Autor Thema: Die Frage aller Fragen  (Gelesen 1800 mal)

0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.

Nescius

  • Gast
Die Frage aller Fragen
« am: 27. Mai 2012, 21:27 Uhr »
Was denkt ihr, ist die wichtigste aller Fragen?

(Ich stelle die Frage bewusst so weitläufig. Eine Begründung ist willkommen, aber nicht gefordert.)



Offline Lantha

  • Sr. Member
  • ****
  • Dank:
  • -erhalten: 282
  • Beiträge: 478
  • Reputation 305
  • Geschlecht: Männlich
Re: Die Frage aller Fragen
« Antwort #1 am: 27. Mai 2012, 23:08 Uhr »
Ich halte die Frage nach einer – auch sehr allgemein – "besseren" Gesellschaft für wichtig. Ich wüsste aber keine konkrete Frage!
LG Lantha
Reden ist nicht sagen und hören nicht verstehen. (RM)

Nescius

  • Gast
Re: Die Frage aller Fragen
« Antwort #2 am: 28. Mai 2012, 11:09 Uhr »
"Auf der Suche nach Wahrheit gibt es gewisse Fragen, die für sie unerheblich sind. Aus welchem Material besteht das Weltall? Ist das Weltall unendlich? Gibt es für das Weltall Grenzen oder nicht? Wie setzt sich die menschliche Gesellschaft zusammen? Welche Organisationsform ist' für die menschliche Gesellschaft ideal? Müßte ein Mensch sein Suchen und sein Training für die Erleuchtung aufschieben, bis solche Fragen gelöst wären, so würde er sterben, bevor er den Weg zur Wahrheit gefunden hätte.
Nehmen wir an, ein Mensch wäre von einem giftigen Pfeil durchbohrt, und seine Verwandten und Freunde kämen zusammen, um einen Chirurgen zu holen, der den Pfeil herausziehen und die Wunde behandeln sollte.
Wenn der verwundete Mann protestieren und sagen würde: "Warte ein bißchen! Bevor du ihn herausziehst, möchte ich wissen, wer diesen Pfeil schoß. War es ein Mann oder eine Frau? War es jemand von edler Herkunft oder war es ein Bauer? Woraus bestand der Bogen? War es ein großer oder ein kleiner Bogen, der den Pfeil schoß? Bestand er aus Holz oder aus Bambus? Woraus bestand die Bogensehne? War sie aus einem Faserstoff oder aus Darm? War der Pfeil aus Rohr oder aus Schilfrohr? Was für Federn wurden verwendet? Bevor du diesen Pfeil herausziehst, möchte ich alles über diese Dinge wissen!" Was wird dann passieren?
Bevor alle diese Informationen beschafft werden können, wird das Gift zweifellos Zeit gehabt haben, durch das ganze Blutsystem zu kreisen, und der Mann stirbt wahrscheinlich. Deshalb besteht die erste Aufgabe darin, den Pfeil zu entfernen und zu verhindern, daß sich sein Gift ausbreitet."

(Quelle)

Offline funky

  • Administrator
  • Hero Member
  • *****
  • Dank:
  • -erhalten: 1030
  • Beiträge: 1824
  • Reputation 1108
  • Geschlecht: Männlich
  • hug me!
Re: Die Frage aller Fragen
« Antwort #3 am: 28. Mai 2012, 17:58 Uhr »
Ich denke, die Frage nach dem eigenen Ich ist ziemlich die relevanteste. Denn ohne ein "ich bin/bin ich?" gibt es eben auch das ganze Drumherum im Zweifelsfall nicht... das hatten wir doch schon, oder?

Von daher ist es wichtig, die Frage der eigenen Existenz zu "beantworten" bzw. sich ihrer Beantwortung anzunähern, denn sonst haben alle anderen Fragen eigentlich auch keine Relevanz.
Ohne eigene Existenz gibt es auch kein Glück, Leid, Fragen nach der Vergänglichkeit usw., was ich alles als wichtiger einordnen würde als "woraus besteht das Weltall" o.Ä..

Offline PinkiePie

  • Hero Member
  • *****
  • Dank:
  • -erhalten: 1406
  • Beiträge: 1541
  • Reputation 1477
  • Geschlecht: Weiblich
Re: Die Frage aller Fragen
« Antwort #4 am: 28. Mai 2012, 18:01 Uhr »
Ich finde: Was ist der Plan? immer sehr aufschlussreich und situativ äußerst wandelbar...
Das Glück, das dir am meisten schmeichelt,
betrügt dich am ehesten.

Franz Kafka

Nescius

  • Gast
Re: Die Frage aller Fragen
« Antwort #5 am: 28. Mai 2012, 19:37 Uhr »
Ich denke, die Frage nach dem eigenen Ich ist ziemlich die relevanteste. Denn ohne ein "ich bin/bin ich?" gibt es eben auch das ganze Drumherum im Zweifelsfall nicht... das hatten wir doch schon, oder?

Von daher ist es wichtig, die Frage der eigenen Existenz zu "beantworten" bzw. sich ihrer Beantwortung anzunähern, denn sonst haben alle anderen Fragen eigentlich auch keine Relevanz.
Ohne eigene Existenz gibt es auch kein Glück, Leid, Fragen nach der Vergänglichkeit usw., was ich alles als wichtiger einordnen würde als "woraus besteht das Weltall" o.Ä..
Eine clevere Frage, die ich nicht erwartet hätte. ;)
Du setzt das Ich also voraus. Du machst es quasi zur Bedingung. Frage: Hast Du ddie Frage nach dem Ich damit nicht schon beantwortet? ;)

@Pinkie: Es geht eben nicht um situative Anwendungen, sondern um das Absolute schlechthin, um Fragen (um mit Kant zu sprechen), die von der Vernunft selbst auferlegt wurden, die zu beantworten die Vernunft aber nicht in der Lage ist.
Ich hätte meine Frage also eventuell doch einschränken sollen. ;)