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Autor Thema: Definition der absoluten Liebe  (Gelesen 25363 mal)

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Offline PinkiePie

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Re: Definition der absoluten Liebe
« Antwort #15 am: 22. Februar 2012, 15:09 Uhr »
Ich glaube da missinterpretiert ihr was.

Es geht nicht darum, niemandem diese besonderen Gefühle entgegenzubringen, sondern diese Gefühle nicht eine vorgeformte Schablone einpassen zu müssen.
Mit jedem "Ich liebe Dich" referiert man auf einen ganzen Rattenschwanz von kulturellen Standardisierungen von Liebe und verstellt sich somit den Weg genauer auszudrücken, was man genau in einem Moment für eine ganz bestimmte Person empfindet. "Ich liebe Dich" kann man zu jedem Partner sagen, aber was der/diejenige einem wirklich bedeutet, das wird immer verschieden ausfallen, da man zu jedem Menschen eine einzigartige Beziehung und einzigartige Gefühle hat.

Das Glück, das dir am meisten schmeichelt,
betrügt dich am ehesten.

Franz Kafka

Vielen Dank von

Nescius, Ralik, Simona1978, #Tüte, Paul

Offline PinkiePie

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Re: Definition der absoluten Liebe
« Antwort #16 am: 22. Februar 2012, 15:12 Uhr »
P.S.: Absolute Liebe als Ausdruck würde ich nicht nur auf den Partner beziehen, sondern so beschreiben:
[PMV] Pinkie Pie :: Smile, Smile, Smile! (Original) (Spoilers)


Ich mach ja kein Geheimnis draus, dass PinkiePie mein Mentor ist :snickergirl:
Das Glück, das dir am meisten schmeichelt,
betrügt dich am ehesten.

Franz Kafka

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Ralik

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Re: Definition der absoluten Liebe
« Antwort #17 am: 22. Februar 2012, 15:16 Uhr »
"Liebe" beschränkt. Liebe entindividualisiert oder begrenzt den Blick.
Und da würde ich nun wiederum das genaue Gegenteil behaupten. Sonst ist es nach meinem Gefühl keine Liebe, sondern eine Art emotionaler Verwirrtheit, die man dafür hält... (oder die Hormone ;)).

Wenn man jemanden liebt, muss das nicht einschränkend sein - ganz im Gegenteil. Würde sagen, Liebe kann sogar den Blick erwitern, stärken und Kraft zur Entfaltung geben, zur gegenseitigen und zur eigenen.

Und weil das alles sehr romantisch und verklärt klingt: Mir ist schon klar, dass das oft harte Arbeit bedeutet. Auf beiden Seiten. Und dass es verdammt selten vorkommt, dass beide Partner gleich ober wenigstens ähnlich empfinden.

Tja, so unterschiedlich kann die Auffassung von dem sein, was man als Liebe bezeichnet - was und wie auch immer Liebe nun auch ist ;).

Vor allem glaube ich, dass man nur lieben kann, wenn man mit sich selber so einigermaßen im Reinen ist (wer ist das schon ganz und vollkommen...).

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Offline funky

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Re: Definition der absoluten Liebe
« Antwort #18 am: 22. Februar 2012, 15:17 Uhr »
Ich denke, mit einem ehrlichen "ich liebe dich" schwingen auf Meta-Ebene viele Dinge mit, die nicht nur mit einem standartisiertem Pflicht "i love you" zu tun haben, es transportiert in dem Fall Herzenswärme mit.
Ein "ich liebe dich", nur, weil man denkt, dass es in einer Beziehung so erwartet wird, ist mit Sicherheit Quatsch.

