grasbeisserforum.de | Das frische Forum für Veganer und Vegetarier.

Offtopic => Gesellschaft, Politik und Wirtschaft => Thema gestartet von: Nescius am 06. Januar 2012, 13:01 Uhr

Titel: Deutsche (Innen)Politik
Beitrag von: Nescius am 06. Januar 2012, 13:01 Uhr
Diesen Thread bitte für Ereignisse und Diskussionen über die deutsche Innenpolitik nutzen.
Titel: Re: Deutsche (Innen)Politik
Beitrag von: Nescius am 06. Januar 2012, 13:05 Uhr
Ich fange auch gleich mal an:

"Jamaika"-Koalition im Saarland geplatzt (http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,807575,00.html)

Das ist ein klares Signal an Jamaika auch auf Bundesebene. Der Versuch einer Rot-Rot-Grünen Regierung im Saarland wäre jetzt zwar möglich, aber die SPD wird dazu den Mut mal wieder nicht aufbringen können. Wie damals leider auch in Thüringen. Lieber Steigbügelhalter für die CDU spielen als neue Optionen zu versuchen.
Titel: Re: Deutsche (Innen)Politik
Beitrag von: #Tüte am 06. Januar 2012, 13:11 Uhr
@rot-rot-grün: oder wie damals in Hessen (Ypsilanti). :(  Aber unter dem Strich doch nur Großteils totale Show zum Geldverdienen mit vielen Annehmlichkeiten durch ein paar warme Worte.
Titel: Re: Deutsche (Innen)Politik
Beitrag von: AlterGeist am 06. Januar 2012, 13:15 Uhr
Konsumpropaganda (http://www.querschuesse.de/erneut-schwache-reale-einzelhandelsumsatze-fur-deutschland/) aktuell!

Deutschland geht es gut!
Titel: Re: Deutsche (Innen)Politik
Beitrag von: Paul am 06. Januar 2012, 15:37 Uhr
hm, ich glaube es wäre sinnvoll für jedes spezielle innenpolitische thema nen eigenen thread zu erstellen.
wenn in nem jahr was passiert das bezug auf jetzige politische entscheidungen hat, wird man es in diesem thread nur schwer finden.
Titel: Re: Deutsche (Innen)Politik
Beitrag von: Nescius am 06. Januar 2012, 19:11 Uhr
hm, ich glaube es wäre sinnvoll für jedes spezielle innenpolitische thema nen eigenen thread zu erstellen.
wenn in nem jahr was passiert das bezug auf jetzige politische entscheidungen hat, wird man es in diesem thread nur schwer finden.
Bei "wichtigen" innenpolitischen Themen gebe ich Dir recht (z.B. die Affäre um Wulff). Aber das Platzen einer Koalition verdient m.E. keinen eigenen Thread.
Titel: Re: Deutsche (Innen)Politik
Beitrag von: AlterGeist am 06. Januar 2012, 19:27 Uhr
Wulff ist ja das mit abstand unwichtigste Thema überhaupt und schon gar kein politisches! Ich muss doch wohl sehr bitten. Wulff ist eine Beschäftigungstherapie!
Titel: Re: Deutsche (Innen)Politik
Beitrag von: Nescius am 06. Januar 2012, 19:29 Uhr
Wulff ist ja das mit abstand unwichtigste Thema überhaupt und schon gar kein politisches! Ich muss doch wohl sehr bitten. Wulff ist eine Beschäftigungstherapie!
Der Bundespräsident als das formal oberste Staatsoberhaupt der BRD ist durchaus nicht von geringer Relevanz. ;)
Titel: Re: Deutsche (Innen)Politik
Beitrag von: AlterGeist am 06. Januar 2012, 19:34 Uhr
Er ist "Staatsoberhaupt" und Politiker, ja. Aber es ist kein politisches Thema.
Titel: Re: Deutsche (Innen)Politik
Beitrag von: Nescius am 06. Januar 2012, 19:39 Uhr
Doch, das ist es, weil es Frau Merkel in starke Bedrängnis bringen würde, wenn Wulff zurücktreten würde/müsste.
Titel: Re: Deutsche (Innen)Politik
Beitrag von: AlterGeist am 06. Januar 2012, 19:45 Uhr
Das ist dann ein politisches Thema, ja.


Es ist auch in gewissem Rahmen ein politisches Thema, dass der ganze Rotz so hochkocht und den Pöbel beschäftigt und davon abhält sich um die Politik (nicht die Politier) zu scheren.


Aber wenn einer lügt, von dem niemand gesundes glaubt, dass er nicht lügen würde und dann die üblichen Verdächtigen idiotische Berichterstattung betreiben - das ist nicht politisch, das ist Show Business!
Titel: Re: Deutsche (Innen)Politik
Beitrag von: Nescius am 06. Januar 2012, 19:48 Uhr
Umso schlimmer, dass es für Dich kein politisches Thema ist, sondern Show-Business, oder? Das zeigt m.E. sehr gut, wie sehr politisch das Thema eigentlich ist.
Titel: Re: Deutsche (Innen)Politik
Beitrag von: AlterGeist am 06. Januar 2012, 19:52 Uhr
Ich sehe einfach keinen Effekt auf politisches Tagesgeschehen gegeben durch das was Wulff getan hat und wie er sich jetzt gibt. Wo siehst du einen Effekt oder einen Einfluss gegeben?
Titel: Re: Deutsche (Innen)Politik
Beitrag von: Revolution am 06. Januar 2012, 20:03 Uhr
Relevant ist dieses Thema vor allem medienpolitisch. Was bisher kaum hinterfragt wurde ist die enge Verflechtung von Medien und Politik. So ist es üblich, dass Merkel, Gabriel etc. eine Berichterstattung in der BILD-Zeitung minutiös mit der Chefredaktion abstimmen. Interviews werden grundsätzlich autorisiert, dh. es werden authentische Passagen gestrichen, falls der Politiker im Nachhinein sich falsch dargestellt fühlt - ganz gleich ob die Aussagen so getroffen wurden oder nicht. Der Kuhhandel - (ich gebe Dir Medium als Politiker ein Exklusiv-Interview zum Thema x wenn Du dafür dich um Them Y kümmerst bzw. eine Berichterstattung unterläßt) ist normal.

Auch bei Wulff ist das Praxis, Springer arbeitet so. Das interessante ist der Umkehrschluß aus dieser Debatte - Medienlobbyismus, einfluss von Medien auf Politik. BILD hat definitiv auf einer hohen Ebene unlauteren Einfluss auf Politik und partizipiert in erheblichem Maß aus diesen Kuhhändeln.
Titel: Re: Deutsche (Innen)Politik
Beitrag von: Paul am 06. Januar 2012, 20:15 Uhr
Zitat
Aber wenn einer lügt, von dem niemand gesundes glaubt, dass er nicht lügen würde und dann die üblichen Verdächtigen idiotische Berichterstattung betreiben - das ist nicht politisch, das ist Show Business!
Beitrag editieren

die leute geilen sich zwar dran auf, wie an allem möglichem klatsch  ;D aber das traurige ist, dass sie sehr, sehr viel verzeihen was die politiker ihnen einbrocken, bzw gar nicht mitkriegen oder nicht raffen. das wäre auch ohne skandale so.

hierzulande merkt anscheinend kein mensch (außer er hat das glück ein seminar über sozialpolitik zu besuchen, und einige wenge interessierte), dass die gesetzlichen krankenkasse defakto abgeschafft werden. sie existieren zwar weiter, aber die zusatzbeiträge werden schrittweise erhöht, dabei die beitragssätze für arbeitgeber eingefroren und auch für die arbeitnehmer steigen sie nicht wesentlich.

das bedeutet jemand der 1000 netto verdient, zahlt genauso viel zusatz wie jemand der 3000 oder mehr verdient. das wird noch richtig lustig.
Titel: Re: Deutsche (Innen)Politik
Beitrag von: AlterGeist am 06. Januar 2012, 20:29 Uhr
Um Revolutions Beitrag (der mir aus der Seele spricht) eine Dimension hinzuzufügen: Ich habe nicht mitbekommen, dass irgendwann in der ganze Berichterstattung mal die konkrete Frage aufkam, WOFÜR Wulff eigentlich seine "Goodies" bekommen hat - für was war das die Gegenleistung (böse Unterstellung, ich weiß...) ? 

Mag ja sein, dass das thematisiert wurde und ich es verpasst habe ... erinnert sich jemand daran?

@Pauli: "Hierzulande" ist Österreich, korrekt? Bin da immer unsicher ...
Titel: Re: Deutsche (Innen)Politik
Beitrag von: Nescius am 06. Januar 2012, 21:51 Uhr
Ich sehe einfach keinen Effekt auf politisches Tagesgeschehen gegeben durch das was Wulff getan hat und wie er sich jetzt gibt. Wo siehst du einen Effekt oder einen Einfluss gegeben?
Das Amt des Bundespräsidenten ist ein politisches Amt und damit selbstverständlich wichtig für die Politik. Der BuPrä übernimmt zwar keine politische Funktion im eigentlichen Sinne mehr, sollte aber das moralische Gewissen der Politik sein. Merkel hat sich selbstverständlich nur einen Abnickkasper geholt und keine moralische Instanz.

Relevant ist dieses Thema vor allem medienpolitisch. Was bisher kaum hinterfragt wurde ist die enge Verflechtung von Medien und Politik. So ist es üblich, dass Merkel, Gabriel etc. eine Berichterstattung in der BILD-Zeitung minutiös mit der Chefredaktion abstimmen. Interviews werden grundsätzlich autorisiert, dh. es werden authentische Passagen gestrichen, falls der Politiker im Nachhinein sich falsch dargestellt fühlt - ganz gleich ob die Aussagen so getroffen wurden oder nicht. Der Kuhhandel - (ich gebe Dir Medium als Politiker ein Exklusiv-Interview zum Thema x wenn Du dafür dich um Them Y kümmerst bzw. eine Berichterstattung unterläßt) ist normal.

Auch bei Wulff ist das Praxis, Springer arbeitet so. Das interessante ist der Umkehrschluß aus dieser Debatte - Medienlobbyismus, einfluss von Medien auf Politik. BILD hat definitiv auf einer hohen Ebene unlauteren Einfluss auf Politik und partizipiert in erheblichem Maß aus diesen Kuhhändeln.
Ja. Klare Sache. Ohne die Medien kommt man in der Politik nicht weit. An der Linkspartei sieht man ja z.B., wie systematisch die Opposition unterdrückt oder verunglimpft wird.
Letztlich werden durch die Medien auch Meinungen konstituiert und politische Entscheidungen beeinflusst. Angeblich war eine Mehrheit der Deutschen für Gauck als Buprä, während die tatsächlichen Umfragewerte zwischen Gauck und Wulff nicht mal eine Differenz von 5% hatten. Und die Mehrheit der Deutschen kannte Gauck nicht mal.

Nicht umsonst ging Schröder als "Medienkanzler" in die Geschichtsbücher ein. Anders als durch mediale Unterstützung wäre so ein Unsympath sicherlich nicht Kanzler werden.
Titel: Re: Deutsche (Innen)Politik
Beitrag von: AlterGeist am 06. Januar 2012, 22:00 Uhr
Das was du jetzt geschrieben hast steht doch im Einklang mit dem was ich zuvor sagte.  ;)
Titel: Re: Deutsche (Innen)Politik
Beitrag von: Nescius am 06. Januar 2012, 22:02 Uhr
Na ja. Für mich ist der BuPrä eben ein politisches Thema. ;)
Titel: Re: Deutsche (Innen)Politik
Beitrag von: Paul am 06. Januar 2012, 22:09 Uhr
Zitat
@Pauli: "Hierzulande" ist Österreich, korrekt? Bin da immer unsicher ...

nein, ich meinte die bä är dä
Titel: Re: Deutsche (Innen)Politik
Beitrag von: Nescius am 06. Januar 2012, 23:15 Uhr
"Die FDP erlebt einen schwarzen Freitag. 12.09 Uhr: Parteichef Philipp Rösler beschwört auf dem Dreikönigstreffen in Stuttgart den Neustart. 12.20 Uhr: Im Saarland platzt die Jamaika-Koalition, weil die Landes-FDP sich zofft. Das Desaster zeigt, dass die Liberalen im Zweifel nicht gebraucht werden." (Weiter (http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,807631,00.html))
Titel: Re: Deutsche (Innen)Politik
Beitrag von: Paul am 07. Januar 2012, 00:00 Uhr
auf röslers konto geht die reform der krankenversicherung..  ne wir brauchen die fdp wirklich nicht.
Titel: Re: Deutsche (Innen)Politik
Beitrag von: Celsus am 07. Januar 2012, 09:50 Uhr
Die Fast Drei Prozent Partei haben wir noch nie gebraucht. Obwohl die Umfragewerte so schlecht wie nie sind, wird sich diese Partei wieder erholen ::).
Zunächst einmal muß sich überhaupt fragen, wieso bei der Bundestagswahl 2009 diese Partei 14,6% erreicht hat.
Für mich persönlich nicht nachvollziehbar, denn für jeden offensichtlich, das die Zeiten der "sozialen Marktwirtschaft"
längst vorbei sind. Dementsprechend merkt jeder normale Arbeiter woher der Wind weht.

