hatten ließen mich innerlich  meist  nur müde lächeln.
Ich war stest in der Lage, die sogenannten  "Marotten" anderer Menschen, die ich persönlich meist gar nicht als solche empfinde, anzunehmen, aber um nichts in der Welt, wollte ich jemandem meine Macken zu muten.
Liebe und Schmerz sind und waren für mich untrennbar, also mied ich sie wie der Teufel das Weihwasser...

Eines Nachts, hat sich all das verändert und auch wenn ich es am Anfang nicht war haben wollte, so weiß ich mittlerweile, nur zu gut was es bedeutet aufrichtig zu lieben.
Dennoch, finde ich es schwierig, Liebe zu definieren...ich verbinde sie nicht, wie die meisten Menschen mir verklärter Romantik.
Meine Definition wäre vielen  Menschen sicherlich zu extrem...einige wichtige Punkte wären für mich

*Den Partner niemals als selbstverständlich zu betrachten 

*Vergeben können (abgesehen von Betrug)

 *Den Partner nicht verändern wollen, vielmehr bestärken und unterstützen

*Sich nicht dem Alltagstrott hingeben und sich auch wenn die erste Verliebtheitsphase vorbei ist, noch zurecht zu machen, sich nicht gehen zu lassen bzw. keinen Wert mehr darauf zu legen, dem Partner optisch zu gefallen, ihn gelegentlich zu überraschen.

*Und sich darauf  besinnen, dass einem Dinge die einem am Partner eventuell stören( Dumme Beispiele: Klodeckel nie runter klappen, Wäsche nicht  direkt in den Korb räumen,Schusseligkeit, Unordentlichkeit etc.)
  einem am Anfang der Beziehung scheißegal waren... ;)

*Dem Partner das Gefühl geben, das er der tollste/heißeste Mensch auf diesem Planten ist.

*Und zu guter letzt, mit dem Partner alt, grau und runzelig  werden zu wollen, für Ihn auch in schlechteren Zeiten ein Anker zu sein und bedingungslos für Ihn einzustehen...


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Offline PinkiePie

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Re: Definition der absoluten Liebe
« Antwort #10 am: 22. Februar 2012, 14:42 Uhr »
Ich würde Liebe als die Bereitschaft beschreiben zueinander zu stehen auch wenn es gerade schönere oder bequemere Dinge gäbe.
Das Glück, das dir am meisten schmeichelt,
betrügt dich am ehesten.

Franz Kafka

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RosenRot, Simona1978, #Tüte

Nescius

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Re: Definition der absoluten Liebe
« Antwort #11 am: 22. Februar 2012, 14:49 Uhr »
Dann nehme ich mal wieder die Gegenposition ein. ;-)

"Liebe" ist für mich ein inflationär gebrauchter Begriff, der, wie mir scheint, jeglichen Inhalt verloren hat. An die Stelle echter Zuneigung und Handlungen aus dieser Zuneigung tritt das Wort "Liebe". "Ich liebe Dich" - auch gerne einfach nur "ild". Kann man dem Begriff der Liebe mehr spotten? Ich habe meiner Freundin, soweit ich weiß, noch nie gesagt, dass ich sie liebe. Und das habe ich auch nicht vor. Von solchem Pathos möchte ich mich freimachen.

Die "Liebe" birgt Gefahren. "Liebe" beschränkt. Liebe entindividualisiert oder begrenzt den Blick. "Wer alle liebt, der kann den Einzelnen nicht lieben". In der "Liebe" drücken wir unser Begehren zu einem Menschen aus und erheben ihn unnötig, wie mir scheint. Zumindest geht mit der Erhöhung eines Menschen in der "Liebe" eine unnötige Herabwürdigung anderer Menschen einher.

Was ist die "Liebe"? Ist es ein Begehren zu einem Menschen? Zu mehreren Menschen? Zu Gott? Krishnamurti hat dazu interessante Dinge gesagt und ich möchte ihn kurz zitieren:

"Einem anderen anzugehören, von einem anderen seelisch gestützt zu werden, von einem anderen abhängig zu sein - dadurch entsteht innere Unruhe, Schuld, Eifersucht, Schuldgefühl. [...] Sentimentalität und Gefühlsüberschwang haben nichts mit Liebe zu tun. Und so ist Liebe mehr als nur Vergnügen und Begehren."