Ich habe aber auch leicht reden, denn ich habe dies auch noch nie zu einer Frau gesagt oder sagen können und mache mir schon seit Jahren um dieses Thema Gedanken. Ich kriege nicht einmal ein "ich hab´ dich lieb" meiner Familie gegenüber heraus, auch wenn ich so empfinde.  ::)


Vielen Dank von


Offline Celsus

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Re: Definition der absoluten Liebe
« Antwort #19 am: 22. Februar 2012, 15:23 Uhr »
Zitat
"Liebe" beschränkt.
oder es öffnet das Tor in eine andere Welt.

Zitat
Liebe entindividualisiert
Richtig, mit der Folge oder dem Übergang in eine höhere Einheit.

Zitat
begrenzt den Blick
oder erweitert ihn

Zitat
Wer alle liebt
Diese bestreben ist mir fremd.

Zitat
zu einem Menschen aus und erheben ihn unnötig
erheben ihn berechtigt, den er ist es ja Wert.

Zitat
Zumindest geht mit der Erhöhung eines Menschen in der "Liebe" eine unnötige Herabwürdigung anderer Menschen einher.
eine Herabwürdigung anderer Menschen geht damit nicht einher, sondern eine ganz normales menschliches Verhalten.
Gäbe es eben dieses Verhalten nicht, gäbe es auch keinen elterliches Beschützerverhalten. Eltern würden immer erst ihre eigenen Kinder retten. Das ist keine Herabwürdigung der anderen Menschen, sondern nachvollziehbar, seine eigenen Lieben
zuerst in Sicherheit zu wägen.





In einer humanen Welt dürfte es selbst dann keine Tierfolterei durch die Wissenschaft mehr geben, wenn es begründete Hoffnungen auf echte Fortschritte durch quälende Tierversuche für die Krebsbekämpfung gäbe. Aber nichteinmal das gibt es.
Prof. Julius Hackethal

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Nescius

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Re: Definition der absoluten Liebe
« Antwort #20 am: 22. Februar 2012, 15:26 Uhr »
Wenn man jemanden liebt, muss das nicht einschränkend sein - ganz im Gegenteil. Würde sagen, Liebe kann sogar den Blick erwitern, stärken und Kraft zur Entfaltung geben, zur gegenseitigen und zur eigenen.
Liebe grenzt die Wahrnehmung anderer Menschen (bis zu einem gewissen Grad!) ein. ;) So meinte ich das. Nicht auf den Geliebten/die Geliebte bezogen. ;)

Vor allem glaube ich, dass man nur lieben kann, wenn man mit sich selber so einigermaßen im Reinen ist (wer ist das schon ganz und vollkommen...).
:korrekt:

Nescius

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Re: Definition der absoluten Liebe
« Antwort #21 am: 22. Februar 2012, 15:27 Uhr »
eine Herabwürdigung anderer Menschen geht damit nicht einher, sondern eine ganz normales menschliches Verhalten.
Gäbe es eben dieses Verhalten nicht, gäbe es auch keinen elterliches Beschützerverhalten. Eltern würden immer erst ihre eigenen Kinder retten. Das ist keine Herabwürdigung der anderen Menschen, sondern nachvollziehbar, seine eigenen Lieben
zuerst in Sicherheit zu wägen.
Das hat mit "Liebe" nichts zu tun.

Nescius

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Re: Definition der absoluten Liebe
« Antwort #22 am: 22. Februar 2012, 15:28 Uhr »
Ich denke, mit einem ehrlichen "ich liebe dich" schwingen auf Meta-Ebene viele Dinge mit, die nicht nur mit einem standartisiertem Pflicht "i love you" zu tun haben, es transportiert in dem Fall Herzenswärme mit.
Ein "ich liebe dich", nur, weil man denkt, dass es in einer Beziehung so erwartet wird, ist mit Sicherheit Quatsch.

Ich habe aber auch leicht reden, denn ich habe dies auch noch nie zu einer Frau gesagt oder sagen können und mache mir schon seit Jahren um dieses Thema Gedanken. Ich kriege nicht einmal ein "ich hab´ dich lieb" meiner Familie gegenüber heraus, auch wenn ich so empfinde.  ::)
Mir fiele kaum etwas einfacher, als zu jemandem "Ich liebe Dich" zu sagen. Einfach, weil ich damit nicht viel verbinde.

