Autor Thema: Krank durch Zahnmaterialien  (Gelesen 1585 mal)

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Offline Celsus

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Krank durch Zahnmaterialien
« am: 05. September 2012, 15:07 Uhr »
Toxikologie in der Zahnheilkunde

Ich möchte an dieser Stelle auf verwendete Materialien aufmerksam machen, die von Zahnärzten täglich verwendet werden und von denen eine nicht zu unterschätzende
Gefahr für die Gesundheit ausgeht. Ärzte der Allgemeinmedizin sind nicht ausgebildet Zusammenhänge zwischen Erkrankungen, ja sogar Erkrankungen die zum Tode führen können ausgehend von Zahnmaterialien zu erkennen.
In der Regel fangen solche Beschwerden mit Störungen der Befindlichkeit an.
Zu diesen Störungen gehören allerweltssymtome wie Kopfschmerzen, Schlafstörungen, Nervosität, Depressionen, Verhaltensveränderungen, Konzentrationsschwierigkeiten, Allergien, Neurodermitis …
Erst im späteren Stadium manifestiert sich eine Autoimmunkrankheit wie MS, ALS,
Rheuma, Diabetes Typ, Krebs…
Eine Ursachensuche steht nicht im Mittelpunkt des medizinischen Alltagsbetriebes, obwohl diese Zusammenhänge seit Jahrzehnten bekannt sind. Warnende Stimmen wurden allzeit erfolgreich ignoriert durch Unbedenklichkeits-Experten die ihr Geld von der Industrie bekommen. So gesehen haben die Erkrankungen welche durch den Zahnarzt induziert werden auch ihr gutes, sichern sie doch den Ärzten ihr Einkommen, aber auch die Heilpraktiker, Hömöophaten und andere verdienen
sehr gut an den Folgen, mag es auch etwas zynisch sein.

In keinem anderen medizinischen Beruf werden so viele allergiesierende und giftige Materialien eingesetzt wie in der Zahnmedizin. Zahnmaterialien stellen das intimste Gift dar, welchem wir ausgesetzt sind, ihre Expositionszeit beträgt 24 Stunden am Tag.

Beginnen möchte ich mit beliebt gewordenen Zahnimplantaten aus Titan.

Zitat
Trotz standardisierter Verfahren wird in der Literatur über Entzündungsreaktionen in der täglichen Praxis berichtet, die mit der Einbringung von Titanimplantaten in Zusammenhang gebracht werden.
Als Ursache wird die Eigenschaft des Titans angesehen, an der Oberfläche zu oxidieren und Oxidpartikel als “Abrieb” in die Implantatnahe Umgebung abzugeben. Die Oxidpartikel selbst rufen wegen ihrer fehlenden Proteinbindung keine zellulär vermittelten Sensibilisierungen hervor (d.h. sie induzieren keine Allergie). Sie provozieren hingegen die Gewebemakrophagen zur Freisetzung der proentzündlichen Zytokine Interleukin 1 und Tumor-Nekrose-Faktor Alpha mit der Folge einer chronischen lokalen, aber auch systemischen Entzündung - also die Reaktion des Immunsystems auf einen Fremdkörper im biologischen System.

Zitat
Im Vergleich zu den sonst verwendeten zahnmedizinischen Metalllegierungen, die eine allergische Sensibilisierungsaktion vom Typ 4 auslösen können, handelt es sich bei Titanoxid um eine besondere Form der Entzündungsreaktion. Die Periimplantitis ist die Antwort des Bindegewebes auf den Reizfaktor. Es handelt sich Initial um eine Reaktion des Knochens. Während die nach der Implantation für die prothetischen Suprakonstruktionen verwendeten relevanten Legierungen wie Gold- und NEM-Legierungen, im sauren Millieu durch Korrosion Metallionen freisetzen, werden in der Umgebeung von Titanimplantaten Abriebpartikel gefunden. Diese werden von Gewebemakrophagen als Fremdfaktoren aufgenommen. Im Unterschied dazu ist die Folge der Freisetzung von Metallionen aus Metalllegierungen der Einbau in körpereigene zelluläre Proteine (Haptene) und deren damit einhergehende Strukturmodifikation. Diese strukturell veränderten Proteine werden von antigenpräsentierenden Zellen an T-Lymphozyten gereicht. Bei Vorliegen einer immunologischen Sensibilisierung auf das jeweilige Allergen identifizieren die körpereigenen Abwehrzellen (CD4-Lymphozyten) die Haptene als Bedrohung für das biologische System und leiten eine Immunantwort gegen sie ein.
Die Lymphozyten ragieren im Sinne einer Kontaktallergie Typ IV und lösen eine von der Dosis unabhängige Entzündungsreaktion aus, die sich in einigen Fällen als chronischen Entzündung manifestiert. Dem Material als Verursacher wird diese Aufmerksamkeit noch nicht geschenkt.






