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Autor Thema: Tagebuch eines rumänischen Straßenhundes  (Gelesen 6460 mal)

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Offline Birgit

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Tagebuch eines rumänischen Straßenhundes
« am: 26. Februar 2012, 22:06 Uhr »
Hallo zusammen,

ich heiße Regan, bin ca. 5 Jahre alt und bin ein kleiner Mischlingsrüde aus Rumänien. Ich kam im November 2011 nach Deutschland und dort zur Tierhilfe. Dort lebe ich in einem Rudel von 16 Hunden und meine Pflegemama sagt, ich würde dort ein wenig untergehen, weil ich eher ruhig bin.

Aber gestern kam ein Paar zu uns und Juhuuuu, die wollen mich mit nach hause nehmen und mir einen Endplatz geben.

Morgen muss ich nochmal zum Tierarzt, ob nun alles bei mir in Ordnung ist und dann kann ich in mein neues zuhause.

Ich melde mich wieder.

Hier noch 2 Fotos von mir, die mein  neuer Papa von mir gemacht hat:





Bye Bye

Euer Regan


The dreams in which I'm dying are the best I've ever had
(Zeile aus dem Lied Mad world von Tears for fears)

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Offline #Tüte

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Re: Tagebuch eines rumänischen Straßenhundes
« Antwort #1 am: 26. Februar 2012, 22:18 Uhr »
Hi Regan, Du alter Ex-Streuner  :wave:
http://deutsche-mitte.de
http://tinyurl.com/xy9313
ส็็็็็็็็็็็็็็็็็็็_(ツ)_ส้้้้้้้้้้้้้้้้
"Leute kaufen Sachen, die sie nicht brauchen, mit Geld, dass sie nicht haben, um Leuten zu imponieren, die sie nicht mögen."

Zu monieren, was Arbeitslose die Steuerzahler kosten, ist, wenn man bedenkt, was uns Kriege & Banken kosten, als würde man einen Moskitostich am Arm beheulen, während Dracula seine Zähne tief am Hals versenkt.

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RosenRot

Offline AlterGeist

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Re: Tagebuch eines rumänischen Straßenhundes
« Antwort #2 am: 27. Februar 2012, 14:19 Uhr »
.
« Letzte Änderung: 17. Mai 2012, 13:06 Uhr von AlterGeist »

Offline Birgit

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Re: Tagebuch eines rumänischen Straßenhundes
« Antwort #3 am: 27. Februar 2012, 14:27 Uhr »
Hihi, er diktiert mehr lieber, da keinen Daumen für die Leertaste hat  ;D.
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Offline Birgit

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Re: Tagebuch eines rumänischen Straßenhundes
« Antwort #4 am: 29. Februar 2012, 14:54 Uhr »
Hallo, Regan hier.

Nun habe ich die erste Nacht bei Mama und Papa schon hinter mir. Gestern wurde ich von meiner Pflegemama in mein neues zuhause gebracht.

Als sie dann gegangen war, habe ich ein bißchen leise gejammert und an der Tür gekratzt. Aber Mama und Papa haben mir ganz toll über den Trennungsschmerz hinweg geholfen und mich dann ganz viel gestreichelt und gekrault.

Als es Fressen gab, war dann wieder alles okay. Danach hab ich weiter die Wohnung erforscht. Warum ich nicht an den Henkel von Mamas Handtasche makieren durfte, versteh ich allerdings nicht  :dontknow:.

Der E-Rolli macht mir keine Angst, denn Papa und ich haben sie von ihrer Chorprobe abgeholt und sie hatte mich im E-Rolli an der Leine.

Heute morgen hab ich sie dann leise geweckt und Papa ist dann mit mir rausgegangen. 

Mama und Papa haben übrigens festgestellt, dass mir an einer Hinterpfote ein -Zeh fehlt. Wann ich die wohl verloren hab, ich weiss es nicht mehr. :scratchy:

Das war es erstmal wieder

Bye bye

Euer Regan
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Offline nova

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Re: Tagebuch eines rumänischen Straßenhundes
« Antwort #5 am: 29. Februar 2012, 14:59 Uhr »
oh wie schön, dass es so gut klappt, das freut mich für euch drei  :thumbsup: :dancydance: :wave:
... :(

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RosenRot

Offline AlterGeist

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Re: Tagebuch eines rumänischen Straßenhundes
« Antwort #6 am: 29. Februar 2012, 15:05 Uhr »
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« Letzte Änderung: 17. Mai 2012, 13:06 Uhr von AlterGeist »

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#Tüte, RosenRot

Offline Birgit

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Re: Tagebuch eines rumänischen Straßenhundes
« Antwort #7 am: 03. März 2012, 20:39 Uhr »
Hallo,

heute habe ich viel zu erzählen.