Bleibt zu hoffen das sie das nächste mal nicht mehr im Bundestag vertreten sind.
Titel: Re: Deutsche (Innen)Politik
Beitrag von: #Tüte am 07. Januar 2012, 10:19 Uhr
Ich stehe zur Die Partei (http://youtu.be/ewqbFrbvfEg). Wer sie als Spaßpartei verkennt, hat die Motivation dahinter nicht verstanden.  :dontknow:
Titel: Re: Deutsche (Innen)Politik
Beitrag von: Nescius am 07. Januar 2012, 11:01 Uhr
Brauchen wir die FDP noch? (http://www.zeit.de/2012/02/FDP-Pro-Contra)

"Wer sich mit den Liberalen schon nicht wegen des Liberalismus anfreunden mag, sollte sie wenigstens als politische Versicherung gegen den Populismus schätzen."

Wenn Liberale = FDP bedeuten soll, dann ist diese Aussage ja wohl der Hohn.

"Ob es im Deutschland des 21. Jahrhunderts noch einen sinnvollen Platz für eine liberale Partei geben kann, das wissen wir nicht genau. Dass die FDP diese Partei nicht ist, das wissen wir allerdings."

Sehe ich auch so. Eine Partei im Sinne des Liberalismus wäre sicherlich zu begrüßen. Aber die FDP ist keine Partei im Sinne des Liberalismus.
Titel: Re: Deutsche (Innen)Politik
Beitrag von: Celsus am 07. Januar 2012, 12:21 Uhr
Nein die FDP braucht es nicht mehr, denn was eine Partei ausmacht, ist gänzlich verlorengegangen.
Vorbildpolitiker gab es auch in der FDP einmal, man nehme mal Gerhard Baum, um nur einen zu nennen.
Hätten die jetzigen Herren außer Karieredenken etwas von alten Gedanken mitgenommen, sähe schon vieles anders aus.
Der FDP laufe ja sogar die "Altpolitiker" weg. Siehe den Parteiaustritt von Hildegard Hamm Brücher im Jahre 2002 nach über 50 Jahren Mitgliedschaft in dieser Partei.
Titel: Re: Deutsche (Innen)Politik
Beitrag von: Celsus am 07. Januar 2012, 12:26 Uhr
@Tüte

Zitat
Inhalte überwinden
Genau das haben die Parteien die letzten Jahrzehnte gemacht.
Titel: Re: Deutsche (Innen)Politik
Beitrag von: #Tüte am 07. Januar 2012, 12:28 Uhr
@Tüte

Zitat
Inhalte überwinden
Genau das haben die Parteien die letzten Jahrzehnte gemacht.
Ja, und das sehr erfolgreich ohne aber dazu zu stehen. Genau das macht Die Partei jetzt richtig, also das Gegenteil von dem, was sie behaupten. ;)
Titel: Re: Deutsche (Innen)Politik
Beitrag von: AlterGeist am 14. Januar 2012, 10:05 Uhr
Ich freue mich sehr zu lesen, dass relativ unbemerkt, überlagert von einer Affäre um einen gewissen Herr W. aus H., der erste richtig große Schritt zur Überwachung durch Drohnen zur Einführung von Drohnen zur zivilen Nutzung in Deutschland getätigt wurde.

Unter anderem auch zur Ermöglichung einer "Verbesserung der polizeilichen Gefahrenabwehr".

Man hat wohl jemanden gefunden, der einen Taschenrechner bedienen kann und der hat herausgefunden, dass die Verwendung von Drohnen billiger ist als der Einsatz von Tornados (http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,488177,00.html).


Alan Parson - Eye in the Sky (http://www.youtube.com/watch?v=g6rNFyM6Iik#)
Titel: Re: Deutsche (Innen)Politik
Beitrag von: Nescius am 22. Januar 2012, 21:46 Uhr
Christian Wulff: Millionenfache Tierquälerei

Zeitungsbericht im Münchner Merkur über unsere erfolgreiche Feststellungsklage vor dem Oberlandesgericht München gegen Christian Wulff. Wir dürfen ihm dieses Zitat in den Mund legen: »Millionenfache Tierquälerei darf nicht aufhören, meine Agrarindustrie will sie«.

Albert Schweitzer Stiftung für unsere Mitwelt (http://albert-schweitzer-stiftung.de/ueber-uns/tierschutzkampagnen/christian-wulff-tierquaelerei)
Titel: Re: Deutsche (Innen)Politik
Beitrag von: Celsus am 23. Januar 2012, 00:21 Uhr
Dem Richter Walter Weidenkaff gebührt für seine Entscheidung Anerkennung.
Hätte ich niemals für möglich gehalten.

Besser wäre noch das Bundesverdienstkreuz für den Richter, kann er dann beim Bundespräsident abholen :ooops:
Titel: Re: Deutsche (Innen)Politik
Beitrag von: Nescius am 09. Februar 2012, 11:11 Uhr
30-Stunden-Woche soll Vollbeschäftigung sichern (http://www.zeit.de/karriere/beruf/2012-02/initiative-arbeitszeitverkuerzung-forderungen)

Zitat
Gäbe es Arbeit für alle, wenn jeder etwas weniger machte? Linke Ökonomen fordern allgemeine Arbeitszeitverkürzung; selbst vollen Lohnausgleich halten sie für realistisch.

30 Stunden Wochenarbeitszeit für alle – das fordert eine Gruppe von alternativen Ökonomen, Vertretern von Gewerkschaften und Frauenverbänden sowie Aktivisten von Attac. Sie haben sich zur "Initiative  Arbeitszeitverkürzung" zusammengeschlossen und wollen eine kürzere Normalarbeitszeit – bei vollem Lohn- und  Personalausgleich.

 :korrekt:
Titel: Re: Deutsche (Innen)Politik
Beitrag von: AlterGeist am 09. Februar 2012, 11:29 Uhr
Wieder mal ein Hinweis, dass linke nicht ganz unschuldig sind, wenn sie nicht ernst genommen werden (falls die Forderung wirklich so lautete)
Titel: Re: Deutsche (Innen)Politik
Beitrag von: Nescius am 09. Februar 2012, 11:31 Uhr
Was ist denn deines Erachtens nach so lächerlich daran?
Titel: Re: Deutsche (Innen)Politik
Beitrag von: AlterGeist am 09. Februar 2012, 12:23 Uhr
Ich habe nicht geschrieben dass daran etwas lächerlich ist. Und schon gar nicht "so lächerlich".

Aber es ist taktisch genau so klug wie viele andere öffentliche Äußerungen von links, die keinen spürbaren Effekt hatten, als den Kritikern noch mehr Munition zu liefern und dafür zu Sorgen, dass man als Spinner wahrgenommen wird.
Titel: Re: Deutsche (Innen)Politik
Beitrag von: #Tüte am 09. Februar 2012, 12:31 Uhr
Das auf den ersten Blick schwer vorstellbare ist bspw., wenn weniger gearbeitet wird für den gleichen Lohn, jemand anderes zusätzlich bezahlt werden muss. Also bei 30 statt 40-Stunden-Woche müssten auf 3 Arbeiter 1 neuer eingestellt werden, um dem Aufrechterhalten der Geschäftsabläufe Rechnung zu tragen. Das werden sich insb. viele Mittelständler, die nicht so selten hart kalkulieren müssen, um dem internationalen Markt noch die Stirn bieten zu können, nicht leisten können. Großkonzerne, maximalprofitorientiert wie sie sind, werden ihre restlichen Produktionsstätten, die sie noch in D führen, ins Ausland verlagern. Es müsste, wenn dann, global agiert werden, um das durchsetzen zu können. Das ist leider das Dilemma der Globalisierung, in die wir inzwischen mit der "freien" Marktwirtschaft gebracht worden sind.

Ich gehe allerdings stark davon aus, dass die Linksökonomen sich an Rechenbeispielen versucht haben das möglichst wasserdicht hinzubekommen und so Sachen wie "weniger soziale Kosten" einkalkuliert haben bspw. weil die Leute mehr Zeit haben sich um ihre alten Eltern/Kinder zu kümmern, usw.. Dennoch muss aber dabei irgendjemand für die Kostenlücke der Firmen gerade stehen, ob es jetzt die eventl. dem Untergang geweihte Firma selbst wäre oder der Staat Mal wieder subventionieren müsste.


 
Titel: Re: Deutsche (Innen)Politik
Beitrag von: Nescius am 09. Februar 2012, 12:55 Uhr
Ich habe nicht geschrieben dass daran etwas lächerlich ist. Und schon gar nicht "so lächerlich".

Aber es ist taktisch genau so klug wie viele andere öffentliche Äußerungen von links, die keinen spürbaren Effekt hatten, als den Kritikern noch mehr Munition zu liefern und dafür zu Sorgen, dass man als Spinner wahrgenommen wird.
Dann habe ich das falsch interpretiert und bitte um Verzeihung. ;)

Es ist allerdings fraglich, ob man auf solche Vorschläge lieber verzichtet, nur, weil man dem politischen Gegner damit Munition liefert. Immerhin ist das Modell ja nun alles andere als realitätsfern oder nicht umsetzbar.
Titel: Re: Deutsche (Innen)Politik
Beitrag von: Nescius am 09. Februar 2012, 13:04 Uhr
Das auf den ersten Blick schwer vorstellbare ist bspw., wenn weniger gearbeitet wird für den gleichen Lohn, jemand anderes zusätzlich bezahlt werden muss. Also bei 30 statt 40-Stunden-Woche müssten auf 3 Arbeiter 1 neuer eingestellt werden, um dem Aufrechterhalten der Geschäftsabläufe Rechnung zu tragen. Das werden sich insb. viele Mittelständler, die nicht so selten hart kalkulieren müssen, um dem internationalen Markt noch die Stirn bieten zu können, nicht leisten können. Großkonzerne, maximalprofitorientiert wie sie sind, werden ihre restlichen Produktionsstätten, die sie noch in D führen, ins Ausland verlagern. Es müsste, wenn dann, global agiert werden, um das durchsetzen zu können. Das ist leider das Dilemma der Globalisierung, in die wir inzwischen mit der "freien" Marktwirtschaft gebracht worden sind.

Ich gehe allerdings stark davon aus, dass die Linksökonomen sich an Rechenbeispielen versucht haben das möglichst wasserdicht hinzubekommen und so Sachen wie "weniger soziale Kosten" einkalkuliert haben bspw. weil die Leute mehr Zeit haben sich um ihre alten Eltern/Kinder zu kümmern, usw.. Dennoch muss aber dabei irgendjemand für die Kostenlücke der Firmen gerade stehen, ob es jetzt die eventl. dem Untergang geweihte Firma selbst wäre oder der Staat Mal wieder subventionieren müsste.
So genau kenne ich mich damit nicht aus. Aber folgendes: Der "Verlust" würde nur den Gewinn der Firma betreffen (bzw. der Staat müsste/könnte auch mit einspringen). Wenn die Deutsche Bank also tausende Angestellte entlässt, nur, weil 20% Gewinn nicht genug sind, dann stimmt doch etwas Grundlegendes nicht. Dieses Handeln ist zwar kapitalistisch rational und einer freien Marktwirtschaft immanent, aber eine (rein) kapitalistische Wirtschaftsordnung ist ist im Grundgesetz ja nicht vorgesehen.
Zum Ausland: Es wäre sicherlich von Vorteil, wenn die wirtschaftlich herrschenden Länder da mitziehen würden. Allerdings sehe ich nicht, warum wegen Gehaltserhöhungen bzw. -verteilungen Standorte gewechselt werden würden, die jetzt nicht sowieso schon wegen billigeren Arbeitskräften und Produktivmitteln verlagert werden.
Letztlich stünde im Konsumkreislauf mit der Verteilung von "oben nach unten" mehr Geld zur Verfügung, was seinerseits dann wieder die Wirtschaft stärken würde (was unter anderem auch für einen allgemeinen Mindestlohn spricht).
Titel: Re: Deutsche (Innen)Politik
Beitrag von: AlterGeist am 09. Februar 2012, 13:12 Uhr
Es ist nicht fraglich ob man darauf verzichten sollte weil man dem Gegner Munition liefert. Das sollte man auf keinen Fall.
Ich finde aber man sollte darauf verzichten, wenn diese Munition wahrscheinlich die einzige spürbare Wirkung sein wird. Das ist es was ich meinte.

