Autor Thema: ... und noch ein Persilschein für Tierquälerei im großen Stil  (Gelesen 1467 mal)

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Offline Ebony

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Diese Meldung vom 21.8.2012 habe ich gerade gelesen:

Zitat
Kreis Kleve: Tausende Puten verenden bei extremer Hitze

Emmerich (aho) – Am Wochenende sind auf einem Putenmastbetrieb in Emmerich (Ortsteil Elten) 6.000 bis 8.000 schlachtreife Puten durch die Hitze verendet. Der Feuerwehr war es in einer Rettungsaktion gelungen, weitere 10.000 – 12.000 Tiere durch den Einsatz von Belüftungsgeräten zu retten. Ein Teil der Tiere wurde aus den Ställen ins Freie gelassen.

Das Veterinäramt betonte in einer ersten Stellungnahme, dass die Ställe mit einer ausreichenden Lüftungsanlage ausgestattet seien und diese auch funktioniert hätten. Dem Hofbetreiber sei nichts vorzuwerfen.

Das "Veterinäramt" (=Tierärzte!) sagt hier nichts anderes, als: Eine Lüftungsanlage ist ausreichend, wenn sie für 2/3 der Tiere solange das Überleben sichert, bis die Feuerwehr im Idealfall mit zusätzlichen Belüftungsgeräten anrückt und diesen Tieren die Luft zum Atmen zur Verfügung stellt.
KRANK, einfach nur krank...

Die Welt ist kein Machwerk und die Tiere sind kein Fabrikat zu unserem Gebrauch.
Nicht Erbarmen, sondern Gerechtigkeit ist man den Tieren schuldig.

Offline Simona1978

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Re: ... und noch ein Persilschein für Tierquälerei im großen Stil
« Antwort #1 am: 14. September 2012, 19:14 Uhr »
Oh Mann, jeden Tag liest (erfährt) man nen anderen Dreck!  :(  Und tun kann man nichts. :grrrrr:
Diese Är****
LG Simona
Jedermann recht getan, ist eine Kunst die niemand kann!

Offline Celsus

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Re: ... und noch ein Persilschein für Tierquälerei im großen Stil
« Antwort #2 am: 16. September 2012, 13:25 Uhr »
Zitat
Das "Veterinäramt" (=Tierärzte!) sagt hier nichts anderes, als: Eine Lüftungsanlage ist ausreichend, wenn sie für 2/3 der Tiere solange das Überleben sichert, bis die Feuerwehr im Idealfall mit zusätzlichen Belüftungsgeräten anrückt und diesen Tieren die Luft zum Atmen zur Verfügung stellt.
KRANK, einfach nur krank...

:thumbsup:

Eigentlich ist es ja den verweichlichten Puten anzulasten, das sie einfach so mir nicht dir nichts wegsterben, nur weils mal zwei Grad wärmer ist.
In einer humanen Welt dürfte es selbst dann keine Tierfolterei durch die Wissenschaft mehr geben, wenn es begründete Hoffnungen auf echte Fortschritte durch quälende Tierversuche für die Krebsbekämpfung gäbe. Aber nichteinmal das gibt es.
Prof. Julius Hackethal

Offline Ebony

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Re: ... und noch ein Persilschein für Tierquälerei im großen Stil
« Antwort #3 am: 16. September 2012, 17:31 Uhr »
Dann sind die Puten wirklich selbst schuld. Hätten sie mit dem Sterben bis zur Schlachtung gewartet, wären sie in den Genuss der Tierschutz-Schlachtverordnung (TierSchlV) gekommen. Das ist eine Verordnung zum Schutz von Tieren ( :uat:) im Zusammenhang mit der Schlachtung oder Tötung. Hier mal zwei Auszüge, die Puten (und anderes Hausgeflügel) betreffen:

§ 12 Ruhigstellen warmblütiger Tiere
(1) ....
(2) Es ist verboten, Tiere ohne vorherige Betäubung aufzuhängen. Satz 1 gilt nicht für Hausgeflügel, wenn die Betäubung spätestens drei Minuten nach dem Aufhängen erfolgt.
(3) ....

§ 13 Betäuben, Schlachten und Töten
(1) ....
(2) Betäubungsgeräte und -anlagen sind an jedem Arbeitstag mindestens einmal zu Arbeitsbeginn auf ihre Funktionsfähigkeit zu überprüfen und erforderlichenfalls mehrmals täglich zu reinigen. Am Schlachtplatz sind Ersatzausrüstungen einsatzbereit zu halten. Diese sind in zeitlich erforderlichen Abständen auf ihre Funktionsfähigkeit zu überprüfen. Mängel müssen unverzüglich abgestellt werden. Satz 2 gilt nicht für Wasserbadbetäubungsanlagen.

(3) Wer ein Tier schlachtet oder anderweitig mit Blutentzug tötet, muss sofort nach dem Betäuben, und zwar für die in Anlage 2 Spalte 1 genannten Betäubungsverfahren innerhalb des jeweils in Spalte 2 festgelegten Zeitraumes, mit dem Entbluten beginnen. Er muss das Tier entbluten, solange es empfindungs- und wahrnehmungsunfähig ist. Bei warmblütigen Tieren muss er dafür sorgen, daß durch Eröffnen mindestens einer Halsschlagader oder des entsprechenden Hauptblutgefäßes sofort ein starker Blutverlust eintritt. Die Entblutung muss kontrolliert werden können. Der Betreiber eines Schlachtbetriebes, in dem Hausgeflügel durch Halsschnittautomaten entblutet wird, muss sicherstellen, daß durch den Automaten nicht entblutete Tiere von Hand entblutet werden.
(4) ....
(5) ....
(6) ... Bei Hausgeflügel mit Ausnahme von Puten, Enten und Gänsen kann im Rahmen der Bandschlachtung bei Einzeltieren auf eine Betäubung verzichtet werden; wenn das Schlachten oder Töten durch schnelles und vollständiges Abtrennen des Kopfes erfolgt. Das betrifft z.B. Hühner!

(7) Der Betreiber einer Brüterei hat sicherzustellen, daß nicht schlupffähige Küken nach Beendigung des Brutvorganges unverzüglich getötet werden. Dies kann zusammen mit den übrigen Brutrückständen in einem Homogenisator erfolgen.
(8 ) ....

Quelle: http://www.vetion.de/gesetze/Gesetzestexte/TierSchlVO.htm?mainPage=1

Dieser link beschreibt das Leben (?) von Mastputen. Auch ein Omni hat das Recht zu erfahren, woher sein Essen kommt.
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Offline Simona1978

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Re: ... und noch ein Persilschein für Tierquälerei im großen Stil
« Antwort #4 am: 16. September 2012, 17:41 Uhr »
Alles nur zum  :heult:
LG Simona
Jedermann recht getan, ist eine Kunst die niemand kann!