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Grasbeisser aktiv (öffentlich) => Umwelt und Natur => Heimtierhaltung => Thema gestartet von: funky am 27. Juni 2012, 13:46 Uhr

Titel: Hund vegan ernähren - Gesundheit, Krankheiten etc.
Beitrag von: funky am 27. Juni 2012, 13:46 Uhr
Mal das gute alte Thema hier einführen...

Mittlerweile lebt meine Süße ja auch vegan, und auch ihr bzw. unser Hund soll nun langsam umgestellt werden, was ich seeeehr gut finde.

Ich denke, die Debatte um "Artgerechtigkeit" ist etwas müßig und soll hier nicht im Vordergrund stehen (um Kritikern den Wind aus den Segeln zu nehmen ein Zitat von dieser schönen Seite (vegan-hund.de (http://www.vegan-hund.de/hintergruende/artgerechte_hundehaltung))):
Zitat
"Daher kann keine Tierhaltung jemals artgerecht sein sondern immer nur ein behelfsmäßiger “Kompromiss” zwischen den Bedürfnissen des Individuums und den Bedürfnissen seines Halters."


Ebenso denke ich, ist die Frage um die Nährstoffe und Vitamine ziemlich klar - kein Thema, wenn man drauf achtet.

Mich würde interessieren, ob jemand positive Erlebnisse oder Erfahrungsberichte kennt, was Hunde und Krankheiten anbelangt und potentielle positive Effekte durch Umstellung auf vegane Ernährung. Nimo hat in den letzten Wochen eine Art Knochenkamm auf dem Kopf bekommen, es könnte Muskelatrophie sein... :/

Bin für alle Links dankbar, ein paar habe ich natürlich selbst schon gesehen, vegan.de oder so...
Titel: Re: Hund vegan ernähren - Gesundheit, Krankheiten etc.
Beitrag von: Hannes Benne am 27. Juni 2012, 16:39 Uhr
Der Erfahrungsbericht für vegane Katzen von Ava Odoemena und einige Leute, die ihre Katzen vegan ernähren, würden mir einfallen. Aber für deinen Hund hilft das ja nicht wirklich, oder?

Aber bist du bei facebook? Da gibt es soweit ich weis ne Gruppe für vegane Hunde, da dürfte man vllt mehr Leute mit Erfahrung finden.

Edit: *findet super, dass ihr euren Hund vegan ernähren wollt*
Titel: Re: Hund vegan ernähren - Gesundheit, Krankheiten etc.
Beitrag von: Hannes Benne am 27. Juni 2012, 16:40 Uhr
Also ne vegane Katzengruppe habe ich zumindest gefunden^^
https://www.facebook.com/groups/313941728695182/ (https://www.facebook.com/groups/313941728695182/)

Bin mir sicher, dass es auch eine für Hunde gab, die zeigt mir die SUFU aber gerade nicht an O.o
Titel: Re: Hund vegan ernähren - Gesundheit, Krankheiten etc.
Beitrag von: Ralik am 27. Juni 2012, 17:03 Uhr
Ich finde den Bericht hier ganz informativ:
http://www.martinballuch.com/?p=985 (http://www.martinballuch.com/?p=985)
Titel: Re: Hund vegan ernähren - Gesundheit, Krankheiten etc.
Beitrag von: PinkiePie am 27. Juni 2012, 19:18 Uhr
Ich habe wenig Ahnung von Hundeernährung, aber soweit ich weiß, sind die doch eh Beutegreifer und nicht wie oft fälschlich angenommen Carnivoren.
Ich mache mir da auch wenig Gedanken um die Gesundheit des Hundes, sofer er bisher aus dem Supermarkt ernährt wurde, denn das dort angebotene Futter ist oftmals der letzte Müll.

Ein veganes Hundefutter kann ich leider nicht empfehlen, sorry, aber falls der Hund ohne Fleisch nicht mögen sollte, steuer ich mal die Möglichkeit bei ergänzend zur veganen Ernährung Abfälle beim Metzger zu holen oder zu containern. Hunde haben eine derart starke Magensäure, dass ihnen Salmonellen etc.pp. nix ausmachen. (Man denke an den Knochen aus dem Garten, der wochenlang eingegraben vergammelte um für den Hund schmackhaft zu werden.)
Titel: Re: Hund vegan ernähren - Gesundheit, Krankheiten etc.
Beitrag von: funky am 27. Juni 2012, 19:35 Uhr
So ähnlich wie bei älteren Männern, wenn Frauen auf sie stehen?  :snickergirl:

Öhm, ja, stimmt schon. Ich denke, dass AmiDog ist als Trockenfutter ganz cool ist, dann die Vegusto Dog Wurst, ist auch nicht zuu teuer... und dann halt richtig was kochen und pürieren und mti diesem Nahrungsergänzungsmittel aus Amiland versehen... Aber erstmal langsam umstellen, Fleischreste aufbrauchen, die hier im Eisschrank sind, Veggie-Futter-Anteil erhöhen...
So denke ich wird die Umstellung funktionieren.

Auf jeden Fall mag Nimo die Vegusto sehr gern und beim Anbieten von ein bisschen Yarrah und AmiDog hat er sich sehr deutlich für letzteres entschieden... mal gucken...
Thx für die Links lese gerade Raliks... Katzen helfen mir gerade wirklich nur bedingt @ HB. ;)
Titel: Re: Hund vegan ernähren - Gesundheit, Krankheiten etc.
Beitrag von: Hannes Benne am 27. Juni 2012, 19:41 Uhr
Zitat
aber soweit ich weiß, sind die doch eh Beutegreifer und nicht wie oft fälschlich angenommen Carnivoren.