Mit Ideen anzukommen (egal wie richtig sie sind) für die man fast nur die Leute begeistern kann die einem sowieso schon wohlgesonnen sind und den Rest in seiner anerzogenen und reflexartigen Ablehnung zu bestärken finde ich ist ein unkluges Vorgehen.

Oder habe ich die großen politischen Gewinne, die mit solchen Aktivitäten errungen wurden, irgendwie verdrängt und nur noch die fremdegesteuerten Interviews linker Politiker und Innerparteilichen Diskussionen im Gedächtnis, von denen es fast keine gibt?
Titel: Re: Deutsche (Innen)Politik
Beitrag von: Nescius am 09. Februar 2012, 14:32 Uhr
Selbstverständlich wäre man ein Narr, wenn man vermeinte, dass sich diese Forderung sofort durchsetzen werden würde. Stetes Tropfen höhlt den Stein. Ich finde es wichtig, alternative (und realistische) Modelle wenigstens zu diskutieren. Und die "Zeit" ist nun nicht gerade ein kleines Blatt ohne politische Wirkung.

Durch "linke" Forderungen (z.B. durch die Partei "Die Linke") stehen zentrale Themen immer wieder im öffentlichen Bewusstsein. Z.B. Afghanistan, Hartz IV, Minestlohn, Renteneintrittsalter, Rechtsextremismus usw. Ohne Die Linke würde das Rentenalter wahrscheinlich schon lange bei 67 sein. Die Grünen und die SPD sprachen/sprechen sich für eine Energiewende aus. Auch wenn beide Partein alles andere als "links" sind.
Titel: Re: Deutsche (Innen)Politik
Beitrag von: AlterGeist am 09. Februar 2012, 14:38 Uhr
Selbstverständlich wäre man ein Narr, wenn man vermeinte, dass sich diese Forderung sofort durchsetzen werden würde. Stetes Tropfen höhlt den Stein. Ich finde es wichtig, alternative (und realistische) Modelle wenigstens zu diskutieren. Und die "Zeit" ist nun nicht gerade ein kleines Blatt ohne politische Wirkung.

Durch "linke" Forderungen (z.B. durch die Partei "Die Linke") stehen zentrale Themen immer wieder im öffentlichen Bewusstsein. Z.B. Afghanistan, Hartz IV, Minestlohn, Renteneintrittsalter, Rechtsextremismus usw. Ohne Die Linke würde das Rentenalter wahrscheinlich schon lange bei 67 sein. Die Grünen und die SPD sprachen/sprechen sich für eine Energiewende aus. Auch wenn beide Partein alles andere als "links" sind.
Was hat denn das damit zu tun, ob das oben stehende taktisch klug oder unklug war?
Titel: Re: Deutsche (Innen)Politik
Beitrag von: Nescius am 09. Februar 2012, 14:42 Uhr
Du hast nach politischen Gewinnen gefragt. Ich habe Dir welche gegeben.
Dazu deutete ich an, dass solche Artikel das Bewusstsein für "linke" Ideen erhöhen und sicherlich nicht nur auf taube Ohren stoßen werden.
Ich finde die Veröffentlichung eines solchen Artikels immer noch besser als denselben einfach im Schreibtischfach (bzw. im Computerordner) liegen zu lassen.
Titel: Re: Deutsche (Innen)Politik
Beitrag von: AlterGeist am 09. Februar 2012, 14:51 Uhr
Achso! Ich hatte das nicht als Antwort auf die Frage erkannt.


Titel: Re: Deutsche (Innen)Politik
Beitrag von: Celsus am 16. Februar 2012, 19:47 Uhr
Ich habe nun gelesen, weiß nur nicht mehr wo :kratz:, das Wulff im Falle eines Rücktritts, eben nicht wie immer behauptet wird, das Geld bis ans Lebensende weiterbekommt.
Ein weiterer Grund warum er wohl nicht zurücktritt, denn wer will den denn noch haben?
Auf seine "Freunde" wird er dann nicht mehr zählen können. Damit wäre es dann der erste BP der ALG II beantragen muss.
Titel: Re: Deutsche (Innen)Politik
Beitrag von: Celsus am 16. Februar 2012, 20:04 Uhr
Staatsanwaltschaft beantragt Aufhebung von Wulffs Immunität
http://www.welt.de/politik/article13872814/Staatsanwaltschaft-beantragt-Aufhebung-von-Wulffs-Immunitaet.html (http://www.welt.de/politik/article13872814/Staatsanwaltschaft-beantragt-Aufhebung-von-Wulffs-Immunitaet.html)

Aber jetzt der Witz:
Zitat
Jetzt muss der Bundestag entscheiden, ob gegen Wulff strafrechtlich ermittelt werden darf.

Die Kaste entscheidet selber, womit wir wieder bei der Justiz sind.
Die Kariere des Staatsanwaltes ist damit wohl vorbei.

Wieso wurde eigentlich noch keine Unterschriftenaktion gestartet?
Titel: Re: Deutsche (Innen)Politik
Beitrag von: Nescius am 16. Februar 2012, 20:07 Uhr
Ich habe nun gelesen, weiß nur nicht mehr wo :kratz:, das Wulff im Falle eines Rücktritts, eben nicht wie immer behauptet wird, das Geld bis ans Lebensende weiterbekommt.

Wo hast Du das gelesen?

Damit wäre es dann der erste BP der ALG II beantragen muss.

Das ist bei einem jährlichen Einkommen von mindestens 199'000 Euro (http://www.gegen-hartz.de/nachrichtenueberhartziv/wieviel-verdient-der-bundespraesident-9133.php) eher unwahrscheinlich. ;-)
Titel: Re: Deutsche (Innen)Politik
Beitrag von: Celsus am 16. Februar 2012, 21:11 Uhr
http://www.tz-online.de/aktuelles/politik/wulff-ruecktritt-keine-knete-tz-1598616.html (http://www.tz-online.de/aktuelles/politik/wulff-ruecktritt-keine-knete-tz-1598616.html)
Titel: Re: Deutsche (Innen)Politik
Beitrag von: AlterGeist am 17. Februar 2012, 07:39 Uhr
Und selbst wenn er 300.000 Teuro bekäme ist das kein Garant dafür, dass er bei seinem liebgewonnen Lebenswandel nicht rucki-zucki pleite wäre.
Das gelingt auch ganz anderen Leute mit ganz anderen Gehältern - Verstand darf man da nicht voraussetzen.
Titel: Re: Deutsche (Innen)Politik
Beitrag von: AlterGeist am 17. Februar 2012, 07:46 Uhr
Habe heute früh im DLF ein Interview dazu mit Fr. Lötsch gehört.

Sie hatte eindeutig (so eindeutig es Politiker_innen können) gesagt, dass bavor man spekuliert usw... Herr Wulff erstmal zurückgetreten sein müsse. Punkt. Und dass sie jetzt auch nicht über Namen von Nachfolgern spekulieren wird usw... Noch mal Punkt. Auf die Frage was denn ein zukünftiger Bundespräsident (Nachfolger?) machen sollte, wie er sein sollte, antwortete sie halt etwas mit ehrlich, aufrichtig, unbestechlich usw... also was zu erwarten war. Ansonsten ging es dem Moderator wieder drum den Zuhörern nochmal klarzumachen, dass Die Linke und ihre gesamte Wählerschaft nur aus ex-Stasi-Mitarbeitern und -Sympathisanten besteht... das übliche halt.

4 Minuten Später in den Nachrichten war dann zu hören: "G. Lötsch hat heute im DLF gesagt, dass ein Kandidat, der ehrlich, aufrichtig, unbestechlich usw... ist, nun gefunden werden muss."
Fand ich ganz extrem dreist, das so kurz hintereinander zu bringen!
Titel: Re: Deutsche (Innen)Politik
Beitrag von: Celsus am 17. Februar 2012, 08:59 Uhr
Zitat
Und selbst wenn er 300.000 Teuro bekäme ist das kein Garant dafür, dass er bei seinem liebgewonnen Lebenswandel nicht rucki-zucki pleite wäre.

Kann knapp werden wenn man sich ans Geld gewöhnt hat.
Wenn man genau überelgt, kann man sich von dem Jahresgehalt ja nichtmal ein vernünftiges Auto kaufen :kratz:
und dann hatt man noch nix zu essen.

Sieht aber wirklich so aus, als werde er aufgrund des drohenden Ermittlungsverfahren gehen :baeeh:
Was ich immer noch nichtz verstehe ist der Mut des Staatsanwaltes in Hannover, der die Aufhebung der Immunität beantragt hat. Oder sind das noch alte Schrödergesellen :fragezeichen:

Zitat
4 Minuten Später in den Nachrichten war dann zu hören: "G. Lötsch hat heute im DLF gesagt, dass ein Kandidat, der ehrlich, aufrichtig, unbestechlich usw... ist, nun gefunden werden muss."
Ja ist schon erstaunlich wie das immer wieder verdreht wird.

Titel: Re: Deutsche (Innen)Politik
Beitrag von: AlterGeist am 17. Februar 2012, 09:59 Uhr
Also ich würde mich nciht wundern wenn Schröder und Wulff (ungeachtet des Parteibuchs) sich gegenseitig die Pfeiffe polieren. Sie stehen doch exakt für das gleiche ...

Aber die Verwunderung teile ich bisher, ich habe aber auch bis jetzt nur wenig von mitbekommen (nur das erwähnte Interview und die Nachrichten im Anschluss). Ich frage mich ja auch bis heute, was den Köhler wirklich dazu bewogen hat mal Klartext zu sprechen; Kein Bock mehr auf den Job? Verplappert? Wette verloren? 
Titel: Re: Deutsche (Innen)Politik
Beitrag von: Celsus am 17. Februar 2012, 10:29 Uhr
der Countdown läuft :D
noch 33 min, dann ist der Drops gelutscht.
Ja, ein bischen Schadenfreude empfinde ich schon, so verwerflich das ist. :bow:

Bin jetzt mal gespannt wen die Merkel jetzt in das Amt hieven möchte :fragezeichen:
Titel: Re: Deutsche (Innen)Politik
Beitrag von: AlterGeist am 17. Februar 2012, 10:31 Uhr
Warum denn eigentlich nicht den Gauck(ler)? Der passt doch zu ihrer politischen Linie noch besser als Wulff; nur wäre er wahrscheinlich im Zweifelsfall weit weniger kontrollierbar.

Ich hoffe immer noch auf Georg Schramm  :grinsehase:
Titel: Re: Deutsche (Innen)Politik
Beitrag von: Celsus am 17. Februar 2012, 10:42 Uhr
Vielleicht schaffen es die SPD, die Grünen und die Linken ja diesmal einen Kandidaten aufzustellen oder aber durch taktische
Wahlmanöver den neuen wegzufegen.

Titel: Re: Deutsche (Innen)Politik
Beitrag von: AlterGeist am 17. Februar 2012, 10:51 Uhr
Hmm... geil wär das! Ich tippe mal, dass wenigstens die SPD die FDP ablösen möchte und die olle "Mutti" bestimmt nicht mit mehr als Wort entzürnen wird...

Was passiert eigentlich, wenn nach den 30 Tagen zur Bestimmung eines neuen keiner verabschiedet ist? Fährt dann der Bundestag mit allen Kandidaten nach Rom und gibt Rauchzeichen?
Titel: Re: Deutsche (Innen)Politik
Beitrag von: Anticrik am 17. Februar 2012, 10:57 Uhr
Was passiert eigentlich, wenn nach den 30 Tagen zur Bestimmung eines neuen keiner verabschiedet ist? Fährt dann der Bundestag mit allen Kandidaten nach Rom und gibt Rauchzeichen?