Der erste große Spaziergang war echt schrecklich für mich. Es stürmten halt zuviel Eindrücke und Hunde auf mich ein. Ich hatte sehr viel Angst. Mama und Papa haben sich dolle erschreckt.

Aber am nächsten Tag war alles schon viel besser. Einige der Hunde kannte ich ja nun auch schon und über die habe ich mich dann auch gefreut, bzw. wenn Mama oder Papa die anderen Hunde gestreichelt haben, wusste ich, die Hunde sind okay und ich habe sie vorsichtig beschnüffelt. Ich war insgesamt entspannter.

Ich hatte nun auch soviel Vertrauen, dass Papa mir den Bauch kraulen konnte und ich ließ mich hochnehmen, damit ich gewogen werden kann. Das Gewicht ist ja wichtig, weil Papa und Mama ein Flohmittel besorgen wollen.

Als Papa einkaufen ging hab ich ein wenig gejammert, aber Mama hat mich abgelenkt und dann ging es wieder.

Gestern ging Mama vormittags weg. Ich wäre am liebsten hinterher gekommen. Ich "bellte" hinter ihr her. Mama lacht immer, wenn sie mich bellen hört, da sie findet mein Bellen würde wie eine rostige Gießkanne klingen. Ausserdem kann ich gar nicht richtig bellen. Statt "wau wau" klingt es eher wie "bah bah", sagt Mama.

Nachmittags beim großen Spaziergang war ich schon viel sicherer und Papa und ich hatten viel Spass. Was Mama und Papa irritiert ist, dass ich nicht mit Bällen oder so spiele. Was sind Bälle oder Hundespielzeug? Sowas kenne ich von der  Straße nicht. Auch Leckerli kenne ich nicht. Aber Streicheln und Kraulen und davon bekomme ich hier jede Menge.

Auch wurde ich gestern von Papa mal auf Mamas Schoß gesetzt. Es war zwar ganz schön, da ich geknuddelt wurde ohne Ende und mir gesagt wurde, dass man mich lieb hat. Trotzdem wusste ich nicht so richtig was ich davon halten sollte.

Heute haben Mama und Papa gesehen was ich in Rumänien noch kennen gelernt habe. Wir trafen einen Hund der rannte immer hinter einen Ball her. Das Frauchen warf diesen Ball mit einer Art Wurfarm aus Plastik. Dieser Wurfarm erinnerte mich an die Stöcke mit denen ich geschlagen wurde. Jedes mal, wenn der Wurfarm durch die Luft sauste, zuckte ich zusammen und ging in Deckung. Das war ganz schrecklich für mich.

Aber etwas schönes gab es auch. Wir trafen eine Frau mit einem Collie und mit einem Shelti und die Beiden mochte ich sofort und sie mochten mich. Ist das nicht schön?

So, das war es erstmal wieder.

Bis bald

Euer Regan

« Letzte Änderung: 03. März 2012, 21:17 Uhr von Birgit »
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RosenRot

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Re: Tagebuch eines rumänischen Straßenhundes
« Antwort #8 am: 05. März 2012, 05:49 Uhr »
 :D großartig das Regan sich schon den Bauch kraulen lässt und vertrauen zu euch gefasst hat...
(Rostige Gießkanne  :snickergirl: das klingt bei unserem Patton irgendwie ähnlich)



Offline AlterGeist

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Re: Tagebuch eines rumänischen Straßenhundes
« Antwort #9 am: 05. März 2012, 07:18 Uhr »
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« Letzte Änderung: 17. Mai 2012, 13:05 Uhr von AlterGeist »

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Jiggi82, Ralik

Offline Birgit

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Re: Tagebuch eines rumänischen Straßenhundes
« Antwort #10 am: 07. März 2012, 21:02 Uhr »
Hallo Leute,

in der letzten Tagen ist soviel passiert, dass ich gar nicht dazu kam, mich bei euch zu melden :-[.