Wenn man mit Carnivoren die Ordnung (Carnivora) meint, dann sind Hunde Carnivoren.
Wenn man mit Carnivoren carnivore Ernährung meint, dann eher nicht. (Ich würde zumindest behaupten, dass sie eher in Richtung Omnivor gehen, kenne mich aber auch nicht besonders gut aus^^)
Und Beutegreifer sind eine Teilmenge der sich carnivor ernährenden Tiere.
Titel: Re: Hund vegan ernähren - Gesundheit, Krankheiten etc.
Beitrag von: funky am 27. Juni 2012, 19:42 Uhr
Ahja vom Essen an sich her ist´s kein Problem, denke ich. Nimo liebt die Wheaty Spacebars und Vantastic-Foods-Vleischersatz. Außerdem frisst er gern Tofu, sogar unbearbeitet. Aber der ist ja net so gut für Hunde habe ich gelesen nun... ;)
Von daher denke ich wird er auch ohne unartgerecht zu leiden gut damit leben können..

Er wurde übrigens früher gebarft.
Titel: Re: Hund vegan ernähren - Gesundheit, Krankheiten etc.
Beitrag von: funky am 27. Juni 2012, 19:43 Uhr
Ich habe gelesen Hunde wären jagende Beutetierfresser, die brauchen aber alles, auch pflanzliches, zB aus den Gedärmen oder frisch dazu gemampft... also keine reinen Carnivoren, aber schon Fleischesser im Prinzip.
Omnis sind sie aber eigentlich nicht. Bzw. irgendwie doch... keine Ahnung. ;)
Titel: Re: Hund vegan ernähren - Gesundheit, Krankheiten etc.
Beitrag von: funky am 11. Juli 2013, 10:44 Uhr
Ein kleiner Bericht über einen der ältesten Hunde der Welt (vegan). (http://www.care2.com/greenliving/vegetarian-dog-lives-to-189-years.html)
Titel: Re: Hund vegan ernähren - Gesundheit, Krankheiten etc.
Beitrag von: Ebony am 12. August 2014, 18:54 Uhr
Mich beschäftigt dieses Thema gerade sehr. Deshalb meine Frage: Ernährt(e) hier jemand seinen Hund (oder auch seine Katze) vegan? Für Erfahrungsberichte (positiv und auch negativ) wäre ich dankbar.
@funky: Wie weit seid ihr bei eurem Hund gekommen?
Titel: Re: Hund vegan ernähren - Gesundheit, Krankheiten etc.
Beitrag von: nova am 19. August 2014, 00:52 Uhr
ich meine katzen seit nem halben jahr :) aber grad zu müde ausführlich zu berichten :D glaube aber im großen und ganzen, das funktioniert recht gut so.
Titel: Re: Hund vegan ernähren - Gesundheit, Krankheiten etc.
Beitrag von: Ebony am 20. August 2014, 18:23 Uhr
Was fütterst du ihnen denn?
Titel: Re: Hund vegan ernähren - Gesundheit, Krankheiten etc.
Beitrag von: nova am 20. August 2014, 22:25 Uhr
komplett amicat. sie fressen es ganz gut mit wasser eingeweicht und einnen kleinen teil gibt es so trocken in den spielzeugen (fummelbrett/turm).

habe ca. letztes jahr im april angefangen teils/teils zu füttern und bin so anfang diesen jahres komplett umgestiegen.

jetzt über sommer haben sie beide etwas abgebaut, sommeranfang haben sie auch nicht so gut gefuttert und gehaart haben sie auch ziemlich. vorher war alles tippi topp. vielleicht ist es aber auch einfach nur der sommer, letzten sommer wurde auch extrem gehaart wie ich mich erinnern kann....
jetzt fressen sie aber seit ner zeit auch wieder besser, habe jetzt angefangen wöchentlich zu wiegen einfach um nen unterschied auch feststellen zu können, und allgemein sehen sie wieder besser aus.

zu 100% gefallen sie mir viellicht noch nicht, aber ich schaue einfach mal weiter wie der herbst wird, ich denke es lag wirklich mehr an der saison als am futter.
Titel: Re: Hund vegan ernähren - Gesundheit, Krankheiten etc.
Beitrag von: funky am 11. Februar 2015, 09:03 Uhr
Huch, lange nix mehr geschrieben. ;)

Also, wir füttern jetzt seit einem 3/4 Jahr Veggie Dog 100.
Nimo frisst das sehr gern im Gegensatz zu AmiDog, das wir ihm nach einer Weile immer lecker machen mussten. Und er hat kein Problem mehr mit Grasfressen + Kotzen.
Wahrscheinlich bleibt es etwas länger im Magen oder so, keine Ahnung. Früher hat er häufiger draußen morgens Gras gefressen und dann gebrochen. Jetzt frisst er es ohne Probleme.
Irgendeine Kleinigkeit war an Veggie Dog unvegan (etwas in der Dimension Wollfett für Vit D in Margarine, also quasi irrelevant), aber sollte mittlerweile auf 100% vegan umgestellt sein oder noch werden, keine Ahnung.

Bluttest letztes Jahr war super positiv: Von einer notwendigen Wurmkur abgesehen waren alle Werte top und selbst seine Werte, die ihn früher als Bluter auswiesen, sind mittlerweile gut. Tierärztin war zunächst skeptisch, aber nach der Untersuchung d´accord und positiv angetan. ;-]