Ich melde mich freiwillig für das Amt. Nein, wirklich, ich kann das: Ich bin bestechlich, voreingenommen und mache gerne Urlaub auf andererleuts Kosten. Und hohl in die Kamera grinsen kann ich auch.  :cyclops:
Titel: Re: Deutsche (Innen)Politik
Beitrag von: Celsus am 17. Februar 2012, 11:01 Uhr
Zitat
Ich melde mich freiwillig für das Amt. Nein, wirklich, ich kann das: Ich bin bestechlich, voreingenommen und mache gerne Urlaub auf andererleuts Kosten. Und hohl in die Kamera grinsen kann ich auch.  :cyclops:

Also leider bekommst du eine Absage, denn als Vegetarier/Veganer hast du ja ein Mindestmaß an Anstand, dieser würde  hinderlich für die Amtsausübung sein.
Titel: Re: Deutsche (Innen)Politik
Beitrag von: Anticrik am 17. Februar 2012, 11:09 Uhr
Dann poste ich auf meinem Bundespräsidenten-Blog eben ab sofort jeden Morgen ein Foto von mir und einem blutigen Steak auf dem Teller... In Vortäuschung falscher Tatsachen bin ich nämlich auch erfahren...  :dancydance:
Titel: Re: Deutsche (Innen)Politik
Beitrag von: Nescius am 17. Februar 2012, 11:12 Uhr
Ich denke, Sie würden einen großen Beitrag zur Inegrierung "anderer" leisten!

Wulff ist also weg. Ohne Eingeständnis von Fehlern. Ich finde, Oskar Lafontaine sollte es machen. :snickergirl:
Titel: Re: Deutsche (Innen)Politik
Beitrag von: Celsus am 17. Februar 2012, 11:14 Uhr
Dann poste ich auf meinem Bundespräsidenten-Blog eben ab sofort jeden Morgen ein Foto von mir und einem blutigen Steak auf dem Teller... In Vortäuschung falscher Tatsachen bin ich nämlich auch erfahren...  :dancydance:

Das ist eine gute Idee. Ist denn eine First Lady vorhanden?
Titel: Re: Deutsche (Innen)Politik
Beitrag von: Celsus am 17. Februar 2012, 11:15 Uhr
Zitat
Ich finde, Oskar Lafontaine sollte es machen.

...ein annehmbares Angebot.

Ja, die Würfel sind gefallen.
Titel: Re: Deutsche (Innen)Politik
Beitrag von: AlterGeist am 17. Februar 2012, 11:20 Uhr
Dann poste ich auf meinem Bundespräsidenten-Blog eben ab sofort jeden Morgen ein Foto von mir und einem blutigen Steak auf dem Teller... In Vortäuschung falscher Tatsachen bin ich nämlich auch erfahren...  :dancydance:

Das ist eine gute Idee. Ist denn eine First Lady vorhanden?

Naja... die vom Wulff... er kann sie sich ja jetzt nicht mehr leisten  :grinsehase:
Titel: Re: Deutsche (Innen)Politik
Beitrag von: Celsus am 17. Februar 2012, 11:22 Uhr
Zitat
Naja... die vom Wulff... er kann sie sich ja jetzt nicht mehr leisten  :grinsehase:

deshalb Frage ich ja :smileee:, mal gespannt wie lange die den Looser ertragen kann.

Schon wird die Frage nach dem neuen Bundespräsidenten gestellt. Also was kann uns neben U. von der Leyen, denn schlimmstnsfalls passieren?
Schäuble hat ja auch Dreck am stecken, der fällt ja auch aus.

Also ich schlage Dieter Hildebrand vor :lolrofl:
Titel: Re: Deutsche (Innen)Politik
Beitrag von: Nescius am 17. Februar 2012, 11:36 Uhr
Merkel will also auf die SPD und die Grünen zugehen. Das war's also wahrscheinlich mit Oskar Lafontaine. :smileee:

Ankündigung auf NTV: "Um 12 Uhr Stellungnahme der Grünen." :lolrofl: Ich werde mein Mittagessen ausfallen lassen, um mir dieses denkwürdige Ereignis auf keinen Fall entgehen zu lassen. :lolrofl:
Titel: Re: Deutsche (Innen)Politik
Beitrag von: Celsus am 17. Februar 2012, 11:40 Uhr
Obwohl offensichtlich, das die Merkel jetzt mit Hilfe der SPD einen Kandidaten auswählt, fallen eben gerade diese darauf ein.
So wird die SPD kein eigenes Profil mehr erlangen können, das müssten die doch auch wissen.

@Nescius
ich glaube die SPD hat irgendwei Probleme mit Oskar, ich weiß auch nicht warum  :snickergirl:
Titel: Re: Deutsche (Innen)Politik
Beitrag von: Nescius am 17. Februar 2012, 11:43 Uhr
ich glaube die SPD hat irgendwei Probleme mit Oskar, ich weiß auch nicht warum  :snickergirl:
:lolrofl:

Die SPD hängt noch immer an Muttis Zitze. Da ist nicht viel zu erwarten. :dontknow:
Titel: Re: Deutsche (Innen)Politik
Beitrag von: Celsus am 17. Februar 2012, 12:11 Uhr
Zitat
Die SPD hängt noch immer an Muttis Zitze.
Mag sein, aber warum denn nur? Trotz aller Fehler der Kanzlerin, kann die SPD nicht davon profitieren.
Das müssen sie doch selber gemerkt haben und dann dementsprechend handeln, also sich bei der Merkel nicht wieder lieb Kind machen.
Titel: Re: Deutsche (Innen)Politik
Beitrag von: Nescius am 17. Februar 2012, 12:19 Uhr
Die SPD bräuchte eine Sanierung von Grund auf. So wie die FDP auch. Nicht von ungefähr konnten SPD und FDP jahrelang zusammen regieren.
Was früher die SPD unter Brandt und Schmidt war, das ist heute die Linkspartei.
Die SPD kann deshalb nicht von den Schwächen der Koalition profitieren, weil die SPD für nichts mehr steht (außer der Agenda 2010) und profillos geworden ist. Eine Identifikationsfigur fehlt der SPD ebenso.
Titel: Re: Deutsche (Innen)Politik
Beitrag von: Celsus am 17. Februar 2012, 12:22 Uhr
da stimme ich dir voll zu, es wäre eine Sanierung fällig. Wird dann wohl eine Kernsanierung.
Und mit Nahles und Gabriel ist kein Blumentopf zu gewinnen.
Titel: Re: Deutsche (Innen)Politik
Beitrag von: AlterGeist am 17. Februar 2012, 12:26 Uhr
Die SPD ist keine eigenständige Partei mehr, sondern mal der Support der CDUCSUFDP und mal der kleine Junge, der zeigen will, dass er es genauso drauf hat wie der Papi (Kohl, Schröder, Merkel).

Eine Veränderung wird es auf absehbare Zeit weder bei der SPD noch CDUCSUFDP geben. Ich habe mehrere Sendungen erlebt, wo jüngere, die noch Visionen haben (hahaha) Vorschläge machten und im Hintergrund sah man die alten Hasen sitzen und sich angestrengt das Lachen verkneifen ... haben sie aber nicht geschafft. Dort wurde der eigene Nachwuchs öffentlich verspottet und durch den Kakao gezogen.

@Celsus: Stein*.* nicht zu vergessen. Die gehören auch weg! Auch ganz gefährliche Figuren.
Titel: Re: Deutsche (Innen)Politik
Beitrag von: #Tüte am 17. Februar 2012, 12:41 Uhr
Kernsanierung durch Sitzbank für einige Legislaturperioden.
Währenddessen Platz bspw. für einen Kombi aus Partei der Vernunft / Piratenpartei / Linke
Titel: Re: Deutsche (Innen)Politik
Beitrag von: AlterGeist am 17. Februar 2012, 12:47 Uhr
Hier schon mal eine nette Übersicht möglicher Kandidaten: Link (http://www.spiegelfechter.com/wordpress/7917/wer-wird-wulffs-nachfolger)
Titel: Re: Deutsche (Innen)Politik
Beitrag von: Celsus am 17. Februar 2012, 15:06 Uhr
bei den möglichen Kandidaten, votiere ich eindeutig für Jürgen Schneider. Da kann man wirklich nichts gegen sagen.
Ein ganz normaler Verbrecher, einer wie du und ich. :lolrofl:
Titel: Re: Deutsche (Innen)Politik
Beitrag von: Celsus am 17. Februar 2012, 18:49 Uhr
Wenn jetzt doch noch der Gauck Bundespräsident wird, guckt der Wulff aber doppelt dumm aus der Wäsche.
http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/joachim-gauck-der-demokratie-streiter/6224882.html (http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/joachim-gauck-der-demokratie-streiter/6224882.html)


Aber bitte nicht den Schäuble, bitte lieber Gott wenn es dich gibt verhindere dies :bow:
Titel: Re: Deutsche (Innen)Politik
Beitrag von: AlterGeist am 17. Februar 2012, 20:34 Uhr
Wieso? Wenn der Schäuble was kann, dann ist es spannende Reden halten, die jeden fesseln und kein bisschen verstören, Menschen für sich vereinnahmen, überzeugen durch Fachkompetenz und Anstand. Der hatte inzwischen fast jedes Amt inne... BuPräsi fehlt ihm noch  :smileee:
Titel: Re: Deutsche (Innen)Politik
Beitrag von: PinkiePie am 17. Februar 2012, 20:38 Uhr
Der hat sicher so ein Amtsbingo zu Hause und hofft jetzt auf den letzten Stempel :snickergirl:
Titel: Re: Deutsche (Innen)Politik
Beitrag von: Nescius am 19. Februar 2012, 21:43 Uhr
Um die bevorstehende Wahl (http://www.zeit.de/politik/deutschland/2012-02/bundespraesident-kandidat-gauck) Joachim Gaucks angemessen kommentieren zu können, habe ich soeben eine entsprechende Smiley-Anfrage (http://grasbeisserforum.de/index.php/topic,98.msg8646.html#msg8646) gestellt.
Titel: Re: Deutsche (Innen)Politik
Beitrag von: AlterGeist am 19. Februar 2012, 21:47 Uhr
.
Titel: Re: Deutsche (Innen)Politik
Beitrag von: Celsus am 19. Februar 2012, 23:03 Uhr
Zitat
Um die bevorstehende Wahl Joachim Gaucks angemessen kommentieren zu können, habe ich soeben eine entsprechende Smiley-Anfrage gestellt.

Was ist gegen ihn zu sagen?

Auf jeden Fall hat der Wulff jetzt schonmal das Badewasser eingelassen. Bin echt froh das der weg ist, aber wenn man sich mal
einen Moment lang in seine Lage versetzt, ist das für in nun wirklich der Todesstoß. Schlimmer hätte es für ihn nicht kommen können. Obwohl er ja selber Schuld daran hat.
Titel: Re: Deutsche (Innen)Politik
Beitrag von: Nescius am 19. Februar 2012, 23:06 Uhr
Gauck hat sich zu wichtigen Themen - Sozialstaat, Hartz IV, Afghanistan - nicht als sehr kompetent erwiesen. Dazu ist er ein ehemaliger Pfarrer - und ist damit in meinem Augen kein würdiger Repräsentant des deutschen Volkes. Sein Wertegemisch aus Christentum und Konservatismus missfällt mir.
Titel: Re: Deutsche (Innen)Politik
Beitrag von: Nescius am 19. Februar 2012, 23:51 Uhr
Volker Pispers - Gauckler (18.10.2011) (http://www.youtube.com/watch?v=uOzccptlnng) 
Titel: Re: Deutsche (Innen)Politik
Beitrag von: AlterGeist am 20. Februar 2012, 09:37 Uhr
Der große Vorteil von Gauck als Kandidat ist, dass die Linke ihn inhaltlich ablehnen muss, aber man der Linken dann wieder medienwirksam die alte Leier von der SED-Nachfolgeorganisation nachsagen kann und wird...
Titel: Re: Deutsche (Innen)Politik
Beitrag von: Celsus am 20. Februar 2012, 10:29 Uhr
Also ich will hier keine Partei für Gauck ergreifen, denn dazu kenne ich seine Einstellungen zu wenig.
Aber nachdem was ich weiß hätte es schlimmer kommen können.
Da war ja nicht nur Schäuble oder von der Leyen im Gerede, sondern sogar der Name Käßmann ist gefallen. :o

Zitat
Sein Wertegemisch aus Christentum und Konservatismus missfällt mir.
Disqualifiziert ihn das?
Titel: Re: Deutsche (Innen)Politik
Beitrag von: Nescius am 20. Februar 2012, 10:35 Uhr
Der große Vorteil von Gauck als Kandidat ist, dass die Linke ihn inhaltlich ablehnen muss, aber man der Linken dann wieder medienwirksam die alte Leier von der SED-Nachfolgeorganisation nachsagen kann und wird...
:korrekt:


Zitat
Sein Wertegemisch aus Christentum und Konservatismus missfällt mir.
Disqualifiziert ihn das?
Ja.
Titel: Re: Deutsche (Innen)Politik
Beitrag von: Celsus am 20. Februar 2012, 11:12 Uhr
Zitat
Ja.