Offline funky

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Re: Definition der absoluten Liebe
« Antwort #23 am: 22. Februar 2012, 15:42 Uhr »
Dann mach´ das doch einfach, vielleicht fühlt es sich am Ende ja sogar doch gut an?  :)

Vielen Dank von

RosenRot

Nescius

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Re: Definition der absoluten Liebe
« Antwort #24 am: 22. Februar 2012, 15:57 Uhr »
Dann mach´ das doch einfach, vielleicht fühlt es sich am Ende ja sogar doch gut an?  :)
Nein. Weil mir das Wort "Liebe" aus anderen Zusammenhängen bekannt ist und dadurch erst dessen "Entwertung" zustande gekommen ist. ;)

Offline funky

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Re: Definition der absoluten Liebe
« Antwort #25 am: 22. Februar 2012, 17:02 Uhr »
Philolsoph müßte man sein, man wäre wie Pippi Langstrumpf.  8)

edit: Nur, natürlich, ohne Sock´ und Schuh.  ;)

Vielen Dank von


Nescius

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Re: Definition der absoluten Liebe
« Antwort #26 am: 22. Februar 2012, 17:08 Uhr »
Sorry, aber ich kenne mich Pippi Langstrumpf nicht genug genug aus, um sagen zu können, ob das ein Kompliment oder eine Beleidigung sein soll. :smileee:
Wenn Du eine Realitätsfremdheit meinst, so muss ich Dir entgegnen, dass derjenige, der den Begriff der Liebe prüfen möchte, viel näher an der Realität dran ist als derjenige, der die "Liebe" mit überschwänglichem Pathos und kurzen, toll klingenden (aber mehr auch nicht) Sätzen subversiv erhöht.

Lies noch mal die Zitate von Krishnamurti. Er lehnt die Liebe nicht ab. Er gibt ihr nur eine neue Form und einen neuen Inhalt.

Offline #Tüte

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Re: Definition der absoluten Liebe
« Antwort #27 am: 22. Februar 2012, 22:18 Uhr »
 :thumbsup:
 Tolle Beiträge, und auch - zumindest auf den ersten Blick - gegenläufig dank Nescius. ;)
 
 Für die meisten geht Liebe anscheinend (inzwischen  ;) @Rosi) grob zusammengefasst hin zur verstärkten Zuneigung (ohne Entmündigung/Aneignung der anderen Person), Akzeptanz, Toleranz, Rückhalt und sogar bis zur Verehrung des geliebten Partners bzw. der Partner (, je nachdem wie quantitativ hoch der Konsum sein muss, um eine bestimmte Qualität zu erreichen. ;) :P )
 
 Ich denke auch, an sich meint Nescius schon ungefähr das Gleiche, nur nicht eben in der abgehalfterten "Grußformelart" "Ich liebe Dich" bzw. "Liebe", wie es heute für alles und jeden benutzt wird. "Ah, ich liebe das neue IPad", "Ich liebe die neue Nagellackfarbe.", usw., weshalb er - so schätze ich das Mal ein, wenn es soweit ist - für sich eher den Weg alternativer Ausdrücke im Zusammenspiel mit den entsprechenden Verhaltensweisen/Taten gehen wird, was die meisten hier, die das losgelöst vom Usus der verschwenderischen Verwendung, dann auch wieder als "Liebe" beschreiben würden. :)

Ich glaube auch, dass in "unseren" Kreisen, wie wir hier alle sind, Liebe schon ziemlich sparsam und wohlbedacht dann verwendet wird, wenn die Situation wirklich etwas außerordentlich besonderes ist. Auch Du, funky, wirst sicherlich irgendwann diese Worte aussprechen. Da bin ich mir ziemlich sicher. ;)

Die Sicht, die hier noch fehlt, ist der evolutionär-hormonelle Aspekt der "Liebe" bzw. die Zweckerfüllung und Nutzen für das optimale Überleben der eigenen Sippe und die Weitergabe der eigenen Gene. :) Das biologische Instinktprogramm, dass uns wie seine Marionetten tanzen lässt, damit wir den Anschein eines gesellschaftlichen Zusammenhalts uns vorgauckeln und uns so in eine ewige Bindung fügen, die uns am zu- oder für manche auch erträglichsten erscheint.

