Autor Thema: Aktuelle Studie: GMO & Gesundheitsschäden  (Gelesen 4096 mal)

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Offline #Tüte

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Aktuelle Studie: GMO & Gesundheitsschäden
« am: 19. September 2012, 23:36 Uhr »
Zitat
[...]Eine Gruppe von Nagern wurde mit unbehandeltem Gentechnik-Mais der Sorte NK603 gefüttert. Der Mais des US-Agrarriesen Monsanto ist in der EU nicht zum Anbau, jedoch zur Verwendung in Tierfutter und Lebensmitteln zugelassen. Eine zweite Tiergruppe erhielt NK603-Mais, der zuvor mit dem Pestizid Roundup behandelt wurde. Eine dritte Gruppe erhielt herkömmlichen Mais, der ebenfalls mit Roundup besprüht wurde.
Das Ergebnis der Studie, die am Mittwoch unter etwas seltsamen Umständen präsentiert wurden (Journalisten durften vorab keine Meinungen anderer Experten einholen): Die mit Gentechnik-Mais gefütterten Ratten starben deutlich früher, konkret 50 Prozent der männlichen und 70 Prozent der weiblichen Tiere, verglichen mit nur 30 und 20 Prozent der "natürlichen" Kontrollgruppe. Todesursachen waren Brustkrebs, Leber und Nierenschäden. [...]

Aber hey, alles gut, denn der standard lässt wissen, dass sich die echten "Experten [...] zurückhaltend" zeigen (ich denke, ich könnte jetzt schon gut raten aus welchem Lager diese "Experten" stammen). Außerdem  wurde die Studie "unter etwas seltsamen Umständen präsentiert" ( ??? ) und das beste war, "Journalisten durften vorab keine Meinungen anderer Experten einholen". Seit wann rennen Journalisten rum und besprechen Studien einer Uni erst einmal mit sog. "Experten" (am besten welche von Monsanto) bevor sie darüber schreiben.

Auch der SPON lässt neben
Zitat
[...]17 Monate nach Beginn der Untersuchung seien von den mit Genmais gefütterten Ratten fünf Mal mehr Tiere tot gewesen als in der Vergleichsgruppe, erläuterte Seralini seine Ergebnisse. Die meisten Weibchen erkrankten der Studie zufolge an Brustkrebs, die Männchen häufig an Haut- oder Nierentumoren. [...]
wissen: 
Zitat
[...]Allerdings gibt es Zweifel an den Ergebnissen der Wissenschaftler. [...]

Naja, soll sich jeder seine Meinung machen: meine ist: kick GMO, do it like Sepp Holzer.

Studie selbst: http://www.biolsci.org/v05p0706.htm


http://deutsche-mitte.de
http://tinyurl.com/xy9313
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Offline Simona1978

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Re: Aktuelle Studie: GMO & Gesundheitsschäden
« Antwort #1 am: 20. September 2012, 06:20 Uhr »
Denen  wird  es "wirtschaftlich" egal sein, denn welches Mast-Tier lebt schon 17 Monate? Die werden eh geschlachtet bevor es so weit ist  :(
Ändern wird sich durch solch traurige Studien auch nichts. :(
LG Simona
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Offline Ebony

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Re: Aktuelle Studie: GMO & Gesundheitsschäden
« Antwort #2 am: 20. September 2012, 20:20 Uhr »
Zitat
Denen  wird  es "wirtschaftlich" egal sein, denn welches Mast-Tier lebt schon 17 Monate? Die werden eh geschlachtet bevor es so weit ist.

Denen ist es auch egal: Wen interessiert, ob die Tiere, die nur zu dem Zweck eines vermeintlichen Nutzens für Menschen ausgebeutet werden, gesund sind oder nicht? Nicht in Bezug auf das Befinden der Tiere und auch nicht auf die Gesundheit der 'Konsumenten': Hauptsache, Mensch stopft XXL-Schnitzel bis zum Platzen in sich rein (für den hält sich mein Mitleid zugegebenermaßen in Grenzen).

Wer Gilles-Eric Séralini nicht als Experten auf dem Gebiet der Molekularbiologie ansieht ist entweder völlig uninformiert oder will bewusst täuschen. Der Biochemiker und Mikrobiologe hat vor Jahren bereits an Zelllinien die Toxizität des Herbizids Roundup (Monsanto) nachgewiesen, das bis dahin als unproblematisch galt.
http://gen-ethisches-netzwerk.de/gid/195/potthof/roundup-bleibt-nicht-ohne-wirkung