Ja warum? Interessiert mich wirklich?
Titel: Re: Deutsche (Innen)Politik
Beitrag von: Nescius am 20. Februar 2012, 11:15 Uhr
Lies mal hier (http://www.tagesspiegel.de/meinung/kontrapunkt-gauck-ist-merkels-meisterwerk/6230092.html). ;)
Titel: Re: Deutsche (Innen)Politik
Beitrag von: Celsus am 20. Februar 2012, 11:30 Uhr
Naja, zum Teil hat er Recht zum Teil überhaupt nicht.

Ein Merkel Meisterstück war das sicherlich nicht, da irrt der Schreiberling.
Titel: Re: Deutsche (Innen)Politik
Beitrag von: kleine1002 am 20. Februar 2012, 11:37 Uhr
Was aber wohl kaum auf sein ehemaliges Pfarramt zurück zu führen ist... Für mich tut das ehrlich gesagt nicht viel zur Sache.
Titel: Re: Deutsche (Innen)Politik
Beitrag von: Nescius am 20. Februar 2012, 15:04 Uhr
Ein christlich geprägter BuPrä wird dem Laizismus sicherlich nicht förderlich sein.

Auf mich wirkt Gauck zwar überzeugter und gefestigter als Wulff, aber eben diese Überzeugtheit gepaart mit in meinen Augen fragwürdigen Ansichten macht ihn ungleich unsympathischer als Wulff.
Titel: Re: Deutsche (Innen)Politik
Beitrag von: Ralik am 20. Februar 2012, 15:12 Uhr
Mir kommen außerdem noch seine positiven Äußerungen zu Sarrazins wüsten Thesen in den Sinn. Das hat mich damals ziemlich erschreckt. Zudem finde ich auch, dass ein Pastor, Pfarrer, Mullah oder werauchimmer nichts im Amt eines Staatsoverhaupts verloren hat (der Vorschlag Huber hat mich auch einigermaßen entsetzt). Es ist die Rede davon, dass man jemand Überparteiliches will - und dann nimmt man einen Repräsentanten der protestantischen Kirche  :scratchy:. Aha.
Dass der Islam zu Deutschland gehört, wird man nun zumindest nicht mehr hören (wobei das kein Wulff-Lob sein soll).
Titel: Re: Deutsche (Innen)Politik
Beitrag von: Nescius am 20. Februar 2012, 15:42 Uhr
Der große Vorteil von Gauck als Kandidat ist, dass die Linke ihn inhaltlich ablehnen muss, aber man der Linken dann wieder medienwirksam die alte Leier von der SED-Nachfolgeorganisation nachsagen kann und wird...

Ein Artikel (http://www.zeit.de/politik/deutschland/2012-02/bundespraesident-suche-linke) dazu, warum die Linke außen vor blieb.
Titel: Re: Deutsche (Innen)Politik
Beitrag von: Celsus am 20. Februar 2012, 16:32 Uhr
Er mag Ansichten vertreten die mir auch nicht gefallen.
Aber gegen einen christlich geprägten Bundespräsidenten spricht meiner Ansicht nach nichts.
Johannes Rau war auch christlich geprägt.
Auch wenn ich selber nicht am Glauben teilnehme, so muß ich doch die christliche Prägung in unserem Land, aber auch in den Nachbarländern nicht zur Diskussion stellen.



Titel: Re: Deutsche (Innen)Politik
Beitrag von: Nescius am 20. Februar 2012, 16:33 Uhr
Auch wenn ich selber nicht am Glauben teilnehme, so muß ich doch die christliche Prägung in unserem Land, aber auch in den Nachbarländern nicht zur Diskussion stellen.
Doch, ich denke schon.
Titel: Re: Deutsche (Innen)Politik
Beitrag von: Ralik am 20. Februar 2012, 16:44 Uhr
Aber gegen einen christlich geprägten Bundespräsidenten spricht meiner Ansicht nach nichts.
Johannes Rau war auch christlich geprägt.
Auch wenn ich selber nicht am Glauben teilnehme, so muß ich doch die christliche Prägung in unserem Land, aber auch in den Nachbarländern nicht zur Diskussion stellen.
Stark christlich geprägt waren ja mehrere Bundespräsidenten. Und mit der christliche Prägung unseres Landes hast Du natürlich recht. Für mich ist es aber nochmal ein Unterschied, wenn man ein offizieller Repräsentant einer Religion ist (Pastor).
Rau war mir persönlich allerdings auch zu fundamentalistisch.
Titel: Re: Deutsche (Innen)Politik
Beitrag von: Celsus am 20. Februar 2012, 17:05 Uhr
Zitat
Doch, ich denke schon.
Warum sollten wir das?
Warum sollten wir unsere Kultur, die ja eben auch geprägt wurde, also einen christlichen Teil besitzt in Frage stellen?
sicherlich sollte man stets alles in Frage stellen, was von vielen ungepfüft hingenommen wird.
Da ist das Justizsystem, da ist der Umgang mit ALG II Empfängern, da ist der Umgang mit den fleißigen Arbeitern, die nichtmals von ihrem Lohn leben können, da sind Obdachlose die sich eines der reichsten Länder leistet.
Da sind korrupte Politiker, Zocker und Wirtschaftkriminelle.
All das sollten wir in Frage stellen und auf die Barikaden gehen. Auch sollte die kirchliche Ignoranz zum Thema Tierleid und anderes in Frage gestellt werden.

Titel: Re: Deutsche (Innen)Politik
Beitrag von: kleine1002 am 20. Februar 2012, 17:16 Uhr
So lange jemand seinen Job als Bundespräsident gut macht, ist es für mich irrelevant, ob er was mit welcher Religion auch immer zu tun hat. Warum sollte es nicht möglich sein das zu trennen?
 
Titel: Re: Deutsche (Innen)Politik
Beitrag von: Nescius am 20. Februar 2012, 17:21 Uhr
Warum sollten wir das?
Weil die Menschenrechte immer gegen das Christentum erkämpft werden mussten. (Informier Dich mal zur Rolle von Kirchenvertretern zur Zeit des Nationalsozialismus und auch an dessen Ende.)
Weil noch heute fast 500 Millionen Euro jährlich vom Staat an die Kirchen bezahlt werden.
Weil Religionsfreiheit bedeutet, dass man frei von Religion(en) sein kann.
Weil der Bundespräsident Vertreter des deutschen Volkes ist, und nicht einer religiösen Institution.
Weil wir christliche Werte nicht benötigen.
Titel: Re: Deutsche (Innen)Politik
Beitrag von: Nescius am 20. Februar 2012, 17:30 Uhr
Hier (https://acta-orga.piratenpad.de/ep/pad/view/gauck/latest?) eine Artikelsammlung der Piratenpartei.
Titel: Re: Deutsche (Innen)Politik
Beitrag von: Celsus am 20. Februar 2012, 17:33 Uhr
zu 1. das auch das Christentum eine Verbrecherorganisation habe ich nicht bestritten. Aber in dieser Organisation gibt es auch viele aufrichtige Menschen die unabhängig davon eine gute Arbeit für die Gesellschaft machen.

zu2. das ist natürlich ein Skandal.

zu3.  das darf man, keine Frage.

zu4. das eine schließt das andere ja nicht aus. Und da die Mehrheit in Deutschland dem christlichen Glauben angehört, ist das vertretbar.

zu5. Menschen benötigen Werte, einen Rahmen der ihnen in ihrer Verwerflichkeit hin und wieder mal zeigt, das es eben auf gewisse Werte ankommt. Davon sind in unserer Kultur eben einige christlicher Herkunft.
Titel: Re: Deutsche (Innen)Politik
Beitrag von: Nescius am 20. Februar 2012, 17:47 Uhr
zu 1. das auch das Christentum eine Verbrecherorganisation habe ich nicht bestritten. Aber in dieser Organisation gibt es auch viele aufrichtige Menschen die unabhängig davon eine gute Arbeit für die Gesellschaft machen.

zu4. das eine schließt das andere ja nicht aus. Und da die Mehrheit in Deutschland dem christlichen Glauben angehört, ist das vertretbar.

zu5. Menschen benötigen Werte, einen Rahmen der ihnen in ihrer Verwerflichkeit hin und wieder mal zeigt, das es eben auf gewisse Werte ankommt. Davon sind in unserer Kultur eben einige christlicher Herkunft.
1. Diese Menschen bedürfen keiner christlichen Werte, um sich sozial zu engagieren.
Wusstest Du, dass ein Kindergarten sich "kirchlich" nennen darf, auch wenn den Großteil der Ausgaben der Staat finanziert? Ist es in Ordnung, Kinder christlich zu indoktrinieren erziehen?

4. Ein gläubiger Bundespräsident müsste seinen Glauben komplett außen vor lassen, wenn seiner religiösen Überzeugungen nicht ins Amt einfließen sollten. Meinst Du, das ist möglich?
Die Gruppe der "Konfessionslosen" rangiert noch vor den Mitgliedern der katholischen und evangelischen Kirchen. Die Zahlen legen nahe, dass das Christentum an Mitgliedern und Einfluss verliert.

5. Diese Werte sind nicht vom Christentum abhängig. Es ist fraglich, ob Werte wie "Kein Sex vor der Ehe", Abtreibungsverbot, Kondomverbot etc. in unsere Zeit passen. (Auch wenn das hauptsächlich auf die katholische Kirche zutrifft. Was sagt denn unsere Protestantin dazu? ;-))
Titel: Re: Deutsche (Innen)Politik
Beitrag von: kleine1002 am 20. Februar 2012, 17:51 Uhr
Die Protestantin hat sich doch schon geäußert.  8)
Titel: Re: Deutsche (Innen)Politik
Beitrag von: PinkiePie am 20. Februar 2012, 17:53 Uhr
Das was Du in 5. kritisierst sind praktische und menschliche Auslegungen zugrunde liegender Werte, wie z.B. der Unantastbarkeit des Lebens.
Es sind nicht die Werte an sich, die Dich stören, sondern deren Auslegung einiger christlicher Menschen.

Du lebst mit dem Veganismus diesen christlichen Wert viel mehr, als es ein christlicher Omni tut. Mitteleuropa ist nahezu durchdrungen vom christlichen Wertediskurs und davon wird sich hier wahrscheinlich niemand freimachen können...
Titel: Re: Deutsche (Innen)Politik
Beitrag von: Celsus am 20. Februar 2012, 17:59 Uhr
Zitat
Ist es in Ordnung, Kinder christlich zu indoktrinieren erziehen?
Sehe ich eher unproblematisch. Natürlich darf und sollten Erzieher und Eltern allem immer auch kritsch gegenüber stehen und dies auch äußern.

Zitat
Meinst Du, das ist möglich?
Nein, das ist sicherlich nicht möglich, aber auch nicht nötig.

Zitat
Diese Werte sind nicht vom Christentum abhängig.
Stimmt, das sind sie nicht. Das Christentum vertritt aber ein Teil dieser Werte.




Titel: Re: Deutsche (Innen)Politik
Beitrag von: Nescius am 20. Februar 2012, 18:02 Uhr
Das was Du in 5. kritisierst sind praktische und menschliche Auslegungen zugrunde liegender Werte, wie z.B. der Unantastbarkeit des Lebens.
Es sind nicht die Werte an sich, die Dich stören, sondern deren Auslegung einiger christlicher Menschen.
Mich stört die Vereinnahmung der "Moralität" durch die Kirchen, ja. Als ob Ethik in einer Gesellschaft nur durch christliche Werte möglich wäre. Zudem sind die sogenannten christlichen Werte wie die Unantastbarkeit des Lebens und die Menschwürde auch nicht gerade das Gelbe vom Ei.
Auf die Errungenschaften dieser Werte habe ich ja auch schon hingewiesen. Menschenwürde und Menschenrechte wurden nicht wegen, sondern trotz des Christentums etabliert.

Du lebst mit dem Veganismus diesen christlichen Wert viel mehr, als es ein christlicher Omni tut.
Welchen christlichen Wert?
Titel: Re: Deutsche (Innen)Politik
Beitrag von: Nescius am 20. Februar 2012, 18:04 Uhr
Sehe ich eher unproblematisch. Natürlich darf und sollten Erzieher und Eltern allem immer auch kritsch gegenüber stehen und dies auch äußern.