@Celsus
Tolles Gedicht übrigens!
http://deutsche-mitte.de
http://tinyurl.com/xy9313
ส็็็็็็็็็็็็็็็็็็็_(ツ)_ส้้้้้้้้้้้้้้้้
"Leute kaufen Sachen, die sie nicht brauchen, mit Geld, dass sie nicht haben, um Leuten zu imponieren, die sie nicht mögen."

Zu monieren, was Arbeitslose die Steuerzahler kosten, ist, wenn man bedenkt, was uns Kriege & Banken kosten, als würde man einen Moskitostich am Arm beheulen, während Dracula seine Zähne tief am Hals versenkt.

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Ralik, RosenRot, Sweta

Offline Celsus

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Re: Definition der absoluten Liebe
« Antwort #28 am: 22. Februar 2012, 22:21 Uhr »
nur zur weiteren Intensivierung :smileee:
Pippi Langstrumpf - Intro
In einer humanen Welt dürfte es selbst dann keine Tierfolterei durch die Wissenschaft mehr geben, wenn es begründete Hoffnungen auf echte Fortschritte durch quälende Tierversuche für die Krebsbekämpfung gäbe. Aber nichteinmal das gibt es.
Prof. Julius Hackethal

Nescius

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Re: Definition der absoluten Liebe
« Antwort #29 am: 23. Februar 2012, 01:12 Uhr »
Ich denke auch, an sich meint Nescius schon ungefähr das Gleiche, nur nicht eben in der abgehalfterten "Grußformelart" "Ich liebe Dich" bzw. "Liebe", wie es heute für alles und jeden benutzt wird. "Ah, ich liebe das neue IPad", "Ich liebe die neue Nagellackfarbe.", usw., weshalb er - so schätze ich das Mal ein, wenn es soweit ist - für sich eher den Weg alternativer Ausdrücke im Zusammenspiel mit den entsprechenden Verhaltensweisen/Taten gehen wird, was die meisten hier, die das losgelöst vom Usus der verschwenderischen Verwendung, dann auch wieder als "Liebe" beschreiben würden. :)

Ich glaube auch, dass in "unseren" Kreisen, wie wir hier alle sind, Liebe schon ziemlich sparsam und wohlbedacht dann verwendet wird, wenn die Situation wirklich etwas außerordentlich besonderes ist. Auch Du, funky, wirst sicherlich irgendwann diese Worte aussprechen. Da bin ich mir ziemlich sicher. ;)
Wow. Jemand, der mich richtig interpretiert. :korrekt:

wenn es soweit ist
Ist es. ;)

Die Sicht, die hier noch fehlt, ist der evolutionär-hormonelle Aspekt der "Liebe" bzw. die Zweckerfüllung und Nutzen für das optimale Überleben der eigenen Sippe und die Weitergabe der eigenen Gene. :) Das biologische Instinktprogramm, dass uns wie seine Marionetten tanzen lässt, damit wir den Anschein eines gesellschaftlichen Zusammenhalts uns vorgauckeln und uns so in eine ewige Bindung fügen, die uns am zu- oder für manche auch erträglichsten erscheint.
Die Begierde hat mit Liebe nichts zu tun. Im alltäglichen Verständnis ist "Liebe" freilich nur eine romantisierte Umschreibung der Begierde. Dass ich das kritisiere und ablehne, habe ich ja bereits dargelegt. ;)