ZWR-Das deutsche Zahärzteblatt 2011;120(6)

Wäre es bei diesem Wissensstand nicht das mindeste, das vor der Implantation ein Verträglichkeitstest vom behandelnden Zahnarzt durchgeführt wird. Aber daran hat er kein Interesse.


In einer humanen Welt dürfte es selbst dann keine Tierfolterei durch die Wissenschaft mehr geben, wenn es begründete Hoffnungen auf echte Fortschritte durch quälende Tierversuche für die Krebsbekämpfung gäbe. Aber nichteinmal das gibt es.
Prof. Julius Hackethal

Vielen Dank von


Offline Bänäna

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Re: Krank durch Zahnmaterialien
« Antwort #1 am: 05. September 2012, 17:37 Uhr »
Ich glaube sogar, dass die meisten Zahnärzte Zähne reparieren, die überhaupt nicht beschädigt sind.
Aber dass die auch Materialien einsetzen, die solche harten Folgen haben können, ist natürlich noch das i-Tüpfelchen!  :grrrrr:

Aber was soll man machen, wenn man nun mal eine schlechte Mundflora hat?  :dontknow: Da ist man wirklich ausgeliefert...  :-\

Offline Celsus

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Re: Krank durch Zahnmaterialien
« Antwort #2 am: 05. September 2012, 17:56 Uhr »
Zitat
die überhaupt nicht beschädigt sind.

Das machen sie, vielleicht nicht alle. Wenn Zähne überkront werden und der Abdruck der vorher genommen wurde nicht "sauber" ist, kann der Zahntechniker dementsprechend auch nur sich nach dem richten was im als Modell vorliegt.
Dann passiert es, das die Krone unterkontruiert ist, d.h. das die Krone nicht weit genug unters Zahnfleisch reicht.
Nach einer gewissen Zeit entstehen dort durch Bakterien und der Empfindlichkeit des Zahnhalses Schmerzen, manch ein Zahnarzt führt dann eine Wurzelbehandlung durch, gibt halt mehr Geld als eine mangelhafte Krone zu erneuern.
In einer humanen Welt dürfte es selbst dann keine Tierfolterei durch die Wissenschaft mehr geben, wenn es begründete Hoffnungen auf echte Fortschritte durch quälende Tierversuche für die Krebsbekämpfung gäbe. Aber nichteinmal das gibt es.
Prof. Julius Hackethal

Offline Celsus

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Re: Krank durch Zahnmaterialien
« Antwort #3 am: 09. September 2012, 12:24 Uhr »
Bestehende Entzündungsreaktionen die durch unser Immunsystem als Antwort auf ein Antigen induziert werden, führen bei bestehender Belastungssituation zu chronischen Autoimmunkrakheiten wie Multiple Sklerose, Rheuma, ALS, Allergien, Diabetes Typ I (nicht Typ II).....

Antigen
Unter dem Begriff Antigen ist ein Fremdkörper (Pilze, Bakterien, Viren, aber auch Metalle und Kunststoffe) gemeint, mit der sich der menschliche Organismus also unser Immunsystem auseinandersetzen muss.
Die Immunantwort besteht darin, das T-Lymphozyten das Antigen erkennen und angreifen.