Nein, das ist sicherlich nicht möglich, aber auch nicht nötig.

Stimmt, das sind sie nicht. Das Christentum vertritt aber ein Teil dieser Werte.
Resümee: Das Christentum bietet uns keine Vorteile, aber immerhin ist es ein Teil unserer Tradition. Kommt Dir diese Argumentationsweise irgendwie bekannt vor? ;)
Titel: Re: Deutsche (Innen)Politik
Beitrag von: Ralik am 20. Februar 2012, 18:16 Uhr
Jede Religion vertritt bestimmte moralische Werte wie "du sollst nicht töten/lügen/stehlen" etc. Ich sehe nicht das Problem darin, dass ein Bundespräsident Christ, Jude, Moslem, Hare Krishna-Anhänger oder was auch immer ist. Als Privatmensch.

Ich habe aber ein Problem damit, wenn ein Staatsoberhaupt Pastor, Pfarrer, Rabbi, Mullah etc. ist. Wir sind hier nicht in Iran! Das Mindeste wäre, wenn Gauck in irgend einer offiziellen Form vom Pastorenamt zurücktritt. Nicht dass der nächste Bundespräsident dann ein katholischer Bischof wird... So aus Paritätsgründen...
Titel: Re: Deutsche (Innen)Politik
Beitrag von: Nescius am 20. Februar 2012, 18:17 Uhr
Danke Ralik. Ich bezweifle allerdings, dass es einen "Privatglauben" gibt.
Titel: Re: Deutsche (Innen)Politik
Beitrag von: PinkiePie am 20. Februar 2012, 18:32 Uhr
Dann ist aber keine Überzeugung usw. mehr privat und damit sind nur noch Roboter, die von anstandslos unüberzeugten Menschen programmiert wurden fähig Ämter und Vorsitze zu bekleiden.
Titel: Re: Deutsche (Innen)Politik
Beitrag von: Nescius am 20. Februar 2012, 18:36 Uhr
Überzeugungen bzw. "Ideologien" sind auch nicht privat. Ich möchte eine Art pragmatistische Frage an diesem Punkt stellen: Hat die Überzeugung relevanten Einfluss auf das Amt? Es sollte klar sein, dass ein Unterschied zwischem einem gläubigen Bundespräsidenten und einem Akten stempelnden Veganer besteht.
Titel: Re: Deutsche (Innen)Politik
Beitrag von: PinkiePie am 20. Februar 2012, 18:43 Uhr
Was wäre denn wenn der neue BundesPräsi Veganer wäre? Würde ihn das nicht genauso disqualifizieren, weil er sein Amt dazu einsetzen könnte für mehr Tierrechte zu werben?
Titel: Re: Deutsche (Innen)Politik
Beitrag von: Celsus am 20. Februar 2012, 18:45 Uhr
Zitat
Hat die Überzeugung relevanten Einfluss auf das Amt?

Ja hat sie.
Titel: Re: Deutsche (Innen)Politik
Beitrag von: Nescius am 20. Februar 2012, 18:48 Uhr
Was wäre denn wenn der neue BundesPräsi Veganer wäre? Würde ihn das nicht genauso disqualifizieren, weil er sein Amt dazu einsetzen könnte für mehr Tierrechte zu werben?
Nein. Außer, er würde das Anliegen der Tierrechte höher bewerten als Fragen der Menschenwürde/Menschenrechte.


Ja hat sie.
Eben!
Titel: Re: Deutsche (Innen)Politik
Beitrag von: kleine1002 am 20. Februar 2012, 18:50 Uhr
Letztendlich geht es doch darum, ob das Handeln in so einem Amt nur noch von persönlichen Überzeugungen geprägt ist (egal wo die herkommen). Wenn man zwischen Amt und persönlichen Überzeugungen nicht trennen kann, ist man für das Amt nicht geeignet, egal um welche Überzeugungen es geht. Natürlich spielen immer eigene Überzeugungen eine Rolle - und das ist ja auch im gewissen Rahmen gut so - aber es darf eben nicht zu viel sein.
Wenn ich als Geistlicher in so ein Amt gehe und dort nur kirchlich denke und handle bin ich da falsch. Aber ich würde nicht von vorn herein ausschließen, dass es möglich ist das einigermaßen zu trennen.
Titel: Re: Deutsche (Innen)Politik
Beitrag von: Ralik am 20. Februar 2012, 18:56 Uhr
Meiner Meinung nach haben Geistliche in einem weltlichen Amt nichts verloren. Wie gesagt, wir sind hier nicht in Iran.
Titel: Re: Deutsche (Innen)Politik
Beitrag von: kleine1002 am 20. Februar 2012, 18:59 Uhr
Solange der Amtsträger das doch trennen kann...
Wie ist es dann denn mit den religiösgeprägten Parteien (bzw. solche, die sich so nenen...)?
Übrigens ist der Gauck doch gar kein Pfarrer mehr. Oder hab ich das falsch verstanden?
Titel: Re: Deutsche (Innen)Politik
Beitrag von: Nescius am 20. Februar 2012, 19:00 Uhr
Es steht bei Gauck ja nicht nur dessen Religiosität zur Kritik, sondern auch andere Punkte (http://www.taz.de/Kolumne-Besser/%2188071/) wie sein Konservatismus, seine Marktgläubigkeit, seine antisoziale Einstellung usw.
Titel: Re: Deutsche (Innen)Politik
Beitrag von: Nescius am 20. Februar 2012, 19:01 Uhr

Wie ist es dann denn mit den religiösgeprägten Parteien (bzw. solche, die sich so nenen...)?
Die repräsentieren sich selbst und nicht das deutsche Volk.
Titel: Re: Deutsche (Innen)Politik
Beitrag von: Celsus am 20. Februar 2012, 19:01 Uhr
Zitat
Resümee: Das Christentum bietet uns keine Vorteile, aber immerhin ist es ein Teil unserer Tradition. Kommt Dir diese Argumentationsweise irgendwie bekannt vor?
Wenn sich mehr Menschen zu den "Grundregeln" des Christentums (wieder) bekennen würden, hätte dies eine positive Auswirkung auf unsere Zusammenleben.
Das ich sowas mal sagen würde, hätte ich auch nicht gedacht.
Aber jetzt mal eine Frage zurück Nescius: Den Verfall unserer Gesellschaft auf allen ebenen hast du schon bemerkt?
Oder nicht weil du aufgrund deines Alters nicht die Zeit kanntest in denen Menschen noch anders miteinander umgegangen sind.
Wenn du diese Zeit natürlichnicht kennst, mag das asoziale Verhalten, Normalität geworden sein
Titel: Re: Deutsche (Innen)Politik
Beitrag von: kleine1002 am 20. Februar 2012, 19:04 Uhr
Es steht bei Gauck ja nicht nur dessen Religiosität zur Kritik, sondern auch andere Punkte ([url]http://www.taz.de/Kolumne-Besser/%2188071/[/url]) wie sein Konservatismus, seine Marktgläubigkeit, seine antisoziale Einstellung usw.

Dagegen will ich ja gar nichts sagen, aber offenbar geht es ja grad hauptsächlich um das Problem der religösen Befangenheit...

Zitat
Die repräsentieren sich selbst und nicht das deutsche Volk.
Zitat
Naja, aber eine Kanzlerin o.ä. aus einer dieser Parteien repräsentiert ja auch das deutsche Volk....
Titel: Re: Deutsche (Innen)Politik
Beitrag von: Nescius am 20. Februar 2012, 19:10 Uhr
Wenn sich mehr Menschen zu den "Grundregeln" des Christentums (wieder) bekennen würden, hätte dies eine positive Auswirkung auf unsere Zusammenleben.
Auch Adolf Hitler hat sich zum Christentum bekannt. (Sorry, der musste sein. ;-)).
Warum sollte man sich zum Christentum bekennen, wenn man gar nicht an Gott glaubt? Nur, weil das Christentum Werte besitzt, die wir ebenso ohne das Christentum haben können?

Aber jetzt mal eine Frage zurück Nescius: Den Verfall unserer Gesellschaft auf allen ebenen hast du schon bemerkt?
Oder nicht weil du aufgrund deines Alters nicht die Zeit kanntest in denen Menschen noch anders miteinander umgegangen sind.
Wenn du diese Zeit natürlichnicht kennst, mag das asoziale Verhalten, Normalität geworden sein
Der "Verfall" (der selbst noch zu debattieren wäre) ist nicht nur durch ein Wiedererstarken des Christentums aufzuhalten.

Übrigens entwickelte Max Weber die These, dass der Protestantismus im Grunde den Kapitalismus sogar geschaffen hat. Die Beschleunigung (mit ihrem "Verfall der Gesellschaft") des Kapitalismus ist also auch möglicherweise ein Produkt des Protestantismus.
Titel: Re: Deutsche (Innen)Politik
Beitrag von: Ralik am 20. Februar 2012, 19:11 Uhr
Solange der Amtsträger das doch trennen kann...
Wie ist es dann denn mit den religiösgeprägten Parteien (bzw. solche, die sich so nenen...)?
Übrigens ist der Gauck doch gar kein Pfarrer mehr. Oder hab ich das falsch verstanden?
In allen Quellen, die man zu Gauck im Netz findet, steht, er "ist Pastor", nicht, er war. Hast Du Infos, dass sich das geändert hat? Das würde mich sehr beruhigen.

Wie soll denn ein Geistlicher trennen? Das kann und darf er doch gar nicht.

Derweil wird in den Medien diskutiert, ob ein Bundespräsident in wilder Ehe leben darf ::). Ich fasse es nicht - in welchem Jahrhundert leben wir eigentlich?
Titel: Re: Deutsche (Innen)Politik
Beitrag von: Nescius am 20. Februar 2012, 19:12 Uhr
Naja, aber eine Kanzlerin o.ä. aus einer dieser Parteien repräsentiert ja auch das deutsche Volk....
Theoretisch ja. Praktisch sieht das anders aus.
Als Politiker tritt man jedenfalls nicht an, um das deutsche Volk zu repräsentieren. Auch die Bundeskanzlerin repräsentiert das deutsche Volk nicht wirklich, sondern sie führt es.
Titel: Re: Deutsche (Innen)Politik
Beitrag von: Celsus am 20. Februar 2012, 19:17 Uhr
Zitat
ist nicht nur durch ein Wiedererstarken des Christentums aufzuhalten.
Wäre er schon.
Man kann ihn natürlich gegen ein noch viel besseres Weltbild ersetzen. Das steht außer Frage.
Aber die derzeitige Situation zeigt einen wertemäßigen Verfall, von dem nicht nur unser Bundespräsident betroffen ist.

Zitat
Auch Adolf Hitler hat sich zum Christentum bekannt. (Sorry, der musste sein. ;-)).
Tja, in dieser Zeit wurden auch weniger Fahrräder geklaut ( der musste auch sein)

Titel: Re: Deutsche (Innen)Politik
Beitrag von: Nescius am 20. Februar 2012, 19:22 Uhr
Wäre er schon.
Man kann ihn natürlich gegen ein noch viel besseres Weltbild ersetzen. Das steht außer Frage.
Aber die derzeitige Situation zeigt einen wertemäßigen Verfall, von dem nicht nur unser Bundespräsident betroffen ist.
Weil die Geschichte ja gezeigt hat, dass christliche Werte immer dann zur Stelle waren, wenn Andersdenkende und - seiende ausgegrenzt, gefoltert und/oder ermordet wurden. ;)

Tja, in dieser Zeit wurden auch weniger Fahrräder geklaut ( der musste auch sein)
Äh. Ja.
Titel: Re: Deutsche (Innen)Politik
Beitrag von: PinkiePie am 20. Februar 2012, 19:28 Uhr
Weil die Geschichte ja gezeigt hat, dass christliche Werte immer dann zur Stelle waren, wenn Andersdenkende und - seiende ausgegrenzt, gefoltert und/oder ermordet wurden. ;)

Nein, es waren Menschen mit einer Auslegung der chrtistlichen Werte zur Stelle...

So wie der VGD die Idee Veganismus eben auslegt z.B.