Er ist ein großer Kritiker von Genfood (und somit natürlich von Monsanto) und wird logischerweise von den Befürwortern deswegen angegriffen. Bzgl. oben erwähnter Studie wurde er deswegen kritisiert, dass er seine Erkenntnisse an Zelllinien gewonnen hatte, jetzt werfen ihm seine Gegner vor, dass er zuwenige Ratten geopfert hat, bzw. seine Versuche mit Sprague-Dawley-Ratten durchgeführt hat. Sprague-Dawley-Ratten sind speziell tumoranfällig gezüchtet worden, jeder Tierexperimentator, der eine Aussage machen will, ob ein Stoff cancerogen ist oder nicht, missbraucht diese Tiere zu diesem Zweck. Und die meisten Ratten, die als Haustiere gehalten werden, stammen von dieser Qualzüchtung ab, weshalb viele Rattenhalter bestens vertraut mit der Tumoranfälligkeit ihrer Tiere sind.
Ich persönlich werfe Séralini vor, dass er 200 völlig unbeteiligten und wehrlosen Lebewesen Leiden zugefügt hat, davon 180 bewusst todkrank gemacht hat. Versuche mit Zelllinien sind wissenschaftlich anerkannt, warum macht er Tierversuche? Es ist halt spektakulärer, wenn man schreiben kann, dass Lebewesen gestorben sind (Bilder von Ratten mit Riesen-Tumoren beigefügt), als 'es sind Zelllinien abgestorben' oder ' die DNS der Zellen war verändert'.

Zum Experten Erwin Heberle-Bors ist zu sagen: Er lehrt an der FH Wien Molekularbiologie & Genetik. Als Lehrmaterial verwendet er das CD-Lernprogramm von Hoffmann-LaRoche... Wundert mich nicht, dass er der Gentechnik gegenüber recht aufgeschlossen ist.
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Offline #Tüte

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Re: Aktuelle Studie: GMO & Gesundheitsschäden
« Antwort #3 am: 21. September 2012, 00:02 Uhr »
 :korrekt: @Ebony

GMO NO!
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Offline Möwe

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Re: Aktuelle Studie: GMO & Gesundheitsschäden
« Antwort #4 am: 21. September 2012, 11:18 Uhr »
Ich bin mir nicht sicher, ob ich die Studie überzeugend finde.

Aus dem von Tüte geposteten Link zur Studie:
Zitat
In fact, there were only two treated groups for each sex (20 animals each consuming specific GM maize feed). Only 10 rats were measured per group for blood and urine parameters and served as the basis for the major statistical analyses conducted.
Zitat
We note that these unrelated, different non-GM maize types were not shown to be substantially equivalent to the GMOs. The quantity of some sugars, ions, salts, and pesticide residues, do in fact differ from line to line, for example in the non-GM reference groups. This not only introduced unnecessary sources of variability but also increased considerably the number of rats fed a normal non-GM diet (320) compared to the GM-fed groups (80) per transformation event, which considerably unbalances the experimental design. A group consisting of the same number of animals fed a mixture of these test diets would have been a better and more appropriate control. In addition, no data is shown to demonstrate that the diets fed to the control and reference groups were indeed free of GM feed.

Zitat
The most fundamental point to bear in mind from the outset is that a sample size of 10 for biochemical parameters measured two times in 90 days is largely insufficient to ensure an acceptable degree of power to the statistical analysis performed and presented by Monsanto.

Zitat
In reality, in their report containing the raw data and statistical analysis, Monsanto did not apply in any case their chosen and described statistical methods. Only parametric tests (one-way ANOVA under homoscedasticity hypothesis and Student t tests on contrasts) were employed. Moreover, to select significant results, they only contrasted the data sets from the 33% GM maize feeding groups (for NK 603 and MON 810) with all reference groups. Moreover, their biological interpretation of statistically significant results differs from case to case.

Aber das Thema ist ja sehr publikumsträchtig - daher nehme ich mal an, es wird in naher Zukunft mehr Studien mit größeren Gruppen und verschiedenen Methoden geben. Hoffentlich auch welche, die die hier vorliegenden Schwächen der Methodik ausbügeln.

Tut mir leid, aber hier wurde meiner Meinung nach zu unordentlich gearbeitet, um sichere Ergebnisse zu erhalten. Daher warte ich mal weitere Studien ab.
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Offline Ebony

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Re: Aktuelle Studie: GMO & Gesundheitsschäden
« Antwort #5 am: 21. September 2012, 18:58 Uhr »
@Möwe: Mir ist nicht ganz klar, was und wen du kritisierst.