Beim Spazieren gehen werde ich immer sicherer. Sonntag waren wir mit einem Kumpel von Papa Gassi, der eine große Dobermann-Hündin hat. Ich fand Kira ja einfach nur zum dahinschmelzen  :luuuv:. Ich bin ihr gar nicht mehr von der Seite gewichen. Aber  ich glaube, sie fand das nicht so toll. Irgendwann fing sie mich an, anzuknurren. Warum nur?  :scratchy:. Versteh ich gar nicht. Ich bin doch eigentlich ganz smart, oder?

Papa sagt, ich würde eh sehr auf schwarze Hunde stehen, oder eben Collies und dergl.

Montag Morgen hab ich mich heimlich bei Mama ins Bett geschlichen, als Papa wach wurde hat er mich aber gleich wieder rausgeschmissen. Ich bin dann mit ihm raus und Mama hatte mir schon das Futter zubereitet. Das fand ich echt lieb von ihr. Habe mich mit anspringen bedankt. Nachmittags waren wir dann über 2 Std draussen und wir sind im ganzen Stadtteil rumgelaufen. Ich hab es echt gut getroffen. Es ist sehr grün hier. Danach war ich sehr kaputt.

Dienstag war ein komischer Tag. Ich weiss auch nicht, was da mit mir los war. Als Papa einkaufen ging, war ich sehr traurig und immer, wenn Mama das Zimmer verliess, fühlte ich mich allein und ich fing an vor Kummer an zu heulen. Kam sie wieder ins Zimmer und streichelte mich, war alles in Ordnung. Sie sagte nachher zu Papa, dass sie nicht mal hätte auf Toilette gehen können. Aber was kann denn ich dafür, dass, wenn sie nicht im Zimmer war, ich mich allein fühlte?.

Mama glaubt, ich hätte Verlustängste. Das kann schon gut sein. Ich hatte ja noch nie Jemanden, der wirklich zu mir stand und mich lieb hatte. 

So, zum Schluss noch ein paar aktuelle Fotos von mir:





Und damit man mal sieht wie klein ich bin:



So, das war es mal wieder.

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Re: Tagebuch eines rumänischen Straßenhundes
« Antwort #11 am: 07. März 2012, 23:05 Uhr »
oh neue Fotos, wie schön!  :dancydance:  echt ein süßer!  :thumbsup:
... :(

RosenRot

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Re: Tagebuch eines rumänischen Straßenhundes
« Antwort #12 am: 10. März 2012, 04:04 Uhr »
Andere Hündinnen haben auch schöne Töchter  :smileee:
So ein Hübscher Kerl  ;)

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Pektini, Ralik

Offline Birgit

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Re: Tagebuch eines rumänischen Straßenhundes
« Antwort #13 am: 12. März 2012, 20:54 Uhr »
Hallo liebe Tagebuch-Leser,

Ich melde mich auch mal wieder, Regan auch "El Quietscho" genannt.

Ich fasse immer mehr Vertrauen und auch beim Gassi-Gehen arbeiten Mama und Papa mittlerweile mit einer Schleppleine. Finde das ganz toll, da ich so mehr herumlaufen kann. Nur iwie klappt die Verständigung zwischen Mama, Papa und mir noch so überhaupt nicht. Ich verstehe halt nicht so wirklich, was sie von mir wollen. Auch zu den Hunden beim Gassi-Gehen fasse ich immer mehr Vertrauen. Es sind ja immer dieselben Hunde.

Hm, vllt sollte Papa auf Mama hören und mit mir auch auf einen Hundeplatz gehen oder in eine Hundeschule.... Was auch immer das ist.

Mama und Papa haben nun endlich ein paar Leckerli gefunden, die ich fresse. Nur werden sie darüber draußen wohlweisslich den Mund halten, weil mich die anderen Hundehalter immer füttern wollen, aber ich mag das alles nicht. Mama und Papa sagen immer, dick füttern können sie mich selber. Ich habe eh 2 - 3 KG zuviel.

Achja, meine "Hauptrasse" ist sehr wahrscheinlich Jagdterrier. Es läuft immer einer beim Gasse-Gehen herum, der genauso aussieht wie ich.

So nun noch ein paar aktuelle Fotos von heute und wenn Mama iwo noch Videos hochladen kann, gibts auch noch 2 Mini-Videos von mir.

Bis dann

Euer Regan











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Re: Tagebuch eines rumänischen Straßenhundes
« Antwort #14 am: 13. März 2012, 09:28 Uhr »
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« Letzte Änderung: 17. Mai 2012, 13:03 Uhr von AlterGeist »