"In der Pflicht gibt es keine Liebe."

"In dieser zerrissenen, wüsten Welt gibt es keine Liebe, weil Vergnügen und Beghren die Hauptrollen spielen."

"Wenn Sie nicht wissen, was Sie tun sollen, dann tun Sie doch wohl nichts. Absolut nichts! Dann sind Sie innerlich vollkommen still. Verstehen Sie, was das bedeutet? Das bedeutet, dass Sie nicht suchen, nicht wünschen, kein Ziel verfolgen; es gibt überhaupt kein Zentrum mehr. Dann ist Liebe da."


(Aus: Einbruch in die Freiheit)

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Offline Simona1978

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Re: Definition der absoluten Liebe
« Antwort #12 am: 22. Februar 2012, 14:57 Uhr »
Jedem das seine! Aber das ich so denke, möcht ich nie erleben müssen.
Jedermann recht getan, ist eine Kunst die niemand kann!

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Offline funky

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Re: Definition der absoluten Liebe
« Antwort #13 am: 22. Februar 2012, 14:58 Uhr »
Vielleicht hast Du auch einfach nur Angst vor der Verantwortung, die mit der Aussage "ich liebe Dich" einhergeht.
Du bist ein junger Mann, Du hast natürlich erstmal vor so etwas Schiss, weil es einen ganzen Rattenschwanz mit sich ziehen könnte.  ;)

Sorry, aber manche Dinge wurzeln in ganz banalen Ursachen, man kann sie sich aber toll durch Pathetik in anderes Licht rücken, der kognitiven Dissonanz wegen, die meine ersten Sätze verursachen könnten.

Wo ist eigentlich das Problem, einen Menschen mehr, oder, wie Ralik meinte, anderes zu lieben, als andere? Ich meine, für seine Familie und Freunde empfindet man ja auch anders als zu Hinz und Kunz auf der Straße, und kann dennoch allen Menschen insgesamt zugeneigt sein - oder sie lieben, um mal in blumig-"spiritueller" Sprache zu sprechen...

Vielen Dank von


Nescius

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Re: Definition der absoluten Liebe
« Antwort #14 am: 22. Februar 2012, 15:07 Uhr »
Vielleicht hast Du auch einfach nur Angst vor der Verantwortung, die mit der Aussage "ich liebe Dich" einhergeht.
Du bist ein junger Mann, Du hast natürlich erstmal vor so etwas Schiss, weil es einen ganzen Rattenschwanz mit sich ziehen könnte.  ;)
Kurz und knapp: Nein. ;)
Ich kann einfach mit dem Begriff und dem Konzept der "Liebe" nicht viel anfangen.

Sorry, aber manche Dinge wurzeln in ganz banalen Ursachen, man kann sie sich aber toll durch Pathetik in anderes Licht rücken, der kognitiven Dissonanz wegen, die meine ersten Sätze verursachen könnten.
?

Wo ist eigentlich das Problem, einen Menschen mehr, oder, wie Ralik meinte, anderes zu lieben, als andere? Ich meine, für seine Familie und Freunde empfindet man ja auch anders als zu Hinz und Kunz auf der Straße, und kann dennoch allen Menschen insgesamt zugeneigt sein - oder sie lieben, um mal in blumig-"spiritueller" Sprache zu sprechen...
Die letzte, endgültige "Liebe" ist die der All-Einheit mit dem Universum. Die Grenze zwischen Subjekt und Objekt verfließt. Beide werden im Moment der Liebe eins.
Man kann selbstverständlich nach dem herkömmlichen Begriff der "Liebe" jemanden mehr lieben als andere, ohne deswegen alle anderen gänzlich zu missachten. Ich kann aber einfach, wie gesagt, mit dem Begriff der "Liebe" nicht viel anfangen. Dieses Wort nützt mir nichts.