Die breite Öffentlichkeit interessiert das Thema Genfood, Chemie in der Nahrung nach meinem Empfinden eher wenig. Sie nimmt es hin, die Politiker werden es schon machen.
Die von Monsanto in Auftrag gegebenen Versuche an Ratten wurden ja bereits 2000 und 2001 durchgeführt. Daraufhin hieß es, dass keine Gefährdung durch Genmais gegeben ist. Merkwürdigerweise wurden die Versuchsergebnisse aber streng unter Verschluss gehalten (Wenn ich etwas designed hätte, was mich stinkreich machen könnte, das aber von einigen Menschen kritisch betrachtet würde, hielte ich Ergebnisse von Studien, die die Unbedenklichkeit meines Produkts beweisen, nicht zurück, sondern würde sie an möglichst jede Litfaß-Säule kleben!). Erst als das schwedische Agrarministerium darauf drängte, dass die Ergebnisse veröffentlicht und überprüft würden und sich Anwälte von Greenpeace einschalteten, konnten die Untersuchungsergebnisse eingesehen werden. Was die Überprüfung der Studien ergab ist ja bekannt.

Die von Tüte verlinkte Studie stammt übrigens aus dem Jahr 2009, natürlich haben sich weitere Wissenschaftler mit dem Thema beschäftigt. In der Tat ist ein schädlicher Einfluss auf den Menschen von MON810, MON863 oder NK603 zum jetzigen Zeitpunkt nicht bewiesen, sondern lediglich der auf menschliche Zelllinien, auf Ratten*, soviel ich weiß auch auf Mäuse* und es gibt Hinweise, dass der Genmais Rinder* (sterbens)krank macht. Die Unbedenklichkeit für den Menschen ist jedenfalls mit Sicherheit nicht bewiesen. Und das allein sollte den verantwortlichen Politikern reichen, um den Anbau von Genmais nicht zu erlauben, bzw. (und mit meinem Verständnis von Ethik eher vereinbar) es sollte die Erkenntnis reichen, dass etwas vom Menschen Gemachtes andere Lebewesen in ihrer Gesundheit gefährdet, um es vom Markt zu nehmen - Stichwort: Verantwortlich handeln.

*Der Beweis, dass etwas für bestimmte Tiere schädlich ist, ist natürlich kein Beweis dafür, dass es für die (Dornen)'Krone der Schöpfung' schädlich ist ... da gehen Tierversuchsgegner völlig konform mit Tierexperimentatoren.

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Re: Aktuelle Studie: GMO & Gesundheitsschäden
« Antwort #6 am: 21. September 2012, 22:13 Uhr »
@Ebony  :korrekt:
wie immer ein Genuß.

Zitat
Die breite Öffentlichkeit interessiert das Thema Genfood, Chemie in der Nahrung nach meinem Empfinden eher wenig. Sie nimmt es hin, die Politiker werden es schon machen.

Das ist leider die traurige Wahrheit, und es macht traurig, weil es keine Änderung geben wird, solange die Menschen abgelenkt, beschwichtigt werden oder sowieso desinteressiert an allem sind.
Ohne jetzt mal auf die Umweltschäden von Pestiziden einzugehen, wer weiß denn schon das aufgenommene und im Fettgewebe gespeicherte Pestizide aus der Nahrung auf das ungeborene Kind übertragen werden. Und das diese Substanzen eindeutig Teratogene* sind.
Zitat
*Unter Teratogenität versteht man eine Fehlentwicklung des Embryos, die zu Mißbildungen führt
Zitat
Krebs stellt nach Unfällen die zweithäufigste Todesart bei Kindern dar. Viele dieser Krebserkrankungen finden ihren Ursprung in der Carcinogenbelastung während der Schwangerschaft. Diese ist aber ebenso schwer nachweisbar wie andere teratogene Schädigungen, die erst im Laufe der Kindheit sichtbar werden. Wer von uns würde glauben, daß das geringe Lernvermögen des Kindes die Folge einer Schädigung im Bauch Mutter darstellt
Quelle: Gefährdungen der Gesundheit durch Pestizide

Dies nur mal so zwischendurch. Wenn eine Studie Hinweise auf eine mögliche Gefährdung gibt, besteht (eigentlich) Handlungsbedarf, sozusagen vorsorglicher Handlungsbedarf, auch wenn der letzte wissenschaftliche Beweis noch erbracht werden muss. Zum Wohle der Natur, den Tieren und dem Menschen. Wissenschaftler haben ja gar keine Zeit, nicht die Ausstattung in dem benötigtem Umfang, wie die andere Seite gefährliche Produkte entwickelt. Langzeitwirkungen zu erforschen, egal auf welchem Gebiet kostet nicht nur jede Menge Geld sondern benötigt auch Zeit. So wird vieles auf den Markt gebracht, bei dem eine Beurteilung über die akute toxische Wirkung vorliegt, deren Erforschung ist ja auch relativ einfach, über die chronische Wirkung liegt meist nichts vor. Das ergibt sich dann nach entsprechender Lantenzzeit, wird aber in diesem Stadium vom Hersteller bestritten. Liegen die ersten Studien vor, werden ihnen Fehler in der Methodik unterstellt.
Immer wieder wird beteuert, das es ja keine eindeutigen Beweise gibt, ernstzunehmende Hinweise werden ignoriert. So kann mit dem Produkt noch länger Geld verdient werden. Wieviele Menschen daran sterben ist unwichtig, und welche Umweltschäden zu erwarten sind, ist ebenso nebensächlich.
In einer humanen Welt dürfte es selbst dann keine Tierfolterei durch die Wissenschaft mehr geben, wenn es begründete Hoffnungen auf echte Fortschritte durch quälende Tierversuche für die Krebsbekämpfung gäbe. Aber nichteinmal das gibt es.
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Re: Aktuelle Studie: GMO & Gesundheitsschäden
« Antwort #7 am: 22. September 2012, 16:02 Uhr »
@Möwe: Mir ist nicht ganz klar, was und wen du kritisierst.