Du bist sonst ein reflektierter Mensch, was macht Dich in Fragen des Christentums zu so einem Schubladen-schwarz-weiß-Denker?
Titel: Re: Deutsche (Innen)Politik
Beitrag von: Celsus am 20. Februar 2012, 19:29 Uhr
Zitat
Weil die Geschichte ja gezeigt hat, dass christliche Werte immer dann zur Stelle waren, wenn Andersdenkende und - seiende ausgegrenzt, gefoltert und/oder ermordet wurden.
Du sprichst jetzt die Inquisition an?
Da muss ich dir natürlich absolut Recht geben. Von daher gesehen hätte man die katholische Kirche genauso verbieten müssen, wie das Hakenkreuz. Kein Stück weniger.
Titel: Re: Deutsche (Innen)Politik
Beitrag von: Nescius am 20. Februar 2012, 20:19 Uhr
Nein, es waren Menschen mit einer Auslegung der chrtistlichen Werte zur Stelle...

Geschenkt, da mir nicht bekannt ist, dass unter dem Banner des Christentums nennenswerte zivilisatorische Errungenschaften gefeiert werden können.
Übrigens geht es mir hier um die Institution(en) des Christentums, nicht um die Bibel.

Du sprichst jetzt die Inquisition an?

Nicht nur. Schau Dir die Geschichte (http://de.wikipedia.org/wiki/Kriminalgeschichte_des_Christentums) des Christentums an. Gab es eine Zeit, da im Namen des Christentums nicht ausgegrenzt, gefoltert und/oder gemordet wurde?
Titel: Re: Deutsche (Innen)Politik
Beitrag von: Nescius am 21. Februar 2012, 01:13 Uhr
http://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/extra_3/videos/extra3765.html (http://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/extra_3/videos/extra3765.html)

:lolrofl:
Titel: Re: Deutsche (Innen)Politik
Beitrag von: kleine1002 am 21. Februar 2012, 09:47 Uhr
In allen Quellen, die man zu Gauck im Netz findet, steht, er "ist Pastor", nicht, er war. Hast Du Infos, dass sich das geändert hat? Das würde mich sehr beruhigen.

Also bei der Runde vom Jauch wurde das so gesagt. Ich weiß jetzt nicht wer es war, aber irgendeiner sagte, dass Gauck sich schon vor 10 Jahren der Politik zugewandt hat und seine Pfarrtätigkeit Vergangenheit ist.
Vermutlich ist es so, dass er einfach keine Gemeinde mehr hat. Theoretisch bleibt man ja dennoch Pfarrer, aber eben nicht mehr aktiv. Also so hab ich das verstanden.
Titel: Re: Deutsche (Innen)Politik
Beitrag von: Ralik am 21. Februar 2012, 09:50 Uhr
Also bei der Runde vom Jauch wurde das so gesagt. Ich weiß jetzt nicht wer es war, aber irgendeiner sagte, dass Gauck sich schon vor 10 Jahren der Politik zugewandt hat und seine Pfarrtätigkeit Vergangenheit ist.
Vermutlich ist es so, dass er einfach keine Gemeinde mehr hat. Theoretisch bleibt man ja dennoch Pfarrer, aber eben nicht mehr aktiv. Also so hab ich das verstanden.
Ja, das ist wahrscheinlich, dass er keine Gemeinde mehr hat (außerdem ist er ja eh im Rentenalter), aber offiziell doch noch Pfarrer ist.
Finde ich seltsam, dass das in den Medien gar kein Thema ist.
Titel: Re: Deutsche (Innen)Politik
Beitrag von: Anticrik am 21. Februar 2012, 10:14 Uhr
In allen Quellen, die man zu Gauck im Netz findet, steht, er "ist Pastor", nicht, er war. Hast Du Infos, dass sich das geändert hat? Das würde mich sehr beruhigen.


Also bei der Runde vom Jauch wurde das so gesagt. Ich weiß jetzt nicht wer es war, aber irgendeiner sagte, dass Gauck sich schon vor 10 Jahren der Politik zugewandt hat und seine Pfarrtätigkeit Vergangenheit ist.
Vermutlich ist es so, dass er einfach keine Gemeinde mehr hat. Theoretisch bleibt man ja dennoch Pfarrer, aber eben nicht mehr aktiv. Also so hab ich das verstanden.


Zitat
Im November 1990 ist Gauck auf eigenen Antrag hin aus dem Dienst als Pastor in der mecklenburgischen Landeskirche entlassen worden.


Quelle (http://www.kirche-mv.de/Landesbischof.20830.0.html)
Titel: Re: Deutsche (Innen)Politik
Beitrag von: #Tüte am 21. Februar 2012, 12:53 Uhr
Nicht nur. Schau Dir die Geschichte ([url]http://de.wikipedia.org/wiki/Kriminalgeschichte_des_Christentums[/url]) des Christentums an. Gab es eine Zeit, da im Namen des Christentums nicht ausgegrenzt, gefoltert und/oder gemordet wurde?


Zitat aus dem Wiki-link:
Zitat
Deschner wirft außerdem einen Blick auf die ersten bedeutenden Gegner des Christentums, Celsus ([url]http://de.wikipedia.org/wiki/Celsus_%28Philosoph%29[/url]) und Porphyrios ([url]http://de.wikipedia.org/wiki/Porphyrios[/url]).

Schaut, schaut ... Celsus war schon immer eine Querflöte. :D
Titel: Re: Deutsche (Innen)Politik
Beitrag von: Nescius am 21. Februar 2012, 14:28 Uhr
Joachim Gauck soll neuer Bundespräsident werden. Viele feiern das, dabei ist es keine gute Wahl. Warum ein Pastor nicht das höchste Staatsamt bekleiden sollte.  (http://www.stern.de/wissen/mensch/kolumne-kopfwelten-zu-joachim-gauck-eine-schlechte-wahl-fuer-bellevue-1789830.html)

Zitat
Es tut beiden - Staat und Kirche - nicht gut, wenn sie sich zu nah kommen. Eine amtliche Personalunion in Staat und Kirche wie beim ordinierten Pastor Gauck ist schon deshalb problematisch, weil das christliche Bekenntnis nicht einfach darin besteht, "gut" zu sein oder "menschlich". Es reicht über das weltliche Wohlverhalten, über reine Humanität entweder himmelweit hinaus, oder es ist eben kein christliches Bekenntnis mehr.

Zitat
Auch darum sollte das nächste Staatsoberhaupt aus der Mitte unseres Gesellschaft und unseres politischen Systems gewählt werden und nicht aus dem Klerus, gleich welcher Konfession. Niemand kann ein Interesse daran haben, dass die Kirchen zu "Moralfabriken" verkümmern, während staatliche Organe und politische Parteien sich auf einem gesellschaftlichen Feld tummeln, auf dem wir Wähler mit alltäglichem Anstand erst gar nicht mehr rechnen. Sollte es dazu kommen, könnte uns auch kein Pastor in Bellevue mehr helfen. Denn dann wäre unser Staat tatsächlich moralisch bankrott.


 :korrekt:

Titel: Re: Deutsche (Innen)Politik
Beitrag von: Celsus am 21. Februar 2012, 17:43 Uhr
 :kratz: Vielleicht wäre Käßmann doch die bessere Wahl gewesen?
Ich weiß Nescius, die gehört auch der Kirche an, aber es geht doch um Leidvermeidung.
Und wenn Käßmann BP geworden wäre, hätte sie ja einen Fahrer gestellt bekommen. :baeeh:
Titel: Re: Deutsche (Innen)Politik
Beitrag von: Lantha am 22. Februar 2012, 08:13 Uhr
Ob das das Interview auch total aus dem Kontext gerissen ist? (http://www.publikative.org/2012/02/21/voll-im-kontext-gauck-und-die-uberfremdung/)
Titel: Re: Deutsche (Innen)Politik
Beitrag von: #Tüte am 22. Februar 2012, 08:43 Uhr
Ob das das Interview auch total aus dem Kontext gerissen ist? ([url]http://www.publikative.org/2012/02/21/voll-im-kontext-gauck-und-die-uberfremdung/[/url])


Der Gauck gehört ideologisch den rechtsgelagerten Republikanern an ... hahaha ... Bundespräsident .. wie geil !!! Was wir uns hier unterjubelnlassen ist echt der helle Wahnsinn. Schön vertreten!
Titel: Re: Deutsche (Innen)Politik
Beitrag von: Ralik am 22. Februar 2012, 08:55 Uhr
Vor allem fand ich einige Aussagen in dem Interview einfach nur erschreckend dumm. Der Mann scheint nicht die geringste Ahnung vom Islam zu haben, nur einfach oberflächlich-dumpfe Vorurteile zu wiederholen (sehr schön auch die Bemerkung, dass die Menschen in den Niederlanden unverdächtig sind, Rassisten zu sein :uat: - woher kommt nochmal der Herr Wilders :scratchy:):

Zitat von:  aus dem Gauck-Interview von Lanthas Link
denn ich habe in, sagen wir, älteren Zivilgesellschaften als Deutschland es ist, etwa in den städtischen Milieus von Rotterdam und Amsterdam oder Kopenhagen, wo wirklich die Menschen unverdächtig sind, Rassisten zu sein, dieses tiefe Unbehagen alteingesessener Europäer gegenüber dieser Form von, ja, plötzlicher Koexistenz, aber nicht mit einem System, mit dem wir jederzeit auf einer Wellenlänge kommunizieren, sondern, darum macht sich das am Islam fest, da entsteht eine Debatte mit voraufgeklärten Politikvertretern, das ist weniger politisch, aber es ist vor der Aufklärung, was in Teilen unserer Moscheen hier verbreitet wird, und auch der Ansatz des Islam ist nicht durch eine Reformation gegangen, wie in Europa, und auch nicht durch eine europäische Aufklärung, und deshalb jetzt einen Zustand zu beschreiben, als wäre dieser kulturelle Schritt innerhalb der muslimischen Welt schon vollzogen, das täuscht uns über diese Fremdheit, die nach wie vor existiert, hinweg.
Titel: Re: Deutsche (Innen)Politik
Beitrag von: AlterGeist am 22. Februar 2012, 08:57 Uhr
.
Titel: Re: Deutsche (Innen)Politik
Beitrag von: Nescius am 29. Februar 2012, 15:31 Uhr
Wullf soll nun doch Ehrensold bekommen (http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,818282,00.html)

"Zu der möglichen Ehrensold-Summe von 199.000 Euro pro Jahr kommt aller Voraussicht noch ein Betrag in ähnlicher Größenordnung auf die Steuerzahler zu - für Büro, Sekretär, Dienstwagen sowie den Personenschutz des früheren Amtsinhabers. Auf solche Leistungen haben bislang alle früheren Bundespräsidenten einen Anspruch."
Titel: Re: Deutsche (Innen)Politik
Beitrag von: AlterGeist am 02. März 2012, 09:34 Uhr
.
Titel: Re: Deutsche (Innen)Politik
Beitrag von: Nescius am 05. März 2012, 00:56 Uhr
Wulff will Büro und Mitarbeiter für 280.000 Euro im Jahr (http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,819172,00.html)

Da fehlen selbst mir die Worte.
Titel: Re: Deutsche (Innen)Politik
Beitrag von: Celsus am 15. März 2012, 21:43 Uhr
Gregor Gysi und Rainer Brüderle bei "2+Leif" (2012) (http://www.youtube.com/watch?v=ObTvyM8iTdA#ws)
Titel: Re: Deutsche (Innen)Politik
Beitrag von: Celsus am 16. März 2012, 12:18 Uhr
Menschen bei Maischberger mit Gregor Gysi - Ehrensold fr Wulff Dienstag, 06.03.2012 (http://www.youtube.com/watch?v=eVhqeCW7c0U#ws)

Die junge Frau arbeitet als Köchin und verdient 875,- Euro, also dafür den ganzen Monat arbeiten :scratchy:
Ehrlich, da kann ich denjenigen verstehen, der für mehr Geld lieber ALG II bezieht.
Titel: Re: Deutsche (Innen)Politik
Beitrag von: AlterGeist am 16. März 2012, 12:32 Uhr
.
Titel: Re: Deutsche (Innen)Politik
Beitrag von: Lantha am 16. März 2012, 19:18 Uhr
Ich habe auch schon für 350,- € (netto) 6-7 Tage die Woche gearbeitet. Ist ne miese Sache. War allerdings auch nicht legal.
Titel: Re: Deutsche (Innen)Politik
Beitrag von: #Tüte am 17. März 2012, 09:26 Uhr
Oder man kann sich auch für die Aufarbeitung des Hartz4-Unrechts (http://grasbeisserforum.de/index.php?topic=537.msg11124#msg11124) bezahlen lassen.  ^-^
Titel: Re: Deutsche (Innen)Politik
Beitrag von: AlterGeist am 18. März 2012, 18:16 Uhr
.
Titel: Re: Deutsche (Innen)Politik
Beitrag von: Nescius am 18. März 2012, 18:30 Uhr
Als Person ist mir Gauck nicht unsympathisch. Er wirkt souverän. Allerdings sind mir zu souveräne und selbstüberzeugte Menschen immer suspekt. Von Gaucks inhaltlicher Ausrichtung ganz zu schweigen.
Titel: Re: Deutsche (Innen)Politik
Beitrag von: AlterGeist am 18. März 2012, 19:31 Uhr
.
Titel: Re: Deutsche (Innen)Politik
Beitrag von: AlterGeist am 26. März 2012, 09:29 Uhr
.
Titel: Re: Deutsche (Innen)Politik
Beitrag von: Nescius am 29. April 2012, 12:42 Uhr
Wahl-O-Mat für NRW (http://wahlomat.spiegel.de/nrw2012/main_app.php?restart=1)

Die Linke
Tierschutzpartei
Piraten
Grüne
SPD
NPD
FDP
CDU
Titel: Re: Deutsche (Innen)Politik
Beitrag von: Hannes Benne am 29. April 2012, 14:37 Uhr
Die Tierschutzpartei
DIE LINKE
GRÜNE
PIRATEN
NPD
SPD
CDU
FDP

Mh, also TSP, würd ich eigentlich nicht wählen^^
Linken oder Grünen schön eher.