Letztendlich ist sicher das alle Metalle, auch Gold, in der Lage sind eine Autoimmunkrankheit auszulösen. So sollten die verwendeten Metalle in der Zahnmedizin auf dem Prüfstand stehen. Titan bei den Implantaten, Metalle wie Gold, Palladium, Nickel, Aluminium, Kupfer..... und natürlich die Bestandteile von Amalgamfüllungen. Nicht zu vergessen Wurzelfüllmaterialien, auf die ich später noch eingehen werde. Der Zahnarzt ist es also, der bestimmt wie es einem in 10 oder 20 Jahren gehen wird.

Kann mich noch an die Worte von Dr. Tapparo anlässlich eines Vortrages im Jahre 2000 in Bad Laer erinnern der ausführte, das er einen Teil der Titanimplantate bei seinen Patienten wieder herausnehmen muss, weil diese Patienten mit den Jahren chronisch erkrankt sind. Aktuelle Kenntnisse geben ihm Recht.

Zitat
Erkrankungen, die mit chronischen Entzündungszuständen einhergehen, nehmen einen immer höheren Stellenwert, vor allem in den höher entwickelten Industrienationen, ein. Dazu zählen Allergien, Diabetes, Rheuma, Magen-, Darm- oder Schilddrüsenerkrankungen, Osteoporose, Herz-Kreislauferkrankungen sowie Parodontitis und andere chronische Infektionen, um nur die wichtigsten zu nennen. Die Fortschritte der Medizin haben die Komplikationen dieser Erkrankungen gemindert, nicht aber die Zahl der Patienten, bei denen die Diagnosen gestellt werden. Besorgniserregend ist vor allem der Anstieg auch bei jüngeren Patienten. Die Allergierate in Deutschland hat sich in den letzten 20 Jahren nahezu verdoppelt (1,2). Die Multiple Sklerose (3) wird dreimal, der Morbus Crohn (4,5) sogar viermal so häufig diagnostiziert wie noch vor 50 Jahren. Beim insulinabhängigen Diabetes mellitus rechnet man mit einem Anstieg um 70% in den kommenden 10 bis 15 Jahren (6). Das sind nur Beispiele, die den bedrohlichen Trend demonstrieren sollen.


Diese Entwicklungen bleiben auch für die moderne ZahnMedizin nicht folgenlos. Zum einen haben es die Zahnärzte immer seltener mit Patienten zu tun, die frei von jeder chronischen Erkrankung in ihrem Zahnarztstuhl Platz nehmen. Zum anderen sind aber gerade die Zahnmediziner gezwungen, Fremdmaterialien in den Körper ihrer Patienten dauerhaft einzubringen. Da bis heute keine biokompatiblen körperfremden Materialien zur Verfügung stehen, müssen sie davon ausgehen, dass im individuellen Fall jedes Material einen Trigger für chronische Entzündungen darstellen kann.

Warum werden chronisch entzündliche Erkrankungen häufiger?
Die chronische Entzündung, das heißt die dauerhafte Aktivierung unseres Immunsystems, stellt den Schlüssel nahezu aller systemischen Erkrankungen dar. Im Gegensatz zur akuten Entzündung, die eine notwendige Reaktion unseres Organismus auf pathogene Eindringlinge wie Bakterien, Viren oder Pilze darstellt, ist die chronische Entzündung so gut wie immer Folge einer gestörten Immunregulation und Immuntoleranz. Ein gesundes Immunsystem ist in der Lage, eine ausgelöste Entzündung dem Ausmaß der Bedrohung anzupassen. Bei der großen Mehrzahl der chronischen Entzündungserkrankungen handelt es sich um eine andauernde Überreaktion des Immunsystems auf an sich harmlose Triggerfaktoren. Trigger können Allergene, Autoantigene, Immunkomplexe, Bakterien, Viren oder Pilze sein.


« Letzte Änderung: 09. September 2012, 12:37 Uhr von Celsus »
In einer humanen Welt dürfte es selbst dann keine Tierfolterei durch die Wissenschaft mehr geben, wenn es begründete Hoffnungen auf echte Fortschritte durch quälende Tierversuche für die Krebsbekämpfung gäbe. Aber nichteinmal das gibt es.
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