Ich kritisiere die Standards der Verlage, die wissenschaftliche Studien mit fragwürdigen Methoden veröffentlichen. Und nebenbei auchnoch die Journalisten, die das Ergebnis der Studie dann auslegen, und so veröffentlichen als wäre es die ewige und bewiesene Wahrheit.

Übrigens: Ich habe durchaus auch meine Zweifel, was die Unbedenklichkeit von Gentechnik angeht. Und ja, ich bin auch der Meinung, dass die Firmen die sowas verkaufen wahrscheinlich die Daten so drehen, dass alles harmlos ist.
Trotzdem finde ich, dass es zu einfach ist, Panik zu verbreiten - sehr viele Leute glauben bereitwillig alles, was gegen Gentechnik geht, ohne dass sie es verstehen. [Nicht auf Anwesende bezogen, ihr zeigt in euren Beiträgen dass ihr selber denkt und nicht nur brav nachsagt was man euch erzählt.]
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Re: Aktuelle Studie: GMO & Gesundheitsschäden
« Antwort #8 am: 25. September 2012, 22:54 Uhr »
Eigentlich sollte alles, was von Bedeutung ist, intensiv und vor allen Dingen unabhängig getestet werden bevor es in die Umwelt entlassen wird. Deshalb kann ich Dir auf jeden Fall nur zustimmen, Möwe, wenn Du sagst "Daher warte ich mal weitere Studien ab.".

Wenn es unzweifelhaft und insb. unabhängig bewiesen wäre, dass die Änderung xy super ist, und es ÜBERHAUPT keine Nachteile gibt, da würde sogar ich beginnen GMO zu essen.
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Re: Aktuelle Studie: GMO & Gesundheitsschäden
« Antwort #9 am: 29. September 2012, 18:01 Uhr »
Zitat
Ich kritisiere die Standards der Verlage, die wissenschaftliche Studien mit fragwürdigen Methoden veröffentlichen. Und nebenbei auchnoch die Journalisten, die das Ergebnis der Studie dann auslegen, und so veröffentlichen als wäre es die ewige und bewiesene Wahrheit.

Wer entscheidet denn, ob die Methoden fragwürdig sind? Ich glaube nicht, dass ein Verlag in der Lage ist, einen Stab von Wissenschaftlern zu beschäftigen, die jeden Beitrag vor der Veröffentlichung auf Fehler abklopfen. Außerdem ist doch der Sinn von Fachzeitschriften, dass Wissenschaftler darin Arbeiten veröffentlichen und sie damit zur Diskussion stellen. Da kann dann jeder Kritik anbringen, muss aber in Kauf nehmen, dass diese Kritik auch wieder kritisch betrachtet werden kann. Dieser wissenschaftliche Dialog ist für mich unverzichtbar. Verdächtig finde ich, wenn ein Unternehmen Studien durchgeführt haben will, die die Unbedenklichkeit seines Produkts belegen, sich aber strikt weigert, sie Fachkreisen oder der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

Zitat
Übrigens: Ich habe durchaus auch meine Zweifel, was die Unbedenklichkeit von Gentechnik angeht. Und ja, ich bin auch der Meinung, dass die Firmen die sowas verkaufen wahrscheinlich die Daten so drehen, dass alles harmlos ist.
Trotzdem finde ich, dass es zu einfach ist, Panik zu verbreiten - sehr viele Leute glauben bereitwillig alles, was gegen Gentechnik geht, ohne dass sie es verstehen.