Interessant, dass die NPD vor der SPD gelistet ist, wo ich doch so viel pro Ausländer gestimmt habe (pro Kulturobjekte für Migranten, pro Bleiberecht, pro Kindergeld für Ausländer,...).
Aber liegt eventuell daran, dass ich gegen den Bau von Moscheen und gegen Islamunterricht gestimmt habe. Allerdings bin ich ebendso gegen den Bau von Kirchen (auch wenn sie teilweise sehr schön sind) und gegen Religionsunterricht im Allgemeinen, bzw. noch allgemeiner gegen die Verbeitung von religiösen Wahnvorstellungen; egal was für welchen.
Titel: Re: Deutsche (Innen)Politik
Beitrag von: PinkiePie am 29. April 2012, 15:02 Uhr
DIE LINKE
Die Tierschutzpartei
PIRATEN
GRÜNE
SPD
NPD
CDU
FDP
Same here wie bei Hannes mit der NPD. Bin auch generell gegen Religionsunterricht und Kirchenbau jedlicher Art.
Titel: Re: Deutsche (Innen)Politik
Beitrag von: Nescius am 29. April 2012, 15:07 Uhr
Bei der Bundestagswahl hatte ich die NPD glaube ich auf Rang 2 oder 3. :dontknow:


Edit: Ich bin nicht gegen den Bau religiöser Gebäude. Ich bin gegen die staatliche Finanzierung solcher Gebäude.
Titel: Re: Deutsche (Innen)Politik
Beitrag von: nova am 29. April 2012, 22:36 Uhr
für mich in SH:


FAMILIE
PIRATEN
DIE LINKE
SPD
GRÜNE
FDP
NPD
CDU
Titel: Re: Deutsche (Innen)Politik
Beitrag von: Celsus am 30. April 2012, 09:29 Uhr
Ok jetzt habe ich herausgefunden, das ich die Linke doch nicht wählen kann. Tempolimit auf den Autobahnen. :o
Titel: Re: Deutsche (Innen)Politik
Beitrag von: Nescius am 30. April 2012, 11:13 Uhr
Man muss die Menschen eben vor sich selbst beschützen. ;) (Und die Natur vor den Menschen sowieso...)
Titel: Re: Deutsche (Innen)Politik
Beitrag von: Lantha am 02. Mai 2012, 15:37 Uhr
nicht ganz deutsche Innenpolitik, aber passt nirgends rein und ist keinen Thread wert.

Klick (http://www.pinneberger-tageblatt.de/nachrichten/home/top-thema/article//neonazis-steigen-am-falschen-bahnhof-aus.html)

 :lolrofl:
Titel: Re: Deutsche (Innen)Politik
Beitrag von: nova am 02. Mai 2012, 15:56 Uhr
 :lolrofl:  und das sogar bei mir in der Nähe, wie gut  :lolrofl:
Titel: Re: Deutsche (Innen)Politik
Beitrag von: Nescius am 02. Mai 2012, 17:24 Uhr
Da wollte doch auch mal ein Nazi wählen gehen. Allerdings waren die Wahllokale schon zu. Denn es war Montag. :smileee:
Titel: Re: Deutsche (Innen)Politik
Beitrag von: Nescius am 02. Mai 2012, 17:25 Uhr
Die stellvertretende Vorsitzende der Linken, Sahra Wagenknecht, kann sich unter bestimmten Voraussetzungen eine Zusammenarbeit mit der Piratenpartei vorstellen. (http://www.derwesten.de/nachrichten/wagenknecht-setzt-auf-einen-linksruck-der-piratenpartei-id6601100.html)

:korrekt:
Titel: Re: Deutsche (Innen)Politik
Beitrag von: Nescius am 16. Mai 2012, 17:33 Uhr
Röttgen raus, Altmeier rein. (http://www.zeit.de/politik/deutschland/2012-05/roettgen-ruecktritt) Die dicke Halbglatze ist mir durch diverse Talkshow-Auftritte gelinde gesagt extrem unsympathisch.
Titel: Re: Deutsche (Innen)Politik
Beitrag von: Lantha am 17. Mai 2012, 08:38 Uhr
Röttgen raus, Altmeier rein. ([url]http://www.zeit.de/politik/deutschland/2012-05/roettgen-ruecktritt[/url]) Die dicke Halbglatze ist mir durch diverse Talkshow-Auftritte gelinde gesagt extrem unsympathisch.

Passend zum Rest der CDU
Titel: Re: Deutsche (Innen)Politik
Beitrag von: Nescius am 02. Juni 2012, 14:32 Uhr
Mattussek und Wagenknecht zum Glauben (http://spon.de/vfcm7)

Das Geschwätz von Matussek ist mir sonst keines Wortes wert. Aber Wagenknechts Anbiederung an die Christen ist mir dann doch ziemlich suspekt. Bisher konnte ich die Frau ziemlich gut leiden.
An einer Stelle schwafelt Matussek sogar von "Menschen, die für ihren Glauben gestorben sind". Er sollte mal an die Menschen erinnern, die wegen ihres Nicht-Glaubens getötet, gefoltert, gevierteilt, verbrannt oder gemartert worden sind. Aber das kommt dem Zyniker Mattussek, dem Uli Hoeneß des deutschen Journalismus, selbstverständlich nicht über die Lippen.
Titel: Re: Deutsche (Innen)Politik
Beitrag von: #Tüte am 03. Juni 2012, 11:53 Uhr
Merkel: Ich weiß von nix, mein Name ist Hase (http://www.welt.de/politik/ausland/article106409430/Atomwaffen-auf-deutschen-U-Booten-fuer-Israel.html)

Besonders der letzte Teil des Artikels ist ein Wahnwitz in sich. D erlässt ISR 1/3 der Kosten und stundet bis 2015 alle Zahlungen. Die ganze Angelegenheit u.a. dafür:
Zitat
Als Gegenleistung erhoffe sich Deutschland unter anderem eine Wende in der israelischen Siedlungspolitik.

Wer soll D sein und wer hat denen ins Hirn geschissen, dass sie davon ausgehen, dass wenn sie Waffen (für Atomarebestückung) an ein radikal gefährdetes Land liefern, dessen Führungsriege für Menschenrechte offenkundig wenig übrig hat, dass sich irgendetwas in der Richtung tun wird. Nachdem palästinensische Gebiete mit einer bewusst gebauten Unterdrückungsmauer in zig Teile zerstückelt wurde, die Siedlungspolitik nunmehr seit Jahren aggressiv weitergetrieben wird mit wenig Gegenwind durch US-Veto beim UN-Resolutionstheater, sollte die Marschrichtung und grundsätzliche Gesinnung klar sein. Zudem in einer solchen Nahost-Situation ist das Verhalten der deutschen Regierung so als würde man als Feuerwehr zu einem Hausbrand fahren und anschließend versucht mit Benzin das Haus zu löschen, um die eingeschlossenen Menschen darin zu retten.

 ISR ist das einzige Land, wo keiner der Großmächte etwas wegen geheimen Atomwaffenbesitzes sagt, obwohl das Land radikal ist, und jeder der richtungsweisenden Politmarionetten zieht den Souverän ihres Landes in den Kriegslügendreck, tun aber so als wäre alles so in Ordnung.
Titel: Re: Deutsche (Innen)Politik
Beitrag von: Nescius am 15. Juni 2012, 13:52 Uhr
Die salafistische Gewalt in Deutschland hat eine neue Debatte über den Islam ausgelöst. Die ZEIT traf eine liberale Muslima und einen Salafisten zum Streitgespräch. (http://www.zeit.de/2012/24/Interview-Salafisten)
 
Zitat von: Malik
Wenn Positionen vertreten werden, die mit dem islamischen Recht nicht kompatibel sind, ist die Sache klar. Beispielsweise wenn homosexueller Geschlechtsverkehr legitimiert wird, ohne jede theologische Begründung.

Das kommt mir bekannt (http://grasbeisserforum.de/index.php?topic=776.0) vor.
 
Man muss nicht mal zwischen den Zeilen lesen; die Ächtung anderer Lebensweisen und der demokratischen Grundordnung ist diesem Dogmatismus immanent:
Zitat
Wir müssen es tolerieren und einen vernünftigen Umgang mit diesen Menschen [Homosexuellen] finden.
[...]
Zum einen hat die Scharia hier keine staatliche Rechtsgültigkeit ([url]http://www.zeit.de/2012/07/01-Scharia[/url]) [...]

Darauf läuft es nämlich hinaus:
Zitat
Es sind religiöse Überzeugungen, die unsere persönliche Meinung darstellen und aus unserer Sicht besser für die Gesellschaft sind.


Zitat
Es fehlt an Bildung, da stimme ich zu. Aber auch an religiöser Bildung.

Es fehlt an Aufklärung und kritischer Reflexion, möchte ich hinzufügen. In Europa wurde glücklicherweise der Einfluss des Christentums durch die Aufklärung zurückgedrängt (wenn auch noch lange nicht beseitigt) – dem Islam steht die Aufklärung noch aus.
 
Titel: Re: Deutsche (Innen)Politik
Beitrag von: Nescius am 15. Juni 2012, 15:47 Uhr
Es geht aber auch anders:

Migrantinnen verteilen Grundgesetz (http://www.emma.de/ressorts/artikel/islam-islamismus/tuerkischstaemmige-frauen-verteilen-grundgesetz/)
Titel: Re: Deutsche (Innen)Politik
Beitrag von: Celsus am 21. Juli 2012, 10:07 Uhr
http://www.focus.de/politik/deutschland/zweckdienliche-unterstuetzung-wulff-minister-entschieden-kurzerhand-anders_aid_784982.html (http://www.focus.de/politik/deutschland/zweckdienliche-unterstuetzung-wulff-minister-entschieden-kurzerhand-anders_aid_784982.html)
Titel: Re: Deutsche (Innen)Politik
Beitrag von: Paul am 21. Juli 2012, 17:15 Uhr
Es geht aber auch anders:

Migrantinnen verteilen Grundgesetz ([url]http://www.emma.de/ressorts/artikel/islam-islamismus/tuerkischstaemmige-frauen-verteilen-grundgesetz/[/url])


da gibts nix hinzuzufügen, daumen hoch!
Titel: Pispers back in da house Re: Deutsche (Innen)Politik
Beitrag von: #Tüte am 14. Juli 2013, 18:32 Uhr
Volker Pispers zu den Umfragewerten - Ist deine Kompfortzone schon gestört? - Bananenrepublik (http://www.youtube.com/watch?v=kH7tM-kJU0g#)
Titel: Volker Pispers 2016 - Re: Deutsche (Innen)Politik
Beitrag von: #Tüte am 13. August 2016, 20:36 Uhr
Volker Pispers 2016 Merkel Flüchtlinge IS Terror Kapitalismus VW Skandal (http://www.youtube.com/watch?v=vsEAqbPDOuU#)


Politischer Durchblick zum aktuellen Geschehen in 1,5 Stunden.
Titel: Re: Deutsche (Innen)Politik
Beitrag von: #Tüte am 17. März 2017, 23:15 Uhr
Absolut sehenswert!

!Nico Semsrott erklärt den Unterschied zwischen Aufklärung und Fanatismus | heute-show vom 10.03.2017 (http://www.youtube.com/watch?v=rthXY4w3R4Y#)