@Möwe: Hast du den Eindruck, dass in der breiten Öffentlichkeit Panik bezüglich Gentechnik herrscht? Für die meisten Menschen ist das doch ein Begriff, von dem sie keine Ahnung haben. Da sind wir einer Meinung. Die Konsequenz daraus ist aber doch eher ein Schulterzucken und die Bemerkung "Dann dürfte ich ja gar nichts mehr essen." Die Verantwortung wird bereitwillig den Politikern überlassen. Ob sie da gut aufgehoben ist?
Du sagst doch selbst, dass du von der Unbedenklichkeit von Gentechnik nicht überzeugt bist. Außer Ilse Aigner kenne ich keinen Menschen, der das ist - zumindest handelt sie so. Im Fall von Monsanto geht es doch auch nicht 'nur' um gentechnisch veränderte Pflanzen, die Tier und Mensch essen sollen/müssen. Es ist doch Irrsinn, Pflanzen gentechnisch derart zu verändern, dass sie gegen ein Herbizid immun werden (Mais NK 603, Soja 40-30-2), das man nun munter in die Landschaft sprüht um zu vernichten, was an Pflanzen nicht Mais, bzw. Soja ist. Dieses Herbizid Glyphosat (Markenname: Roundup) wird laut Angabe des Herstellers in der Umwelt sehr schnell abgebaut, im Speichel von Rindern z.B. innerhalb weniger Minuten. Diese Behauptung hat sich längst als falsch herausgestellt! Glyphosat ist lange nach Ausbringung im Boden nachweisbar, Glyphosat ist in Gewebe von Rindern nachweisbar (wie kommt es da wohl hin, wenn es doch durch den Speichel abgebaut wird?). Und es ist einfach nur unverantwortlich, nicht ganz penibel die Unbedenklichkeit beider Produkte zu prüfen, wenn beide von ein und demselben Hersteller stammen!

Zitat
Wenn eine Studie Hinweise auf eine mögliche Gefährdung gibt, besteht (eigentlich)* Handlungsbedarf, sozusagen vorsorglicher Handlungsbedarf, auch wenn der letzte wissenschaftliche Beweis noch erbracht werden muss.
Zum Wohle der Natur, den Tieren und dem Menschen. Wissenschaftler haben ja gar keine Zeit, nicht die Ausstattung in dem benötigtem Umfang, wie die andere Seite gefährliche Produkte entwickelt. Langzeitwirkungen zu erforschen, egal auf welchem Gebiet kostet nicht nur jede Menge Geld sondern benötigt auch Zeit. So wird vieles auf den Markt gebracht, bei dem eine Beurteilung über die akute toxische Wirkung vorliegt, deren Erforschung ist ja auch relativ einfach, über die chronische Wirkung liegt meist nichts vor. Das ergibt sich dann nach entsprechender Lantenzzeit, wird aber in diesem Stadium vom Hersteller bestritten. Liegen die ersten Studien vor, werden ihnen Fehler in der Methodik unterstellt.
Immer wieder wird beteuert, das es ja keine eindeutigen Beweise gibt, ernstzunehmende Hinweise werden ignoriert. So kann mit dem Produkt noch länger Geld verdient werden. Wieviele Menschen daran sterben ist unwichtig, und welche Umweltschäden zu erwarten sind, ist ebenso nebensächlich.
  Zitat verändert (siehe *) von Ebony

Dem stimme ich voll zu (nachdem ich das '(eigentlich)' gestrichen habe ;)
Das Makabere dabei ist aber doch, dass die Schädlichkeit auf den Menschen tatsächlich erst bewiesen ist, wenn Menschen nachweislich durch das Produkt geschädigt wurden. Tierversuche sagen doch lediglich aus, dass das Produkt für eine bestimmte Tierart schädlich oder unschädlich ist, die Ergebnisse auf eine andere Tierart inkl. den Menschen zu übertragen ist objektiv gesehen unwissenschaftlich und hat eher etwas von Russisch Roulette.
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Re: Aktuelle Studie: GMO & Gesundheitsschäden
« Antwort #10 am: 29. September 2012, 22:50 Uhr »
Zitat
Das Makabere dabei ist aber doch, dass die Schädlichkeit auf den Menschen tatsächlich erst bewiesen ist, wenn Menschen nachweislich durch das Produkt geschädigt wurden. Tierversuche sagen doch lediglich aus, dass das Produkt für eine bestimmte Tierart schädlich oder unschädlich ist, die Ergebnisse auf eine andere Tierart inkl. den Menschen zu übertragen ist objektiv gesehen unwissenschaftlich und hat eher etwas von Russisch Roulette.

Ja die herangehensweise ist bei genauer Überlegung realitätsfern und sogar diletantisch. Zum einen reagieren Tiere auf verabreichte Substanzen eben nicht wie der Mensch. Aber selbst wenn dies so wäre, wird man die Auswirkungen wie Intelligenzminderung und psychische Effekte nicht feststellen können. Dies ist aber eben gerade ein wesentlicher Bestandteil der Giftwirkung beim Menschen. Bevor der Mensch organisch erkrankt, aufgrund einer Giftbelastung erkrankt er psychisch.


Für Pestizide gibt es ja festgelegte No effect Level (NOEL) die besagen, welche (tägliche) Dosis ein Mensch ein leben lang aufnehmen kann, ohne das eine Schädigung zu erwarten wäre. Das hört sich im ersten Moment richtig gut an, Tatsache ist jedoch das dieser Annahmewert keine letztendliche Sicherheit bietet. Zum einen gilt dieser Wert jeweils für ein Pestizid, aber nicht dem Pestizidcocktail das wir in derRealität antreffen. So werden auf "gesunden" Äpfeln bis zu 15 verschiedene Pestizide gefunden.
Qaulitativ wie quantitativ wird die aufgenommene Giftmenge beim Menschen nicht erfasst.
Die zu erwartenden Wechselwirkungen werden nicht mit in die Bewertung miteinbezogen. Auch komplett außen vorgelassen wird die Speicherung dieser Substanzen. So interagieren verschiedene Umweltgifte im Körper miteinander, eine Aussage was dabei rauskommt kann niemand machen. Die Aussagen über mögliche Langzeitfolgen gelten ja, sofern man ihnen Glauben schenken kann, für maximal eine Substanz. Außerdem kann es für eine Substanz die canerrogen wirkt keine verträgliche Dosis geben, da ja schon geringste Mengen imstande sind die Krankheit auszulösen. Auch wenn in den meisten Fällen erst durch die Summation der Schadstoffe Krebs ausgelöst wird (Rauchen).

Der allergrößte Witz ist aber das nachgewiesene Gifte im menschlichen Körper, die bei fast allen nachgewiesen werden, in einer bestimmten Höhe (welche kann willkürlich festgelegt werden) als Normalwerte eingestuft werden. Der Normalwert ist stets bei null.
« Letzte Änderung: 30. September 2012, 11:06 Uhr von Celsus »
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« Antwort #11 am: 03. Oktober 2012, 08:51 Uhr »
@Möwe: Hast du den Eindruck, dass in der breiten Öffentlichkeit Panik bezüglich Gentechnik herrscht? Für die meisten Menschen ist das doch ein Begriff, von dem sie keine Ahnung haben. Da sind wir einer Meinung. Die Konsequenz daraus ist aber doch eher ein Schulterzucken und die Bemerkung "Dann dürfte ich ja gar nichts mehr essen." Die Verantwortung wird bereitwillig den Politikern überlassen. Ob sie da gut aufgehoben ist?

Nicht direkt Panik, aber "Ich verstehs nicht, aber bin mir ganz sicher dass es gefährlich und schädlich ist" ist weit verbreitet.
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Re: Aktuelle Studie: GMO & Gesundheitsschäden
« Antwort #12 am: 03. Oktober 2012, 15:26 Uhr »
Zitat
Nicht direkt Panik, aber "Ich verstehs nicht, aber bin mir ganz sicher dass es gefährlich und schädlich ist" ist weit verbreitet.

Wundert dich das?
Mich nicht, denn niemand erklärt der breiten Öffentlichkeit, warum gentechnisch veränderte Pflanzen, die in die Nahrungskette gelangen, für den Verbraucher unschädlich sein sollen. Und warum erklärt es niemand? Weil es niemand kann, denn man weiß es einfach nicht. Wenn kritische Wissenschaftler eine Gefahr aufzeigen, versucht man sie mit teils recht unsachlichen Schein-Argumenten mundtot zu machen. Es ist doch ein Unding, wenn man jemandem erlaubt, etwas unwiderruflich in die Umwelt einzubringen, ohne von ihm eindeutige Beweise für die Unschädlichkeit seines Produkts zu verlangen, aber im Gegenzug von den Kritikern doppelte und dreifache Beweise für dessen Schädlichkeit einzufordert.
Und wo stehen die sog. Politiker? Deren Meinung ist doch
Variante 1: "Ich versteh's nicht, aber ich hoffe mal, dass es nicht gefährlich und schädlich ist".
Variante 2: "Bloß nicht mit der Industrie anlegen, denn das kostet mich ganz schnell meinen Posten."


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Re: Aktuelle Studie: GMO & Gesundheitsschäden
« Antwort #13 am: 07. Oktober 2012, 20:17 Uhr »
Wieder eine von den Unbedenklichkeits-Experten  ::)
Zitat
Happach-Kasan: Glyphosat ist bei fachgerechter Anwendung unschädlich

Christel Happach-Kasan Auch FDP-Agrarsprecherin Christel Happach-Kasan geht diese Forderung zu weit. „Moderne Pflanzenschutzmittel wie der Wirkstoff Glyphosat sind bei fachgerechtem Einsatz für Mensch und Umwelt ungefährlich“, sagte sie nach den Beratungen.
 
Den Antrag der Grünen bezeichnete sie als „unseriöse Panikmache“. Das sei unseriös und fahrlässig. „Es hilft weder der Umwelt noch dem Verbraucher, wenn Behörden und wissenschaftliche Einrichtungen diskreditiert werden, sobald deren wissenschaftliche Ergebnisse grüner Ideologie widersprechen“, sagte sie. Die häufig zitierten Tierstudien mit Hühnerembryonen oder Amphibien, bei denen große Dosen des Wirkstoffs Glyphosat negative Auswirkungen hervorgerufen haben, seien für die Bewertung der Giftigkeit von Glyphosat ohne Wert. Derartige Studien tragen ihrer Meinung nach nicht zum Erkenntnisgewinn bei und sind nicht mit dem Tierschutzgedanken vereinbar.
 
Gleichwohl sieht es Happach-Kasan als eine wichtige Aufgabe an, den Umgang mit Pflanzenschutzmitteln zu optimieren. Dazu gehöre es, den Eintrag von Glyphosat in Oberflächengewässer weiter zu minimieren. „Hierzu müssen die Anwender weiter geschult werden, vor allem im Bereich der Kleingärtnerei und Hobbygärtner.“
 
Die Sprecherin verweist darauf, dass in Deutschland und der EU nur Pflanzenschutzmittel zugelassen werden, die höchsten Kriterien genügen. „Bei sachgerechter Anwendung gilt Glyphosat verglichen mit anderen Herbiziden als wenig umweltbelastend; es ist biologisch abbaubar und für Menschen nicht toxisch“, ist sich die Politikerin sicher.

Quelle: top agrar online

Diese Aussagen lassen erkennen, das hier durch die Verharmlosung bewußt getäuscht werden soll. Man kann informierten Menschen doch sowas nicht ernsthaft glaubhaft machen. Hier geht es um den Schutz der chemischen Industrie, nicht um den Schutz der Anwender, der Verbraucher und der Umwelt. So schlecht kann der Kenntnisstand dieser Verbrecherin nicht sein.
Wer solche Äußerungen von sich gibt, obwohl alle Hinweise in eine andere Richtung weisen, macht sich zum Schreibtischtäter der Neuzeit.

http://www.pan-germany.org/deu/~news-1102.html
« Letzte Änderung: 07. Oktober 2012, 20:31 Uhr von Celsus »
In einer humanen Welt dürfte es selbst dann keine Tierfolterei durch die Wissenschaft mehr geben, wenn es begründete Hoffnungen auf echte Fortschritte durch quälende Tierversuche für die Krebsbekämpfung gäbe. Aber nichteinmal das gibt es.
Prof. Julius Hackethal

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Offline Ebony

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Re: Aktuelle Studie: GMO & Gesundheitsschäden
« Antwort #14 am: 09. Oktober 2012, 20:08 Uhr »
Wer Frau Happach-Kasan nicht kennt: Rechts auf das Video klicken
http://www.happach-kasan.de/gruene-gentechnik/
=>
Rede im Deutschen Bundestag zur Grünen Gentechnik

Ausschnitte kopiert von  http://www.fdp-grosshansdorf.de/im_dialog/topic.php?id=72
und z.T. kommentiert, wenn ich das für angebracht hielt (vieles erklärt sich aber von selbst).

Zitat
'Herr Präsident! Liebe Kolleginnen und Kollegen!

Wir wissen alle: Frau Künast ist Spezialistin für umfrageorientierte Politik, Herr Seehofer macht es ihr nach, und alle beide werden damit langfristig scheitern.'

'Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben. Ich glaube, diesen Satz kennt hier jeder...
...Man fragt sehr selten, wer eigentlich bestraft wird, wenn politische Entscheidungen zu spät fallen, wenn sie falsch sind. Ich will Ihnen die Antwort geben: Das ganze Land wird bestraft...
...durch den Abbau von Arbeitsplätzen, durch den Verlust von Investitionen, durch den Verlust der Weltführerschaft in der Pharmazie...
...Genau das droht bei der Grünen Gentechnik, und das wollen wir als FDP hier verhindern.'


no comment

Zitat
'Mein Kollege Peter Bleser hat auf den bayerischen Fütterungsversuch hingewiesen; das brauche ich nicht zu wiederholen.'

Gemeint ist wohl dieser Fütterungsversuch http://www.greenpeace.de/fileadmin/gpd/user_upload/themen/gentechnik/FS_Kritische_Stellungnahme_Fuetterungsversuch_kurz_FINAL.odt.pdf

 
Zitat
'MON 810 wird schon über 10 Jahre angebaut. Vergleichbar mit Ihrer Verbotsforderung wäre es, wenn man 1955 gefordert hätte, den VW-Käfer in Deutschland zu verbieten.'

… oder Ende der 1940er Jahre DDT (stattdessen erhielt 1984 der Schweizer Paul Hermann Müller den Medizin(!)-Nobelpreis für die Entdeckung der starken insektizide Wirkung von DDT).

Zitat
'Wirklich eine tolle Maßnahme! Damit kommen wir richtig voran!'
[Frau Happach-Kasan bedient sich des rethorischen Mittels der Ironie..., die sich auf ihre obige Aussage bezieht]

Zitat
'...Dioxin gibt es nach wie vor. Verbieten kann man es nicht. Aber es war sinnvoll, dass insbesondere die schwarz-gelbe Regierung für einen Rückgang der Dioxinemissionen gesorgt hat. Das ist gut für unsere Wirtschaft...'


Zitat
'...Wir wollen Investitionen in biotechnologische Züchtung, und zwar zur Sicherung der Welternährung; mein Kollege Bleser hat dies ausgeführt. Frau Kollegin Künast, schauen Sie doch einmal ein bisschen genauer nach Indien! Sehen Sie sich die IFPRI‑Studie an! Wenn Sie das tun, dann werden Sie feststellen, dass die Bt-Baumwolle sehr wohl dazu beigetragen hat, die Ernährungssicherheit auf dem Lande zu gewährleisten. Dies wollen wir fortsetzen...'


An anderer Stelle sagt Frau Happach-Kasan:
Zitat
'...Ich erinnere an Professor Beyer aus Freiburg und Professor Ingo Potrykus, die zusammen das Golden-Rice-Konzept entwickelt haben. Ich hoffe sehr, dass sie es schaffen werden, dieses zur Umsetzung gelangen zu lassen. Auch Professor von Braun, ehemals Universität Bonn, jetzt Leiter des IFPRI, des International Food Policy Research Institute in Washington, gehört zu den Wissenschaftlern, die dort vortragen werden. Von seinem Institut stammt die Studie, die besagt, dass der Anbau von Bt-Baumwolle in Indien dazu beigetragen hat, die Situation der Baumwollbauern zu verbessern, so dass tatsächlich und messbar festzustellen ist, dass inzwischen deutlich weniger Landwirte Selbsttötungen begehen als vor Beginn des Anbaus von Bt-Baumwolle...'

Dann schauen wir doch 'ein bisschen genauer nach Indien': http://www.taz.de/!77350/
Zitat
'...Denken Sie an die Menschen in Indien und nicht bloß an Ihre Wählerstimmen im Land!...'

Es wäre schön, wenn Frau Happach-Kasan das gesagt hätte, als sie in den Spiegel geschaut hat (sie sagte es aber zu Frau Künast).
Zitat
Zitat
'...Wir sind uns bewusst, dass die Bevölkerung eine gewisse Skepsis gegenüber der neuen Züchtungsmethode hat. Skepsis ist also vorhanden. Es gibt aber keinerlei Grund, Angst zu erzeugen. Grüne, CSU und SPD arbeiten dabei Hand in Hand. Die Bundeskanzlerin schaut zu. Es ist unverantwortlich, wie die Bundeskanzlerin die Interessen Deutschlands verspielt, um in der südlichen Sandburg Ruhe zu bewahren. Wer Angst erzeugt, macht Menschen unfrei. Wir als Liberale fühlen uns dem freien Menschen verpflichtet und wollen ihn nicht bevormunden, sondern mit den Informationen ausstatten, die er braucht, um sich entscheiden zu können...'


Ich verstehe: Wer von Monsanto Saatgut kauft, ist frei *jubel* - oder auch nicht:
http://www.gentechnikfrei-nrw.de/fileadmin/download/07-05-web-monsanto-neuauflage.pdf

Zitat
'...Es hat sich bis jetzt in Deutschland nicht ausgezahlt, sein Mäntlein politisch nach dem Wind zu hängen; denn wir sind eine Wertegemeinschaft. In Deutschland zählen Wahrhaftigkeit, Glaubwürdigkeit und Verlässlichkeit...'

 :ooops:

'Danke schön.'

Ich danke Ihnen, Frau Happach-Kasan, für die Einblicke in die Denkweise einer Frau, die seit Jahren ihren politischen Einfluss (genau wie Peter Bleser) nutzt, um vom Menschen gentechnisch verändertes Leben in die Umwelt zu entlassen.
Ebony

Nachtrag: http://www.br.de/fernsehen/das-erste/sendungen/report-muenchen/videos-und-manuskripte/lobbyisten-im-amt100.html
 

Die Welt ist kein Machwerk und die Tiere sind kein Fabrikat zu unserem Gebrauch.
Nicht Erbarmen, sondern Gerechtigkeit ist man den Tieren schuldig.

Vielen Dank von